Mit viel Moral und Kampf: FC Luzern holt einen Punkt
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Der FCL war nicht bereit, klein beizugeben: Hier duellert sich Stefan Knezevic gegen Luganos Christopher Lungoyi. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

1:1 gegen Lugano Mit viel Moral und Kampf: FC Luzern holt einen Punkt

3 min Lesezeit 1 Kommentar 10.02.2021, 20:17 Uhr

Auf naive Art und Weise brachte sich der abstiegsbedrohte FCL ins Hintertreffen, aber er lehnte sich mit allem, was er zur Verfügung hatte, gegen das drohende Schicksal auf. Deshalb war das ungemütliche 0:1 gegen die Defensivspezialisten aus dem Tessin noch nicht das Ende der Geschichte.

«Aber das ist doch kein Penalty», entfuhr es FCL-Goalie Marius Müller. Schiedsrichter Fedayi San zeigte in 24. Minute nach einer Intervention von Marco Burch gegen Asumah Abubakar im Strafraum der Luzerner auf den Punkt.

Doch die Beschwerde Müllers nützte selbstredend nichts. Denn San lag richtig. Burch, der erstmals seit seiner Knieverletzung in der Startelf der Luzerner stand, fuhr dem früheren Kriens-Angreifer von hinten in die Beine. Abubakar war den Luzernern zuvor bei einer Unachtsamkeit entwischt.

Ex-FCL-Spieler Olivier Custodio verwandelte den Strafstoss souverän zur 1:0-Führung für die Gäste.

Schneetreiben vergrössert Herausforderung

Für den FCL war das ein Nackenschlag. Die in Abstiegsnot befindlichen Luzerner, die am Sonntag in Genf eine 2:4-Niederlage einstecken mussten, waren bis zu diesem Zeitpunkt die bessere und gefährlichere Mannschaft. Aber selbst den strammen Distanzschuss von Martin Frydek entschärfte Luganos Goalie Noam Baumann.

Es ist ohnehin schon eine schwierige Aufgabe, einen Rückstand gegen Luganos Defensivspezialisten noch in einen Punktgewinn zu verwandeln. Und wenn es schneit und der Platz immer tiefer wird wie am Mittwochabend in Luzern, dann wird diese Herausforderung um ein Vielfaches grösser.

Sorgic erbt nach Baumanns ungenügender Abwehr

Kein Wunder deshalb, dass die Luzerner mit Ausnahme eines Schlenzers von Louis Schaub, der auch zu einer Beute Baumanns wurde, bis zur Pause nicht mehr gefährlich in Erscheinung traten. Zwar waren sie weiterhin im Vorwärtsgang, aber eine schlechte Flankenqualität erstickte zumeist die Offensivbemühungen.

Aber es ist den Luzernern nicht hoch genug anzurechnen, dass sie sich gegen das drohende Schicksal auflehnten und nicht bereit waren, klein beizugeben. Dafür gab es in der 54. Minute die Belohnung. Einen Distanzschuss von Filip Ugrinic wehrte Baumann nach vorne ab und Dejan Sorgic vollstreckte zum 1:1.

Zwei FCL-Tore wegen Abseits aberkannt

Mit dem Doppelwechsel der Luzerner – der neuverpflichtete Jordy Wehrmann gab dabei seine Premiere – stellte Trainer Fabio Celestini sein System auf ein 4-4-2 um. Der Impuls half den Luzernern, noch aggressiver und dominanter aufzutreten. Lugano war zumeist nur noch in der eigenen Platzhälfte beschäftigt.

Nachdem Stefan Knezevic mit einem Kopfball die Führung der Luzerner knapp verpasste, zappelte der Ball in der Folge zweimal im Netz der Tessiner. Doch beide Male verweigerte der Spielleiter dem Torerfolg der Luzerner die Anerkennung wegen Abseits.

Der FCL hätte zum Schluss eigentlich als Sieger vom Platz gehen müssen. Aber eine Unachtsamkeit brachte ihn um ein besseres Resultat. Aber ein Punktgewinn ist in der Situation der Luzerner besser als nichts.

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1 Kommentare
  1. CScherrer, 11.02.2021, 08:08 Uhr

    Immer wieder lustig, wie ehemalige Spieler den FC Luzern abschiessen oder – in diesem Fall – beinahe abschiessen.

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