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Mitten in Luzern: Neue Beiz und Wohnungen
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Der «Brünighof» im Quartier Tribschen-Langensand vereint Wohnen, Dienstleistung und Gastro. (Bild: Visualisierung: hoeingvoney Architekten)

Überbauung Brünighof Mitten in Luzern: Neue Beiz und Wohnungen

3 min Lesezeit 1 Kommentar 04.11.2014, 17:17 Uhr

Das Gmür-Areal bekommt ein neues Gesicht. Dort, wo heute im Tribschen-Langensand-Quartier ein Holzschuppen steht, soll bis im Herbst 2016 die Überbauung «Brünighof» realisiert werden. Diese ist nicht nur optisch markant.

Grosse Pläne für das Gmür-Areal: Auf 4’970 Quadratmetern will die TLV Immobilien AG einen Gebäudekomplex samt Innenhof realisieren. Die Unterlagen dazu liegen seit letzter Woche öffentlich auf. 

Dachkonstruktion ragt über Fassade hinaus

Neu gebaut werden drei Gebäude: ein sechsstöckiger Winkel-, ein fünfstöckiger Hofbau und ein zweigeschossiger Atelierbau. Am markantesten ist der Winkelbau optisch an der Kreuzung Brünigstrasse-Kellerstrasse. Laut der öffentlichen Baueingabe ist es den Projektverfassern ein Anliegen, diesen Bereich «als Auftakt zum Quartier räumlich aufzuwerten». Zu diesem Zweck erhält der Winkelbau eine ausgerundete Abschrägung der Fassade. Der Winkelbau ist mit seinen sechs Stockwerken und einem Attikageschoss das höchste Gebäude. Auffällig wird das Dach. Dieses wird über die gerundete Fassade hinausragen und soll so die Hierarchie des Strassenverlaufs betonen. Die offene Platte soll laut Projektbeschrieb gar zum Merkmal werden und eine eigene Identifikation erhalten.

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Ein aufstrebendes Quartier

Das Gebiet Tribschen-Langensand gilt seit einigen Jahren als Wachstumsgebiet der Stadt Luzern. In den letzten 30 Jahren veränderte sich das Gebiet vom ehemaligen Gewerbeviertel hin zu einem modernen Dienstleistungszentrum. Heute zeugen bedeutende Unternehmen wie unter anderem die Suva, die CSS, die Swisscom oder auch die Versicherung Helvetia von diesem Wandel. Mit der Tribschenstadt entwickelte sich das Gebiet ebenso zu einem modernen Wohngebiet. Die TLV Immobilien AG rechnet für die nächsten Jahre mit weiteren Überbauungen in diesem Gebiet. Für ihr Brünighof-Projekt schreibt die TLV deshalb von «günstigen Voraussetzungen, welche wirtschaftlichen Erfolg versprechen».

 Das Gesamtprojekt umfasst vier Bauten. Dies, weil der Gewerbebau von Anton Mazzati an der Brünigstrasse 25 in die Überbauung integriert wird. Das Haus wurde erst 2013 saniert. An der Brünigstrasse 25 sind heute die Caritas Luzern und verschiedene Architekten eingemietet. Alle anderen Gebäude auf dem Gmür-Areal werden abgerissen. Die Parzelle ist im Besitz der TLV Immobilien AG und wird seit Generationen von der Transportfirma Gmür & Co AG genutzt.

Ein neuer Gastrobetrieb

Besonderheiten gibt es auch bei den Nutzungen des Brünighofs entlang der Brünig-, Keller- und Industriestrasse. Insgesamt entstehen 45 Wohnungen – 28 davon im markanten Winkelbau, 9 im Atelier und weitere 8 im Hofbau. Das Projekt ist aber nicht als reine Wohnüberbauung geplant. Auch Büroflächen und gar ein Gastrobetrieb sind vorgesehen. Im Auftrag der Caritas Luzern soll im Erdgeschoss des Hofbaus ­– an der Industriestrasse – ein kleiner Gastrobetrieb eingerichtet werden. «Es ist geplant, dass wir den Betrieb als soziales Projekt im Rahmen der beruflichen Integration führen», sagt Urs Odermatt, Mediensprecher der Caritas Luzern. Weitere Details könne er noch nicht verraten.

Das Projekt umfasst vier Gebäude und einen Innenhof. Die Caritas plant einen Gastrobetrieb. (Visualisierung: hoeingvoney Architekten)

Das Projekt umfasst vier Gebäude und einen Innenhof. Die Caritas plant einen Gastrobetrieb. (Visualisierung: hoeingvoney Architekten)

(Bild: Visualisierung: hoeingvoney Architekten)

Auch mit der Stadt Luzern existieren bereits Verträge: Auf zwei Etagen des Winkelbaus werden für das Alterswohnen der Stadt Luzern Pflegewohnungen mit 22 Pflegeplätzen geplant. Ein Vorvertrag wurde bereits von beiden Parteien unterschrieben.

Abbruch noch im November

Die Zufahrt erfolgt über die Brünigstrasse. Eine unterirdische Einstellhalle bietet Platz für 79 Autos sowie 22 Plätze für Motorräder und Roller. Zudem sind 200 gedeckte Plätze für Velos und Mofas geplant, 115 davon abschliessbar. Alle Nutzflächen bleiben im Besitz der TLV Immobilien AG und werden ausschliesslich vermietet. Der Verkauf einzelner Teile ist nicht vorgesehen. Der Abbruch ist noch diesen November vorgesehen. Nach einer zweijährigen Bauphase soll der Brünighof im Herbst 2016 bezugsbereit sein. Gestaltungs- und Bauplan liegen in der Stadtverwaltung noch bis am 17. November im Stadthaus öffentlich auf.

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1 Kommentare
  1. Markus Aregger, 05.11.2014, 16:52 Uhr

    Coole Sache, aber ich hoffe die neuen Bezüger werden auf die Lärmemissionen von der Bar59 hingewiesen, bevor sie den Mietvertrag unterschreiben.. Das riecht stark nach einer weiteren Boa-Situation..