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2 Kommentare
  1. Catrin Candreia, 24.03.2016, 18:13 Uhr

    Irina Studhalter hat ihre Angst benannt und damit vorausgesagt, was passieren würde. Die Pöbeleien, die sie nun über sich ergehen lassen muss, geben ihr im Nachhinein doppelt recht. Wenn man dem Islamkenner Jürgen Todenhöfer glaubt, dann erfüllen nicht etwa die vielgeschmähten «Gutmenschen» den Plan der Terroristen, sondern die Rechtspopulisten, die so gerne von “Blindheit” und “Dummheit” schwadronieren. Dabei sind sie sofort bereit, die Spaltung der Gesellschaft weiter voranzutreiben. Denn darum geht es: Der Terror soll Unfrieden stiften! Die Sprücheklopfer und Parolenschreier drehen weiter an der Eskalationsschraube und giessen damit Wasser auf die Mühlen derjenigen, die den Frieden stören wollen. Von wegen Dummheit! Fasst euch an die eigene Nase und probiert’s mal mit Mässigung!

  2. Gian Waldvogel, 23.03.2016, 16:21 Uhr

    Beides ist schrecklich: sowohl islamischer Terrorismus als auch Rechtsexteremismus haben in Europa Menschen auf dem Gewissen. Es ist beides zu kritisieren und mit den richtigen Mitteln zu bekämpfen. Die Gewalttaten von islamischen Terroristen sind auch Produkt der katastrophalen Aussenpolitik Europas und der Vereinigten Staaten im Nahen Osten. Der IS ist insbesondere deshalb derart stark, weil der Irak nach dem Krieg ein politisches Desaster sondergleichen geworden ist und auch in Syrien sterben tausende unschuldige Menschen durch Waffenlieferungen und direkten Beschuss aus Europas Waffenkammer. Dieses Schwarz-Weiss denken der Rechten (Christen gut, Muslime böse) ist nicht zielführend und weit weg von der Realität. Und wenn Irina Studhalter vor rechtem Terror warnt, geben ihr die die Ereignisse der letzten Jahre auch recht (see Breivik, NSU…) Was mir definitiv kein guter Weg scheint, ist, die Menschen auf der Flucht versuchen auszusperrren und für populistische Zwecke zu missbrauchen. Aussperren wird nicht funktionieren (Verzweiflung und Not lassen jede Hürde überwinden), sondern wird eine humanitäre Katastrophe zur Folge haben, viel kosten und langfristig gefährliche Parallelgesellschaften entstehen lassen. Ausserdem wurde der bisherige islamische Terror in Europa, soweit mir bekannt ist, immer von Menschen verursacht, die bereits seit Jahrzehnten in Europa leben oder gar hier aufgewachsen sind. Sie haben sich hier radikalsiert. Das waren keine eingeschleusten Verrückten aus Syrien. Die Menschen aus Syrien, die nun nach Europa fliehen, wollen ja Weg von Terror und Krieg. Wir sollten das Geld in deren Integration investieren, statt wirkungslose Maueren zu bauern und unethische Deals mit der Türkei abschliessen. Eine lebendige, muslimische Gemeinde die gut in der Gesellschaft verankert ist, könnte meiner Meinung nach zukünftig einen präventiven Wirkung gegen islamischen Terror haben. Was viele übersehen: Syrien hatte ein gutes Bildungssystem und viele die nun nach Europa kommen, erhoffen sich eine guten Zukunft fernab von Krieg und sie sind teilweise sehr gut ausgebildet – geben wir ihnen eine Chance, statt sie niederzuknüppeln an der Grenze.