Mini-Bypass in Ebikon hat  kleine Chancen
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So könnte die überdachte Teilstrecke aussehen. (Bild: Planteam S AG)

270 Meter Tunnel durchs Zentrum Mini-Bypass in Ebikon hat kleine Chancen

2 min Lesezeit 09.10.2020, 10:39 Uhr

Das Zentrum von Ebikon soll autofrei werden. Das wünscht sich ein Komitee. Deswegen wollen sie einen Teilabschnitt der Kantonsstrasse überdachen. Die Chance, dass das Projekt zustande kommt, sind eher gering.

Das Komitee «Ebikon lebt» wünscht sich, dass die Kantonsstrasse im Ort auf einer Strecke von 270 Metern in einem Tunnel verschwindet. Quasi ein Mini-Bypass. Ziel der Initianten ist ein autofreies Zentrum zwischen den Knotenpunkten «Sonne» und «Schlössli».

Der Tunnel soll bündig an das Gelände gebaut und oben abgeflacht werden, damit Fläche für Wohnungen und Geschäfte genutzt werden könnte.

Hinter dem Komitee steckt der aus Ebikon stammende Architekt Roland Huwiler wie auch Personen aus CVP-Kreisen, wie die «Luzerner Zeitung» schreibt. Eine entsprechende Initiative fiel zwar durch, eine Machbarkeitsstudie wurde trotzdem erstellt.

Fehlende Flexibilität bemängelt

Mehrere Kommissionen beurteilten die Studie. Das Ergebnis: Die Meinungen sind gemischt. Die Planungs-, Umwelt- und Energiekommission lobt die neue Aufenthaltsqualität, bemängelt aber die fehlende Flexibilität für zukünftige Verkehrsplanungen. Wenig Positives sieht die Fachkommission Ortsentwicklung. Sowohl die Verkehrssituation noch die Integration des Dorfzentrums würden verbessert. Als Alternative schlägt die Kommission eine Aufwertung des betreffenden Abschnittes vor.

Podiumsdiskussion

Am Dienstag, 13. Oktober findet um 19.30 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema in der Turnhalle Wydenhof statt. Anwesend sein werden sowohl Gegner als auch Befürworter des Projekts.

Ähnlich negativ empfindet unter anderem auch die kantonale Denkmalpflege. Sie empfiehlt, das Projekt nicht weiter zu verfolgen. Hat sich das Projekt damit erledigt? Noch nicht ganz. Gemäss der «Luzerner Zeitung» sollen die Ergebnisse nach Abschluss der Vernehmlassung analysiert und zusammengetragen werden. Der Gemeinderat soll dann im Frühjahr 2021 anhand der Erkenntnisse entscheiden, ob das Projekt weiterverfolgt – oder zu Grabe getragen wird.

Kostentechnisch rechnet man anhand der Machbarkeitsstudie mit mindestens 25 Millionen Franken. Pro Jahr kämen gemäss der Zeitung nochmals 30’000 bis 70’000 Franken Unterhaltskosten hinzu.

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