Nächtliche Kunstaktion wird von der Luzerner Polizei gestoppt
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Das blaue Land: Erkennbar durch ein blaues Band. (Bild: zvg)

Ein Band sollte Nord- und Südpol verbinden Nächtliche Kunstaktion wird von der Luzerner Polizei gestoppt

1 min Lesezeit 3 Kommentare 01.06.2020, 10:15 Uhr

Eigentlich wollte der Luzerner Künstler Remo Wiegand ein blaues Band spannen. Von Nord- bis Südpol, mitten durch die Stadt Luzern. Dies als Zeichen der Verbundenheit. Die Polizei fand die unbewilligte Aktion weniger amüsant.

«Das blaue Land» hiess die Aktion, welche der Luzerner Kunstschaffende Remo Wiegand in der Nacht auf Montag geplant hatte.

Indem er ein blaues Band vom Kulturhaus Südpol bis hin zur Sommerbar Nordpol zog, wollte er ein Symbol der Verbundenheit der Menschen während der Coronakrise schaffen, wie die «Luzerner Zeitung» schreibt.

Gleichzeitig markiere das Band eine Grenze, da die Coronasituation den Menschen die Bewegungs- und Begegnungsfreiheit wegnehme.

Nach einer Stunde war Ende Feuer

Um 1 Uhr früh am Montagmorgen lancierte Wiegand die Aktion, gemeinsam mit weiteren Kunstschaffenden. Das Band wurde aufgehängt und – bei Strassenquerungen – auf den Boden geklebt. Dies, damit der Verkehr nicht behindert würde. Eigentlich sollte das Band durch die Stadt bis am Montagabend bestehen bleiben.

Es blieb jedoch eine kurze Aktion, und nur für Nachtschwärmer ersichtlich. Die Luzerner Polizei setzte dem temporären Werk nach einer Stunde ein Ende. Sowohl beim Süd-, als auch beim Nordpol wurden die Kunstschaffenden von der Polizei aufgehalten. Dies, weil die nötige Bewilligung nicht vorhanden war.

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3 Kommentare
  1. Peter Bitterli, 02.06.2020, 08:17 Uhr

    Ja, schon erschütternd dummes Zeug! Banaler kann man nicht assoziieren, fadenscheiniger kann man nicht nichts zu nichts verweben und irgendwie irgendwas rumkalauern und frei assoziieren im Stil einer lausig schlechten protestantischen Sonntagspredigt. Dazu vermeintliche Aktualitäten locker mitverwursten. Und schon haben wir den „Kunstschaffenden“, der, aber klar doch, ein „Zeichen“ setzt, in diesem Fall ein „Zeichen der Verbundenheit der Menschen während der Coronakrise“. Ja, mein Gottchen aber auch. Das gilt genauso für meine Käsefüsse, die von mir zum Mitmenschen und zurück wabern. Dann aber auch eine „Grenze, da die Coronasituation den Menschen die Bewegungs- und Begegnungsfreiheit wegnehme“. Je nach Grenzwertigkeit meiner Käsefüsse gilt auch das wiederum für diese genauso. Wo aber wird mittels eines blauen Bandes dem Rassismus, dem Sexismus, der Homophobie und der neuen Rechten mutig entgegengetreten?

  2. Hugo Ball, 01.06.2020, 12:36 Uhr

    Worin genau liegt der Kunstgehalt dieser Aktion? Kann ich auch ein paar Blue Ribbon rauchen, auf das verbindende Element des Rauchens aus Kunstform (Rauchzeichen als alt altbewährte Kommunikationsform) hinweisen und das als Kunst platzieren? Gibts noch Zuschüsse vom FUKA-Fonds? Vandalismus etwelcher Coleur ist keine Kunst, auch keine subjektive und soll auch nicht als solche verkauft werden. Die Freiheit der Kunst ist wichtig und richtig – aber das hier ist meiner Meinung nach einfach nur beschränkt! Nur richtig, dass die Polizei einschreitet und sowas unterbindet!

  3. Andreas Peter, 01.06.2020, 10:49 Uhr

    Vor allem wirken solche Corona Aktionen im Moment wie „die alte Fasnacht“.
    Die Luzerner haben genug davon und wollen an die Sonnne, in die Badi und am Quai schlendern.
    Das Coronavirus ist als Thema vorbei.
    Die wirtschaftlichen und z.T. gesellschaftlichen Folgen der „Massnahmen“ werden uns allerdings noch lange beschäftigen.

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