Neu liegen Kappeler Klosterrüebli in Zuwebe-Händen

2 min Lesezeit 23.02.2016, 11:41 Uhr

Pünktlich zum Start der Gartensaison haben das Kloster Kappel am Albis und die Zuwebe einen einjährigen Kooperationsvertrag zur Führung der Klostergärtnerei unterzeichnet.

Das Kloster Kappel am Albis ist ein Seminarhotel und Bildungshaus und wird von der evangelisch reformierten Landeskirche des Kantons Zürich betrieben. Zum Kloster gehört auch ein grosser biologischer Klostergarten, der ca. 1.3 Hektaren umfasst und in dem Gemüse, Setzlinge und auch verschiedene seltene, alte und schützenswerte Pflanzenarten angebaut werden.

Ab April 2016 wird dieser Garten versuchsweise für ein Jahr von der Zuwebe geführt. Während dem Probejahr können sich das Kloster Kappel und die Zuwebe besser kennenlernen und herausfinden, ob beide Seiten von einer langfristigen Zusammenarbeit profitieren könnten.

Attraktives Entwicklungsfeld für Klienten

Am Standort Kappel am Albis sollen laut einer Mitteilung der Zuwebe sechs bis acht geschützte Arbeitsplätze für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung oder geistigen Behinderung entstehen. Diese werden bei ihrer täglichen Arbeit von Fachpersonen unterstützt und betreut. Der Bio-Betrieb des Klosters Kappel wird weitergeführt.

Bei der Zuwebe freut man sich über die neue Zusammenarbeit: «Für unsere Klientinnen und Klienten bietet die Klostergärtnerei attraktive Arbeitsplätze mit Kontakt zur Natur, was eine ideale Ergänzung zum bestehenden Arbeitsangebot ist», so Antonio Gallego, Vorsitzender der  Zuwebe-Geschäftsleitung.

Soziale Institutionen unter Druck

Die Kooperation mit dem Kloster Kappel ist für die Zuwebe eine Chance zur richtigen Zeit, schreibt die Zuwebe. Denn auch Unternehmen mit einem sozialen Auftrag würden zu spüren bekommen, wenn die Wirtschaft unter Druck stehe und Unternehmen beispielsweise aus Kostengründen ihre Arbeiten ins Ausland vergeben. Geeignete Arbeiten für Menschen mit besonderem Betreuungsbedarf zu finden, werde deshalb immer anspruchsvoller.

Umso mehr freue sich der Vorstand und die Geschäftsleitung der Zuwebe, das mit dem Gartenprojekt ein neues Arbeitsangebot geschaffen werden kann, das Menschen mit einer psychischen oder geistigen Beeinträchtigung eine attraktive Möglichkeit zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung biete.

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