Mittagessen auf der Lidowiese? Verkehrshaus Luzern hat jetzt eine Brasserie
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«Savoir-vivre» in Luzern – gibt's erst nach Corona. Die Brasserie im Verkerhshaus wird aktuell als Take-away genutzt. (Bild: Verkehrshaus Luzern)

Neueröffnung trotz Corona Mittagessen auf der Lidowiese? Verkehrshaus Luzern hat jetzt eine Brasserie

3 min Lesezeit 24.03.2021, 12:14 Uhr

Das Verkehrshaus Luzern hat ein neues Gastro-Angebot: eine Brasserie. Weil der Betrieb nach der Eröffnung im Dezember coronabedingt nur acht Stunden geöffnet war, wird das Lokal jetzt für Take-away-Angebote genutzt.

Die Eröffnung der neuen Brasserie im Verkehrshaus fand am 12. Dezember 2020 statt – und dauerte gerade mal acht Stunden. «Der Bund hatte einen neuen Lockdown für den 19. Dezember ausgerufen», erklärt uns Hans Bühlmann, Leiter Gastronomie des Verkehrshauses, auf Anfrage. «Der Kanton Luzern hat die Schliessung aber auf den 12. Dezember vorverschoben, darum kam es zu dieser Kuriosität.»

Seit dem 1. März wird die Brasserie als Take-away-Lokal geführt. Täglich werden zwei neue Menüs angeboten. Auf der restlichen Karte stehen Klassiker wie Pommes, Nuggets, Kalbsbratwurst und Salate. «Die Take-away-Karte repräsentiert jedoch nicht das geplante Brasserie-Angebot», sagt Bühlmann.

Vom Lokal aus blickt man auf den See. (Bild: Verkehrshaus Luzern)

Denn da sollen nach Corona vor allem Spezialitäten mit einer Prise «Savoir-vivre» und typische Brasserie-Gerichte wie Flammkuchen, Cassoulet (Bohneneintopf) und Zitronentartes, aber auch Sharing-Gerichte angeboten werden. «Wir wollen ein breites Spektrum abdecken.»

Planung mit Optimismus

Die Brasserie steht neben dem Museumseingang und bildet die Nachfolge des Restaurants Piccard. Die Idee zu dieser Neulancierung gab es schon 2019. Als Corona dann zuschlug, befand sich der Zürcher Frauenverein, als Betreiber der Gastronomie im Verkehrshaus, im Baubewilligungsverfahren für die Brasserie.

«Wir wollen das Verkehrshaus nach aussen öffnen – auch kulinarisch.»

Hans Bühlmann, Leiter Gastronomie des Verkehrshauses

«Wir haben uns überlegt, das Projekt vorerst zu stoppen, entschieden uns dann aber dagegen», erklärt Bühlmann. «Wir wussten, dass Corona eines Tages wieder verschwinden würde, und blieben optimistisch – auch wenn sich das jetzt etwas länger hinzieht als gedacht.»

Mit dem neuen Lokal und der vorgelagerten Café Bar will das Verkehrshaus aktiv die Reichweite erhöhen. «Wir wollen das Verkehrshaus nach aussen öffnen – auch kulinarisch.»

Darum steht die Brasserie auch für Besucher offen, die keinen Museumsbesuch planen. Ziel soll es sein, sowohl Passanten als auch Anwohnern oder Gästen der Lidowiese eine kulinarische Zwischenverpflegung oder Mahlzeit bieten zu können – und zwar «auf unkomplizierte Weise», wie Bühlmann sagt.

Kleinlaster als Eye-Catcher

Darum wird auch der Terrassenbereich vergrössert. «Wir planen ein Boulevard-Café mit Sitzmöglichkeiten und ohne Konsumationszwang.» Als Eye-Catcher hat sich die Brasserie eine Ape zugelegt – einen dreirädrigen Kleintransporter. «Die Ape verfügt über eine gastronomische Grundausstattung und kann jederzeit für verschiedene Anlässe verwendet werden.»

Mit der Ape auf Blickfang. (Bild: Verkehrshaus Luzern)

So wurde er bisher schon als Dessert-Buffet oder Ausgabestelle für Apéros riches verwendet. Im Sommer soll er dann das Take-away-Geschäft übernehmen und mobil zum Einsatz kommen – beispielsweise für Gäste der Lidowiese.

Kommt das Angebot bisher an? «Im Moment wird das Angebot dank der Museumsöffnung recht gut frequentiert», findet Bühlmann. Trotzdem würde er die Brasserie lieber als normales Restaurant statt eines Take-away-Betriebes sehen.

Während der aktuellen Lage müsse man sich aber mit weniger zufriedengeben. «Darum bin ich froh, dass wir den Betrieb offen haben und die Mitarbeiter beschäftigen können.»

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