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Museum Burg Zug startet Crowdfunding
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Im kalten Krieg hatte die Schweiz Abwehrraketen installiert. (Bild: zvg)

Bloodhounds sollen auf im Burghof platziert werden Museum Burg Zug startet Crowdfunding

2 min Lesezeit 1 Kommentar 10.04.2019, 19:14 Uhr

«Ernstfall! Die Schweiz im Kalten Krieg», heisst eine geplante Ausstellung im Museum Burg Zug. Nun wird die Bevölkerung um Mithilfe gebeten.  

Am 19. Juni 2019 eröffnet das Museum Burg Zug die neue Sonderausstellung «Ernstfall! Die Schweiz im Kalten Krieg». Die Ausstellung findet im Kontext des Endes des Kalten Krieges statt, das sich im 2019 zum 30. Mal jährt. Dem Fall der Berliner Mauer und dem Zerfall der Sowjetunion vorangegangen waren unter anderem ein Wettlauf der Aufrüstung zwischen West und Ost.

Auch die neutrale Schweiz blieb davon nicht verschont und investierte in Lenkwaffen, die Bloodhounds. Diese waren an verschiedenen Orten in der Schweiz aufgestellt. Einer der Orte war der Gubel im Kanton Zug. Als sich anfangs der 1980er-Jahre eine erneute atomare Aufrüstung in Europa abzeichnete, formierte sich jedoch auch eine neue Friedensbewegung und die zunehmende Angst vor einem Atomkrieg führte in ganz Europa zu Demonstrationen.

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Um die Zeit der Aufrüstung aufzuzeigen, möchte das Museum Burg Zug eine solche, heute entschärfte, Bloodhound vom Gubel während der Ausstellung im Burghof vor dem Museum platzieren. Die Friedensbewegung wird durch Transparente, die der Lenkwaffe gegenüber stehen, veranschaulicht. Die Besucher werden somit bereits im Burghof die verschiedenen Stimmungen der Zeit des Kalten Krieges spüren können, heisst es in einer Mitteilung.

Museum braucht 11’000 Franken

Das Museum Burg Zug ruft zur Unterstützung via Crowdfunding auf. Gesucht werden 11’000 Franken, die in den Transport, den Auf- und Rückbau, die Versicherung und Miete der Bloodhound sowie in die Produktion der Friedenstransparente fliessen. Die Aktion läuft ab nächsten Montag auf der Plattform Wemakeit.

Die Ausstellung selbst zeigt, wie der Kalte Krieg entstand und wie die Welt in Ost und West geteilt wurde. Im Fokus stehen die Feindbilder sowie die daraus entstandenen politischen und gesellschaftlichen Konflikte. Dies wird durch eine Vielzahl an Objekten, Fotos, Dokumenten, Filmen und Hörstationen beleuchtet. «Ernstfall! Die Schweiz im Kalten Krieg» ist vom 19. Juni 2019 bis am 26. Januar 2020 im Museum Burg Zug zu sehen.

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1 Kommentare
  1. Museum Burg Zug, 11.04.2019, 15:20 Uhr

    Danke für den tollen Bericht! Das Projekt kann ab kommendem Montag, 15. April, ab 12 Uhr auf http://www.wemakeit.com unter dem Titel “Die Bloodhound vom Gubel” unterstützt werden.