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Mit diesen Kostümen punkten Sie – versprochen!
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Ob Sie in diesem Kostüm Ihre grosse Liebe finden, ist zu bezweifeln. Befolgen Sie darum unsere Verkleide-Tipps und werden Sie erfolgreich. (Bild: fotolia.de )

Der zentralplus-Fasnachts-Verkleidungs-Guide Mit diesen Kostümen punkten Sie – versprochen!

5 min Lesezeit 25.02.2017, 17:00 Uhr

Sie wollen als flauschiger Hase an die Fasnacht und damit sogar Kerle oder Ladys klarmachen? Glauben Sie uns: Sie brauchen unsere Unterstützung. Wir erklären Ihnen, mit welchem Kostüm Sie am schnellsten an Bier, Frauen und philosophische Diskussionen kommen. Und warum Angela Merkel Ihnen zu einer Beziehung verhelfen könnte.

Die Zuger und die Luzerner Fasnacht stehen an. Und damit kommen auch so einige Fasnachtsbälle auf uns zu. Ob es für Sie eine gute oder schlechte Party wird, hängt nicht unwesentlich davon ab, in welches Kostüm Sie sich stürzen.

Was Sie tun müssen? Bevor Sie sich in Ihre Fasnachtsrobe begeben, müssen Sie kurz innehalten und sich Ihres Zieles bewusst werden. Will ich heute Katzen abschleppen? Den Leuten einen Bären aufbinden? Mir den Kater für morgen holen? Wie immer, Partylöwe sein? Über Schrödingers Katze fachsimpeln? Oder lieber Maus spielen und unerhörten Gesprächen lauschen? Alles klar? Dann kann’s ja losgehen.

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«Ich will mich nur betrinken. Möglichst schnell und möglichst gratis.»

Das schamlose Betrinken an der Fasnacht dürfte in den seltensten Fällen ein Problem sein. Dafür braucht es etwas Kohle und ein paar Bars. Die vielen Bestellfreudigen vor der Theke sind jedoch ätzend, im ungünstigsten Fall sind Sie schon wieder nüchtern, sobald Sie bei der Barmaid angelangt sind, und dann dauert die ganze Betrink-Geschichte ewig. Um das zu vermeiden, empfehlen wir daher ein möglichst auffälliges Kostüm. Idealerweise blinkend, so dass sie keinesfalls übersehen werden. Wie wär’s mit einem Gestell, an dem über Ihrem Kopf ein leuchtender Pfeil auf Sie herunterblinkt? Finden Sie peinlich? Ja sagen Sie mal, wie ernst ist Ihnen das wirklich mit dem Betrinken?

Günstig wird’s übrigens, wenn Sie erst rausfinden, welche Bardame oder welcher Barmann Sie für besonders charmant hält. Und dann blinken Sie denen was vor. Hihi, Sie sind ja so kreativ, ach, und so ein lustiges Kostüm, kicher kicher, hier, Long Island Ice Tea, geht aufs Haus. Zweimal blinken und Sie sind blau. Garantiert.

«Ich will über die Gerechtigkeit im Sokratischen Dialog plaudern.»

Das ist einfach. Dazu brauchen Sie bloss ein altes, weisses Bettlaken (die Mitgift der Grossmutter tut’s), ein paar Birkenstocks und den weissen Bart Ihres Samichlaus-Amts.

Sind Sie dann erst mal am Ball, halten Sie Ausschau nach Menschen, die wie diese hier aussehen:

Mit Sigmund Freud, Friedrich Nietzsche und Sokrates ist Fachsimpeln ein Heidenspass.

Mit Sigmund Freud, Friedrich Nietzsche und Sokrates ist Fachsimpeln ein Heidenspass.

(Bild: Wikipedia CC)

Erfolgreich? Dann gehen Sie beispielsweise zu Nietzsche hin und sagen etwas wie: «Rede, damit ich dich sehe.» Kennen Sie nicht? Menschenskind, das ist Ihr eigenes Zitat, Sokrates! Item. Ihr Gegenüber wird verstehen. Und dieser Nietzsche sagt dann so was wie: «Dass die männlichsten Männer herrschen, ist in der Ordnung.» Und je nachdem, wie feministisch Sie drauf sind, prügeln Sie sich, oder Sie diskutieren rege weiter. So geht das.

«Ich such was Festes.»

