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«Mohren»-Pächter will nicht mehr
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Für den «Mohren» wird ein neuer Pächter gesucht. Weiterhin setzt das Traditionshaus auf eine gutbürgerliche Küche. (Bild: zvg)

Traditionshaus in Willisau sucht Nachfolger «Mohren»-Pächter will nicht mehr

2 min Lesezeit 08.05.2015, 19:15 Uhr

Waren es unterschiedliche Vorstellungen über die Zukunft? Das Wirtepaar Thomas und Sabine Schramm lässt den Pachtvertrag für das Traditionshaus «Mohren» in Willisau auslaufen. Gleichzeitig hat die Besitzerin des Hauses neue Pläne. Den künftigen Pächter erwartet eine Veränderung.

Alles neu macht der Mai: Das Traditionshaus «Mohren» in Willisau startet im September mit einem neuen Konzept in die Zukunft. Das Gasthaus, welches die Einheimischen den «Möhren» nennen, wird umgebaut. Zudem sucht die Besitzerin nach einem neuen Pächter, weil das bisherige Wirtepaar Thomas und Sabine Schramm den Pachtvertrag nicht verlängern will. Den Grund wollen die beiden nicht öffentlich kommentieren. Wirtschaftliche Gründe sind es kaum, schenkt man dem kürzlich publizierten Inserat der «CAS Architekten» glauben. Seit 2004 ist das Immobilienunternehmen Besitzerin des Hotel-Restaurant Mohren in Willisau.

Das Potenzial den Betrieb nachhaltig und profitabel zu führen sei vorhanden, schreiben sie im Inserat auf der Suche nach einem neuen Pächter. «Wir streben eine langfristige und erfolgreiche Zusammenarbeit mit einem engagierten und kreativen Profi aus der Gastronomie und/oder Hotellerie an», heisst es darin.

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Pachtvertrag läuft Ende Jahr aus 

«Es haben sich bereits einige Bewerber gemeldet», weiss René Chappuis, Vorsitzender der Geschäftsleitung der CAS Immobilien. Entschieden sei aber noch nichts. Dazu ist auch noch Zeit. Der aktuelle Pachtvertrag mit dem Wirtepaar Schramm läuft auf Ende Jahr aus. «Bis im November ist sicher klar, wer die Nachfolge übernehmen wird», so Chappuis.

Mit dem Pächterwechsel wird auch die «Mohre» neu ausgerichtet. «Es wird sicher kein China-Restaurant und keine Pizzeria aus dem Traditionshaus», versichert Chappuis. Dennoch wird sich die Küche leicht verändern. So wolle man den Gastrobetrieb in etwa beibehalten, «einfach etwas qualitativer als bisher.» Chappuis spricht von einer gutbürgerlichen Küche.

Umbau kostet 1 Million Franken

Zusätzlich wird das Hotel umgebaut. So entstehen im ersten Obergeschoss sechs neue Studios. Das Dachgeschoss wurde bereits vor drei Jahren umfassend saniert. Zusätzlich wird der Saal vom Obergeschoss ins Erdgeschoss verlegt. Die Gaststube bleibt so, wie sie ist. «Wir wollen Sorge Tragen zum Traditionshaus, wollen aber mit dem Umbau zeitgemässer werden», erklärt Chappuis. Nach dem Umbau verfügt das Hotel über 19 multifunktionale Studios und eine Juniorsuite. Für den Umbau investiert das Unternehmen rund 1 Million Franken.

«Es ist keine einfache Branche»

René Chappuis, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei CAS Architekten

Scheinbar gehen die Vorstellungen über die Zukunft des Traditionshauses zwischen Pächter und Vermieter auseinander. Das Wirtepaar Schramm wollte den Vertrag nicht erneuern. Man gehe aber nicht im Streit auseinander, sagt Chappuis. «Wir hatten einen Vertrag und es ist das gute Recht des Pächters, diesen nicht mehr zu erneuern.» Es ist keine einfache Branche.

Und wie sieht der ideale Pächter aus? «Es muss ein toller Gastgeber sein, der eine anständige Küche anbietet und den Hotelbetrieb den Kundenbedürfnissen entsprechend führt», erklärt Chappuis.

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