Müllers Comeback und die Forderung des FCL-Trainers
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Er will ab sofort mehr Intensität seines Teams auf dem Platz und in den Köpfen seiner Spieler sehen: FCL-Trainer Fabio Celestini. (Bild: (Yannick Julen)

Vor dem wegweisenden Spiel gegen GC Müllers Comeback und die Forderung des FCL-Trainers

4 min Lesezeit 2 Kommentare 09.09.2021, 16:58 Uhr

Die Rückkehr in den Spielbetrieb hält für den FC Luzern eine Herausforderung parat: Der Cupsieger muss die Grasshoppers am Samstag vor eigenem Publikum schlagen, um die Dämonen des Zweifels nicht grösser werden zu lassen. Zum Glück für die Luzerner übernimmt wieder Teamleader Marius Müller (28) den Goalie-Job.

Zeit zum Durchschnaufen. Zeit für die Aufarbeitung dessen, was in den fünf Meisterschaftsspielen und den daraus resultierenden zwei Punkten geschehen war. Die zwei Wochen dauernde Nati-Pause haben FCL-Trainer Fabio Celestini und seinen Mannen offensichtlich gutgetan: «Sie war wichtig für den Kopf und die Physis der Spieler», so der Chef.

Marius Müller hat die Zeit dazu nutzen können, um sich körperlich in Schuss zu bringen (zentralplus berichtete). Gegen GC ist der FCL-Stammgoalie laut seinem Trainer einsatzbereit. Der 28-jährige Deutsche hat seit der spektakulären 3:4-Niederlage der Luzerner zum Saisonstart gegen Titelverteidiger YB am letzten Juliwochenende verletzungsbedingt gefehlt.

Allerdings ist Marius Müller der einzige Rückkehrer ins FCL-Aufgebot. Vorkämpfer Pascal Schürpf und Mittelfeldspieler Tsiy Ndenge fallen wie Samuel Alabi weiterhin aus.

FCL: Noch nicht gut genug für den ersten Meisterschaftssieg

Um sich vorstellen zu können, wohin man geht, muss man wissen, woher man kommt. Getreu diesem Motto hat Fabio Celestini die zwei Wochen Pause zur Aufarbeitung der bisherigen FCL-Auftritte genutzt. «Es ist wichtig zu verstehen, was man bislang gemacht hat, was die aktuelle Situation und der Weg in die Zukunft ist», erläutert der Trainer.

«Bislang hat uns die Intensität gefehlt. Intensität in den Zweikämpfen, im Umgang mit dem Ball und nicht zuletzt im Kopf.»

FCL-Trainer Fabio Celestini

Heuer sei die Entwicklung der Mannschaft nach einer starken Vorbereitung und einem guten ersten Spiel gegen YB eine schlechte gewesen, beschönigt Fabio Celestini nichts. Erst im letzten Wettkampf gegen Lausanne hätten sie sich verbessert gezeigt, und zwar mental, physisch, taktisch und technisch. «Aber das war noch nicht gut genug für den ersten Sieg und drei Punkte.»

Selbstredend will der 45-jährige Romand darum am Samstagabend gegen GC (18 Uhr, Swissporarena) den nächsten Entwicklungsschritt seiner Mannschaft erkennen können. Diesen definiert er so: «Bislang hat uns die Intensität gefehlt. Intensität in den Zweikämpfen, im Umgang mit dem Ball und nicht zuletzt im Kopf. Da waren wir etwas langsam.»

Wieder der Herrscher zwischen den Luzerner Pfosten: Marius Müller.

Campo erstmals in der FCL-Startformation

Schliesslich geht es darum, den Glauben an eine sportlich gute Zukunft des Tabellenletzten FCL aufrechtzuerhalten. Das 1:1 gegen Lausanne war zwar ein Signal zum Aufbruch in bessere Zeiten. Aber es wurde halt bloss gegen den bislang ebenfalls sieglosen Tabellennachbarn erreicht (zentralplus berichtete).

Seine Mannschaft ist offensiv in Schwung gekommen, als Fabio Celestini seinen zuvor wochenlang ramponierten Spielmacher Samuele Campo einwechselte (zentralplus berichtete). Sein Gefühl für das, was auf dem Platz passiert, sei sofort besser geworden, bemerkt der FCL-Coach und bestätigt: «Samuele Campo wird gegen GC von Beginn weg auflaufen.» Es ist der erste Auftritt des 26-jährigen Baslers in der Startformation des FCL.

«Die drei Punkte gegen GC einzufahren ist wichtig für unseren Tabellenstand.»

FCL-Leistungsträger Marvin Schulz

Das bedeutet: Das Mittelfeld des FC Luzern wird ein anderes Gesicht erhalten als gegen Lausanne. Damals war noch Marvin Schulz, einer der Leistungsträger, im Mittelfeld aufgestellt. Macht der Deutsche nun wieder den Schritt zurück in die Defensive, um der zentralen FCL-Abwehr mehr Stabilität zu verleihen?

Nur der Sieg zählt

Auf die Nachfrage von zentralplus reagiert Marvin Schulz mit einem Schmunzeln und antwortet unverbindlich: «Das werden wir sehen. Ich weiss es nicht.»

Was er aber weiss: Die Quote an Gegentoren nach Standards müssen die Luzerner dringend reduzieren. «Daran haben wir in dieser Pause gearbeitet», hält er fest. Bei fünf Auftritten in der Meisterschaft stehen Celestinis Mannen bei horrenden 14 Gegentreffern. Und Marvin Schulz ist sich auch bewusst: «Die drei Punkte gegen GC einzufahren ist wichtig für unseren Tabellenstand.»

Ein Unentschieden und erst recht eine Niederlage liessen die Dämonen des Zweifels auf der Allmend wachsen.

Übrigens: 83 Prozent unserer User haben an unserer letzten Umfrage dafür abgestimmt, dass ausreichend Qualität im FCL vorhanden ist, um den sportlichen Umschwung abermals zu schaffen. Dagegen hegen nur neun Prozent Zweifel an der defensiven Sattelfestigkeit. Und die restlichen sieben Prozent unterstützen den FCL unabhängig von seiner Ligazugehörigkeit.

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2 Kommentare
  1. Karl Ottiger, 11.09.2021, 11:53 Uhr

    Danke Guido du sprichst mir aus dem Herzen die Qualität der Spieler ergibt das System und nicht Wahnvorstellungen des Trainers wie du sagst Guido mit spielelen alleine kannst du keine Spiele gewinnen es braucht auch das Wort kämpfen und dieses element war ein Trumpf früher beim FCL nur Pep Celestini hats noch nicht kapiert.

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  2. schüwig guido, 09.09.2021, 18:40 Uhr

    in meiner zeit gab es keinen trainer der,wenn man fehler machte,so stur auf einem system beharrte.darum hoffe ich auf die spieler damit sie vollen einsatz zeigend und dem publikum freude brreiten 👏
    dem trainer das er vom hohen ross runter kommt 👎
    viel glück der mannschaft 👍

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