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CSP-Gemeinderätin zur Steuerpolitik der Stadt Zug Monika Mathers: «Tiefsteuerspirale bringt nur Wirtschaftsflüchtlinge»

2 min Lesezeit 18.12.2018, 20:48 Uhr

In der Stadt Zug wird der Steuerfuss um vier Prozentpunkte gesenkt. CSP-Gemeinderätin Monika Mathers stört sich an der Steuerpolitik in der Stadt. Die Tiefstuerspirale bringe bloss Wirtschaftsflüchtlinge.

Am 11. Dezember verabschiedete der Grosse Gemeinderat Zug einstimmig das Budget 2019. Die Senkung des Steuerfusses um vier Prozentpunkte war bereits im Frühjahr bestimmt worden. Damals nahm der Rat die Finanzstrategie 2019 bis 2025 des Stadtrats zur Kenntnis.

Innerhalb von nur zwei Jahren sank der Stadtzuger Steuerfuss also um ganze sechs Prozent. Nun seien wir wieder an der Spitze und könnten der (Steuer-) Konkurrenz mit anderen Gemeinden oder Kantonen getrost in die Augen sehen, hörte man von bürgerlichen Votanten.

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Doch wir Mitglieder der Fraktion Alternative/CSP können uns nicht so richtig darüber freuen. Diese Tiefsteuerspirale bringt nur etwas: Wirtschaftsflüchtlinge auf drei Ebenen!

Wenn steinreiche, ausländische Privatpersonen oder Konzerne aus Steuergründen nach Zug ziehen, so sind das Wirtschaftsflüchtlinge. Juristische oder natürliche Personen, die aus wirtschaftlichen Gründen lieber bei uns als in ihrem Herkunftsland Steuern bezahlen. Wir gewinnen, die anderen Länder haben das Nachsehen.

Die kapitalstarken Wirtschaftsflüchtlinge, die sich rechtlich in Zug niederlassen, sind bereit, für eine Wohnung im Steuerparadies jeden Preis zu bezahlen. Mieten und Kosten steigen.

Günstiger Wohnraum wird darum immer knapper in der Stadt, so dass viele «normale Familien» es sich nicht mehr leisten können, hier zu wohnen. Sie müssen wegziehen. So werden auch sie zu Wirtschaftsflüchtlingen. Sie flüchten in eine günstigere Wohngegend, wo sie finanziell wieder durchatmen können.

Und die dritten? Sie sind die bekannten Personen, die unter grossen Risiken das europäische Eldorado suchen und an der Grenze schnöde als «nur Wirtschaftsflüchtlinge» zurückgeschickt werden. Wie würde es wohl Ihnen gehen, wenn wir nicht immer noch mehr an unserer Steuerschraube drehen und das Kapital aus ihren Ländern zu uns locken würden?

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen frohe aber auch besinnliche Weihnachten.

Monika Mathers-Schregenberger für die Fraktion Alternative/CSP

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