Mordkomplott vor Zuger Gericht verhandelt
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Am Strafgericht Zug hat am 12. Januar der Käfer-Prozess begonnen. Er wird das Gericht noch bis im März beschäftigen. (Bild: mbe.)

Paar wollte Ehemann mit Schmerzmitteln töten Mordkomplott vor Zuger Gericht verhandelt

2 min Lesezeit 21.11.2017, 07:31 Uhr

Vor dem Zuger Strafgericht steht seit Montag ein Paar, das versucht haben soll, den Ehemann der Frau umzubringen. Die Beschuldigten streiten alles ab – obwohl es Tausende von Chat-Nachrichten gibt.

Bei den Beschuldigten handelt es sich laut «20 Minuten» um eine 39-jährige Frau und einen 46-jährigen Mann, zum Zeitpunkt der Tat in den Jahren 2015 und 2016 waren sie ein Liebespaar. Sie wollten gemäss Anklage den heute 51-jährige Ehemann der Frau beseitigen.

Die Frau mischte dem alkoholkranken Mann über ein Jahr Schmerzmittel und andere Medikamente in seine Getränke. Das Opfer lebt noch – und liebe seine Frau trotz allem immer noch.

In tausenden von Chats hatten die beiden Beschuldigten ihren Tötungsplan detailliert abgesprochen – vor dem Strafgericht Zug stritten sie am Montag alles ab. Die Nachrichten seien falsch interpretiert worden. Die Hauptverhandlung wird am Dienstag mit den Verteidiger-Plädoyers fortgesetzt und ist öffentlich.

Perfiden Plan geschmiedet

Der Fall biete «genügend Stoff für einen Fernseh-Krimi», sagte der Staatsanwalt gemäss der Pendlerzeitung in seinem Plädoyer. Die Beschuldigten hätten einen «perfiden Plan» geschmiedet. Der Schweizer Ehemann sollte sterben, damit die Frau ihn beerben könnte – zuvor aber wollte sich die Ökonomin aus Rumänien noch ihre erleichterte Einbürgerung in der Schweiz sichern.

Im August 2016 sei der Plan aufgeflogen, «weil die Beschuldigten zu geldgierig waren». Die Frau hatte ihrem Liebhaber, einem glücklosen Gastrounternehmer, die Kreditkarten-Daten ihres Ehemannes gegeben, dieser gab damit mehrere tausend Franken aus. Daraufhin reichte der Geschädigte wegen Kreditkartenmissbrauchs Anzeige gegen Unbekannt ein – die Ermittler kamen auf den Beschuldigten.

Am 12. Dezember soll das Urteil eröffnet werden. Die Staatanwaltschaft fordert 10 Jahre Gefängnis wegen versuchten Mordes für die beiden Angeklagten. Allenfalls wegen Vorbereitungen zum Mord 5 Jahre.

 

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