Zugegeben, nicht die einfachste Aufgabe an der Fasnacht. Unser Tipp: Nutzen Sie Insider-Witze. Ein Beispiel? Als Mann organisieren Sie sich Strubbelfrisur, Rauschebart, Sonnenbrille, Buggy mit (unechtem) Baby drin. Die Kennerin wird Sie gleich als Alan aus dem Film Hangover erkennen. Und sie wird es schrecklich lustig und kreativ finden.

Oder wie wär’s mit weissem T-Shirt, roter Bomberjacke, engen Jeans, Schmalzlocke und einer Glasflasche Milch, an der Sie andauernd nippen? Jede «Denn sie wissen nicht, was sie tun»-Liebhaberin wird Ihnen zu Füssen liegen.

Ihnen ist Politik schampar wichtig? Gehen Sie (vorzugsweise, wenn Sie eine Frau sind, geht aber auch sonst) als Angela Merkel. Blonde Beatles-Frisur, Deux-Pièce, Mundwinkel runter, mit Zeigefinger und Daumen Raute bildend. Sie werden automatisch Gleichgesinnte anziehen.

Wer Ihre Verkleidung versteht, der teilt wahrscheinlich auch Ihren Filmgeschmack und Ihren Humor. Gute Voraussetzungen für «was Festes» also.

«Ich brauche eine/n Gespielen/in für die Nacht – und wirklich nur für die Nacht.»

Dürfen wir so frei sein? Wie sehen Sie denn aus? Einigermassen passabel? Für die Herren gilt: Lassen Sie Ihre Haare ergrauen, krallen Sie sich einen Smoking, ein paar Stangen Nespressokapseln unterm linken Arm, unterm rechten eine Kaffeemaschine. Machen Sie den Hundeblick und wandeln Sie, gemächlich und vor Selbstsicherheit triefend, durch den Ballsaal. Es wird keine fünf Minuten dauern und Sie werden umzingelt sein. Vor allem wohl von Koffeinfreunden, bestimmt aber auch von ein paar jungen und willigen Damen.

Sind Sie eine Frau? Dann suchen Sie den Mann mit der Kaffeemaschine. Was Sie anhaben, ist da ziemlich egal … Am einfachsten haben Sie es mit den üblichen Verdächtigen: Sexy Krankenschwester, Polizistin, Katze und Teufelin sind Evergreens der flachen Kostüme. Vielleicht sollten Sie zu diesem Zweck jedoch auf’s Merkel-Kostüm verzichten.

«Ich will jemanden finden, der mir die Steuererklärung erledigt.»

Sie haben aber Ansprüche. Dennoch rechnen wir uns auch in diesem Fall gute Erfolgschancen aus. Denn bekanntlich sind ja die, die an der Fasnacht überborden, häufig die, welche im Alltag besonders vernünftig sein müssen, also vorzugsweise Banker oder Buchhalter sind. Diese Spezies ist zudem nicht gerade bekannt für ihre Kreativität, deshalb tippen wir auf Lederhosentracht/Dirndl. Wenn der Mann in Lederhosen anfängt, Wodka Redbull auf Ex zu trinken, während er lauthals zur Guggen-Version von «Hulapalu» mitgrölt, sind Sie auf der richtigen Spur.

Und Sie? Verkleiden Sie sich auf Ihrer Pirsch am besten als Warren Buffett. Oder als Erfolgsrechnung mit grossem Gewinn.

 

«Ich hab ‘ne kleine Blase und brauch drum schnellen Zugang zum Klo.»

Da gibt’s nur eine Option. Sie müssen als Putzfrau an die Fasnacht. Nur so kommen Sie unbescholten an den langen Schlangen vorbei und haben eine Ausrede, warum Sie vor allen andern die Klokabine aufsuchen dürfen. Um die Tarnung perfekt zu machen, empfiehlt es sich, einen Wischmob und ein Paar Rollen WC-Papier mitzuführen.

 

«Ich bin asozial und will nur in Ruhe gelassen werden.»

Hier empfiehlt sich ein Ninja-Kostüm. Kein Ex-Freund wird Sie erkennen, auch brauchen Sie sich nicht vor einer unliebsamen Begegnung mit Ihrer Chefin zu fürchten. Und die Schlabberhosen und Gymnastikschlappen sind derart bequem, dass Sie damit stundenlang ungestört tanzen können. Führen Sie idealerweise ein paar Strohhalme mit sich. Weniger, um Giftpfeile zu spucken, sondern vielmehr, damit Sie Ihre Maskerade nicht abnehmen müssen, um Sirup zu schlürfen.

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