Naschgarten, Baumhaus oder Skateboard-Anlage? So könnte das «Eichwäldli» künftig genutzt werden
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Während der Fussball-WM 2018 war die Kulturbrache beim Eichwäldli ein beliebter Treffpunkt – nun soll sie neu bespielt werden. (Bild: zvg)

Soldatenhaus bei der Allmend Luzern wird abgerissen Naschgarten, Baumhaus oder Skateboard-Anlage? So könnte das «Eichwäldli» künftig genutzt werden

2 min Lesezeit 4 Kommentare 04.10.2020, 16:00 Uhr

Die «Familie Eichwäldli» muss bis Ende Januar 2021 aus der einsturzgefährdeten Soldatenstube ausziehen. Baudirektorin Manuela Jost sagt, wie das Areal am Rande der Luzerner Allmend künftig genutzt werden könnte.

Die Geschichte der «Familie Eichwäldli» ist ein Politikum. Die Gruppe zog im Sommer 2018 als Untermieterin des damaligen Vermieters in die alte Soldatenstube ein. Nach dem Ablauf des Mietvertrags Ende 2018 weigerte sie sich auszuziehen (zentralplus berichtete).

Nachdem der Stadtrat im Frühling 2019 die Stadt Luzern mit den Besetzern einen befristeten Gebrauchsleihvertrag für den Hauptteil des Gebäudes abgeschlossen hat, soll bald Schluss sein. Per Ende Januar muss die Gruppe aus dem einsturzgefährdeten Haus ausziehen (zentralplus berichtete). Dem Gebäude selbst droht der Abriss.

Aus Sicht des Stadtrates ist das Gebäude ein Sicherheitsrisiko für seine Bewohnerinnen. «Die Verantwortung und Haftung für das Haus bleibt beim Grundeigentümer, auch wenn sie selbst Massnahmen umsetzen», meint dazu Baudirektorin Manuela Jost. Heisst: Aus Sicht des Stadtrates gibt es keine Alternative zum Abriss.

Stadtrat bietet Hand für alternative Lebensformen

Der Austausch mit der Gruppe sei respektvoll gewesen, meint Jost. Sie betont: «Der Stadtrat respektiert alternative Lebensformen. Deshalb war er auch bereit, der Familie Eichwäldli das Haus befristet als Gebrauchsleihe zu überlassen.»

Man werde auch in Zukunft alternative Lebensformen unterstützen. «Voraussetzung dafür ist einerseits ein offener Dialog, der es beiden Seiten erlaubt, zufriedenstellende Lösungen zu erarbeiten, und anderseits die Bereitschaft, sich an die Abmachungen zu halten.»

Gemäss Manuela Jost hat der Stadtrat der Gruppe angeboten, die frei werdende Fläche zu bespielen. Beispielsweise mit ihrer Wagenburg. «Dieses Angebot wurde abgelehnt», sagt sie. Warum die Gruppe es abgelehnt hat, ist nicht bekannt. Eine entsprechende Nachfrage von zentralplus blieb bislang unbeantwortet.

Wie geht es weiter? Ideen gibt es viele

Für die Zwischennutzung des Areals liegen gemäss Jost noch keine konkreten Anfragen vor. An Workshops des Vereins Brache Eichwäldli und der Quartierarbeit der Stadt Luzern seien aber verschiedene Ideen gesammelt worden, welche die Stadt nun zusammen mit Partnern weiterentwickle. «Für die mittelfristige Nutzung wird zurzeit ein Konzept erarbeitet», so Jost.

Aus den Workshops liegen folgende Ideen für eine kurzfristige Umsetzung vor:

  • Gartenprojekt (Urban Gardening, Naschgarten, Naturgarten)
  • Begegnungsplatz (Flohmarkt, Zirkus, Hofladen)
  • Kleinbauten (Baumhaus, Tipi-Zelt, Hängematten, Liegestühle)
  • Container (Quartierwerkstatt, Velostation, WC, Lager)
  • Leseecke (Bücherschrank, Brettspiele, Märchenabende)
  • Spielfeld (Federballnetz, Eisfeld, Minifussballfeld mit Banden)
  • Sport (Skateboardanlage, Turngeräte für Senioren)

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4 Kommentare
  1. Joseph de Mol, 06.10.2020, 07:49 Uhr

    Einen Haschgarten.

  2. Andrea, 06.10.2020, 05:53 Uhr

    Ein Corona-Heim denn die siebenhundertste Welle kommt bestimmt.

  3. paul, 05.10.2020, 20:37 Uhr

    nicht schlecht phil.
    ich bin für einen carparkplatz.

  4. Phili, 05.10.2020, 18:50 Uhr

    Ein Veloparking wäre doch nun voll im Trend…

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