Nein-Komitee bekämpft Inseli-Initative der Juso
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Heute stehen beim Inseli noch Cars, ab 2020 soll damit Schluss sein. (Bild: Aura)

Stadt Luzern: Diskussion um Verbannung der Cars Nein-Komitee bekämpft Inseli-Initative der Juso

2 min Lesezeit 11.07.2017, 12:36 Uhr

Im Frühling hat der Luzerner Stadtrat die Juso-Initiative «lebendiges Inseli statt Blechlawine» ohne Gegenvorschlag gutgeheissen. Nun formiert sich Widerstand: Ein Nein-Komittee um die bürgerliche Parteien CVP, FDP und SVP und diverse Gruppierungen. Man will dagegen kämpfen, dass das Inseli carfrei werden soll.

«Dass der Stadtrat die Inseli-Initiative „Lebendiges Inseli statt Blechlawine“ der Jungsozialisten ohne Gegenvorschlag gutgeheissen hat und zur Annahme empfiehlt, ist in breiten Kreisen auf Unverständnis gestossen», lässt das Nein-Komitee in der Medienmitteilung verlauten. Neben den bürgerlichen Parteien sind in diesem auch Vertreter der SGV, von Luzern Tourismus und der Citv Vereinigung zu finden, wie ein Blick auf das Co-Präsidium zeigt. Mit dem Komitee wolle man der ablehnenden Haltung gegenüber dem unausgewogenen Volksbegehren Ausdruck verleihen.

Inseli soll bleiben wie bisher

Für die Gegner hat der Stadtradt bisher «keine tauglichen Alternativ-Lösungen» präsentiert. Deshalb will man im Nein-Lager alles beim Alten belassen: Die kombinierte Nutzung des Inseli soll erhalten bleiben. In erster Linie will man sich also dagegen wehren, dass das Inseli carfrei werden soll.

«Diese einseitige Einschränkunge bekämpft das das Nein-Komitee. Die Schifffahrtsgesellschaft als wichtiges Transport- und Tourismusunternehmen, das KKL als Top-Adresse für Kulturinteressierte und private Anbieter für Reisen von und nach Luzern sind darauf angewiesen, dass Anhalte- und Umsteigeplätze bestehen bleiben.

Bus, Zug, Schiff und Cars sollen kundenfreundlich verbunden sein, damit sich unnötiger Such- und Umwegverkehr vermeiden lässt», wird dazu unter anderem verlautbart. Die von Stadt und Initianten vorgeschlagenen Ersatzlösung wie Ein- und Umsteigeplätze auf der Allmend, im Mattenhof oder auf dem Seetalplatz lehnt man als undurchdacht und praxisuntauglich ab.

Das System funktioniere

Das Inseli passe zur Stadt Luzern und funktioniere herrvorragend, wird weiter angegeben. Ohne Probleme würden zahlreiche Luzerner, Gäste und Studenten am Inseli verweilien, die Buvette oder die Määs besuchen. Es bestehe keine Veranlassung, dies ohne taugliche Alternativen zu gefährden und sich damit völlig unnötige Probleme zu schaffen.

Über die Initiative «Lebendiges Inseli statt Blechlawine» wird am 24. September 2017 abgestimmt werden.

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