Endlich dürfen Luzerner Gartenfreunde wieder einkaufen Nach dem ersten Ansturm kehrte rasch Ruhe ein

2 min Lesezeit 27.04.2020, 19:31 Uhr

Bei der Gärtnerei Schwitter in Inwil herrscht seit der Wiedereröffnung am Montag Erleichterung. Auch wenn das ganze Frühlingsgeschäft in die Binsen ging: Das Luzerner Unternehmen hofft, einen grossen Teil der Einbussen aufholen zu können.

Am Morgen, kurz vor 10 Uhr, herrscht Zucht und Ordnung in der Gärtnerei Schwitter in Inwil. Vor der Eingangstüre gibt es keine lange Schlange, die Kunden, die nicht selten hunderte Kilo Erde auf ihren Einkaufswagen herumschieben, scheinen entspannt, ja gar leicht euphorisch.

Kein Wunder, ist es doch das erste Mal seit sechs Wochen, dass Gartenfreunde live ihre Basics kaufen können, damit Tomaten und Fenchel auch dieses Jahr spriessen.

Um 7.45 Uhr hat die Gärtnerei am Montagmorgen geöffnet. «Eine Viertelstunde früher als offiziell geplant», sagt Roman Schwitter, der Geschäftsführer der Gärtnerei. Die Schlange vor dem Laden sei nämlich immer länger geworden.

Die Ruhe nach dem Sturm

Davon ist wenige Stunden später nichts mehr zu spüren. Die Kundenmenge verteilt sich in den Weiten der Setzlings- und Blumenlandschaft, Abstand halten ist hier leicht.

«Theoretisch dürften wir über 1000 Leute hier haben», sagt Schwitter. Zur Gewächshausfläche von 4800 Quadratmetern kommt nämlich eine Aussenfläche von 11’000 Quadratmetern. Tatsächlich ist in den Gängen der Gärtnerei viel Raum frei.

Alle vier Kassen sind geöffnet. Es laufe etwa so viel wie vor dem Muttertag, sagt Schwitter. Besonders gut kämen derzeit die Saisonpflanzen an. «Das Bedürfnis nach Gemüsesetzlingen wie Tomaten ist gross. Gerade bei diesem Wetter», so Schwitter.

Einige der Gärtnereikunden tragen einen Mundschutz.

Johannisbeere für den Gartenanfänger

Es scheint, als würden sich alle nach Gartenarbeit oder zumindest einer ordentlichen Balkonbepflanzung sehnen. Auch jene, die noch nie auch nur einen Kaktus erfolgreich grossgezogen haben.

Was empfiehlt Roman Schwitter einem Gartenneuling, damit der grosse Frust in einigen Wochen ausbleibt?

«Sicher gut wären Sommerblumen wie die Dipladenia oder Staudenenzian, welche recht einfach zu halten sind», sagt der gelernte Gärtner. «Was aber auch schön ist, selbst wenn man nur einen Balkon hat, ist der Anbau von Gemüse, etwa von Salat. Der eignet sich gut für die ersten Gehversuche im Gartenbereich.» Auch eine Johannisbeerstaude würde sich für Anfänger eignen, so Schwitter.

Und sollten die ersten Versuche als Hobbygärtner dennoch scheitern, liegts wenigstens nicht am fehlenden Material.

Hier hat man ordentlich Platz, um einander auszuweichen.

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