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Negativ-Werbung: Luzerner FDP stellt der CVP ein Ultimatum
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Verzweiflung? Selbst FDP-Ständerat Damian Müller wird von der CVP-Kampagne attackiert. (Bild: Montage zentralplus)

Angriff auf Damian Müller müsse verschwinden Negativ-Werbung: Luzerner FDP stellt der CVP ein Ultimatum

2 min Lesezeit 22.09.2019, 08:14 Uhr

Der Ärger über die Negativkampagne der CVP ist bei der FDP immer noch gross. Der Luzerner Parteipräsident fordert von der Listenpartnerin nun, dass die Angriffe auf Damian Müller bis Dienstag verschwinden.

Die CVP dominiert die Wahlberichterstattung: Die umstrittene Negativ-Kampagne ist diese Woche eingeschlagen wie eine Bombe. Die CVP greift via Google-Ads nicht nur politische Gegner an, sondern auch Listen-Partner (zentralplus berichtete).

In Luzern ist das besonders brisant, weil auch Ständerat Damian Müller Zielscheibe der Kampagne ist. Die CVP ist bei der Ersatzwahl für Konrad Graber in den Ständerat auf die Stimmen der FDP angewiesen. Die Luzerner CVP hat sich darum auch entschuldigt für die Kampagne der nationalen Partei.

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Für die Luzerner FDP ist die Sache indes noch nicht gegessen, denn die Anzeige mit dem Angriff auf Damian Müller ist immer noch auffindbar. Darum sagt Markus Zenklusen, Präsident der Luzerner FDP, zum «Sonntags-Blick»: «Die Kampagne gegen die Kandidierenden der FDP muss eingestellt werden.» Er gibt der CVP noch bis Dienstag Zeit, sonst seien «verschiedene Szenarien» möglich.

Zenklusen bezieht sich auf die Vereinbarung der beiden Kantonalparteien, welche die Parteipräsidenten im Zuge der Listenverbindung unterzeichnet haben. «Auf gegenseitige, direkte Angriffe auf die Person der Kandidierenden wird verzichtet», steht darin. Diesen Passus sieht die FDP verletzt.

CVP-Parteipräsident Gerhard Pfister sagt, dass die Kampagne auch in der Innerschweiz weitergehe. «Die Vergleiche zielen nicht auf die Frau oder den Mann, denn sie werden zufällig zugeordnet. Die Kampagne wird in den nächsten Tagen zudem ausgeweitet, weitere Suchbegriffe und Inhalte werden dazukommen», so Pfister zum «Sonntags-Blick». Allerdings seien eine Handvoll Einträge bereits entfernt worden.

Auch die Luzerner CVP-Ständeratskandidatin Andrea Gmür war unglücklich über die Kampagne ihrer Mutterpartei. Sie hat ebenfalls bei der Parteispitze interveniert, wie sie gegenüber zentralplus sagte. Dass ihr die Kampagne schaden könnte, glaubt Andrea Gmür nicht.

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