Mitten im «Disney»-Streit: Rigi Bahnen fahren neuen Rekord ein
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Die Rigi Bahnen haben im letzten Jahr 850'000 Passagiere auf den Berg gebracht. (Bild: zvg)

850'000 Besucher auf der «Königin der Berge» Mitten im «Disney»-Streit: Rigi Bahnen fahren neuen Rekord ein

2 min Lesezeit 04.01.2018, 13:52 Uhr

Inmitten der Debatte um die touristische Zukunft des Berges haben die Rigi Bahnen einen neuen Besucherrekord erzielt. Im letzten Jahr haben 850’000 Gäste die «Königin der Berge» besucht – auch dank dem besten Oktober aller Zeiten.

Die «Königin der Berge» ist so attraktiv wie nie: Die Rigi Bahnen haben im vergangenen Jahr 850’000 Passagiere auf den Berg befördert. Das ist 8,2 Prozent mehr als im Vorjahr – und neuer Rekord, wie die Schweizerische Depeschenagentur mit Veweis auf eine Mitteilung des Unternehmens berichtet.

Dazu beigetragen hat besonders der Herbst. So war der Oktober gemäss einer Mitteilung der Rigi Bahnen der Beste aller Zeiten. Auch an Silvester wollten zahlreiche Menschen in die Höhe: Am 31. Dezember wurden 7’200 Personen befördert.

Wieder mehr auf die Rigi reisten 2017 internationale Gruppen sowie ausländische Einzelgäste. Als Gründe werden die erhöhte Präsenz in den entsprechenden Märkten, Kooperationen mit strategischen Partnern und der Zustrom von Touristen aus Asien genannt.

Streit um die Rigi ausgebrochen

Was für das Unternehmen Grund zur Freude ist, dürfte die Sorge mancher Kritiker bestärken. Denn im letzten Jahr hat sich ein Streit um die touristische Nutzung der Rigi entfacht. Im Herbst haben Anwohner eine Petition gegen die Pläne der Rigi Bahnen lanciert, die von zahlreichen Prominenten unterzeichnet wurde. Sie verlangen, dass die Rigi nicht zu einem «alpinen Disneyland» verkommt. Wortführer René Stettler forderte gar eine Obergrenze von 800’000 Touristen pro Jahr – die nun also bereits überschritten worden wäre.

Er und seine Mitstreiter wehren sich gegen die Pläne der Rigi Bahnen, den Berg besser zu inszenieren. Angedacht ist unter anderem Baumhüttenhotel auf Rigi Kaltbad, ein Aussichtsturm in Form eines Tannzapfens auf Rigi Scheidegg oder eine Erlebnis-Alp mit Schaukäserei und Schnapsbrennerei auf Rigi Staffel. Auf Rigi Kulm möchte man zudem den Sendeturm begehbar machen und den Leuten bei Nebel auf 360°-Monitoren zeigen, welche Aussicht sie verpassen. Damit wollen die Verantwortlichen das Reiseziel unter anderem weniger vom Wetter abhängig machen. Dafür sollen 50 bis 60 Millionen Franken investiert werden. (zentralplus berichtete).

Inzwischen haben sich die beiden Seiten an einen Runden Tisch gesetzt, wo laut einer Mitteilung der IG Rigi Kaltbad-First eine «konstruktive Diskussion» stattgefunden habe. Weitere Austauschrunden sind geplant.

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