Lido-Badeunfall: Bundesgericht bestätigt Luzerner Richter
  • News
Der Mann war 2014 vom Steg im Lido gesprungen. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Strandbad Lido AG trifft keine Schuld Lido-Badeunfall: Bundesgericht bestätigt Luzerner Richter

1 min Lesezeit 17.02.2021, 18:41 Uhr

Nach einem Sprung vom Steg im Lido in Luzern bleibt ein Mann querschnittgelähmt. Der Geschäftsführer des Lido sollte dafür zur Verantwortung gezogen werden.

Der Fall landete schon zum zweiten Mal vor Bundesgericht. Nach dem fatalen Sprung ins untiefe Wasser im Jahr 2014 entschied das Bundesgericht, dass die Luzerner Staatsanwaltschaft den Fall voreilig abgeschlossen hatte. Zuerst das Bezirksgericht und später das Kantonsgericht sprachen die Lido-Betreiber jedoch von jeder Schuld frei – der Mann, der heute Tetraplegiker ist, habe sich selbst gefährdet (zentralplus berichtete).

Dagegen wehrte sich der Familienvater erneut vor Bundesgericht. In der Beschwerde machte er laut der «Luzerner Zeitung» geltend, dass keine Warntafeln beim Steg angebracht waren. Doch das Bundesgericht trat gar nicht erst darauf ein.

Die Begründung: Dem Verunglückten fehle das Beschwerderecht, da er seit dem Urteil des Bezirksgerichtes nur noch als Strafkläger auftrete und keine Auswirkungen auf möglichen Schadenersatz oder Genugtuung zu erwarten seien. Die Hürde setzt das Gericht in solchen Fällen höher an, als wenn die Staatsanwaltschaft oder Beschuldigte vor Bundesgericht gelangen wollen.

Der Verunfallte muss zudem die Gerichtskosten von 3’000 Franken übernehmen.

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

War dieser Artikel nützlich für Dich?
Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare

Abonniere den Newsletter

Und erhalte unsere Post ganz nach Deinen Bedürfnissen und Wünschen: Täglich oder wöchentlich.