Nach Subventionsaffäre: VBL wählt neuen Verwaltungsrat
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Ob mit dem neuen Verwaltungsrat etwas Ruhe in den VBL-Sturm kommt? (Bild: zvg)

Kein Stadtrat dabei – vorerst Nach Subventionsaffäre: VBL wählt neuen Verwaltungsrat

2 min Lesezeit 26.11.2020, 10:45 Uhr

Nachdem der Verwaltungsrat der VBL vergangene Woche den Hut nahm, hat das Unternehmen in einer ausserordentlichen Generalversammlung drei Nachfolger als Übergangslösung gewählt.

Drei der vier Verwaltungsräte der VBL gaben am Freitag, 20. November ihren sofortigen Rücktritt bekannt. Das verbliebene Mitglied, Stadtrat Martin Merki, hat seinen Rücktritt ebenfalls bereits bekannt gegeben (zentralplus berichtete).

Wer übernimmt also das Ruder? Wie die VBL am Donnerstag in einer Medienmitteilung schreiben, hat der Luzerner Stadtrat in seiner Funktion als Aktionärin der VBL am Mittwoch die Nominationen für einen Übergangs-Verwaltungsrat bestätigt. Noch am selben Tag wurde die Wahl während einer ausserordentlichen Generalversammlung vollzogen.

Das sind die drei Neuen

Neu gewählt sind Renzo Simoni, der auch VR-Mitglied der Rhätischen Bahn RhB ist und hat als CEO der Alp Transit Gotthard AG die Planung und den Bau des NEAT geführt. «Er verfügt über breite Führungserfahrung sowie strategische Kompetenzen und wird das VR-Präsidium übernehmen», schreibt die VBL in ihrer Mitteilung.

Renzo Simoni (Bild: zvg)

Als zweite Person hat der Rechtsanwalt Kurt Moll seinen Platz im VBL-VR eingenommen. Auch Moll verfügt über Erfahrung im Verkehrswesen. Aktuell ist er auch VR-Mitglied der Aargau Verkehr AG und der Limmat Bus AG. «Er verfügt über ausgewiesene Kenntnisse im öffentlichen Verkehr sowie im Bereich Regulation», heisst es weiter.

Kurt Moll (Bild: zvg)

Der dritte im Bunde ist der Betriebsökonom Patrick Bieri. Er ist seit 2011 bei der Stadt Luzern als stellvertretender Stabschef der Umwelt und Mobilitätsdirektion und als Verantwortlicher für den Bereich Finanzen und Controlling tätig. Bieri soll zudem die Eigner-Interessen der Stadt Luzern im Verwaltungsrat vertreten.

Patrick Bieri (Bild: zvg)

Vorerst kein Stadtrat eingesetzt

Die neuen Mitglieder ergänzen sich «aufgrund ihrer Ausbildungen und Erfahrungen bestens», schreibt die VBL. Weiter habe man bewusst auf einen Stadtrat als Mitglied verzichtet. «So kann der Stadtrat bei den notwendigen Aufbereitungsarbeiten und Diskussionen rund um die VBL in vollständiger Zusammensetzung tagen», begründet das Unternehmen den Entscheid.

Das heisst aber nicht, dass künftig nicht trotzdem ein Stadtrat eingesetzt werden könnte. Momentan wartet man aber zu, «bis eine erforderliche Rollenklärung vorgenommen ist.» Der Stadtrat hofft, den definitiven oder zumindest erweiterten Verwaltungsrat an der ordentlichen Generalversammlung nächstes Jahr wählen zu können.

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