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Militärdrohne im Gebiet Ägerisee abgestürzt
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Eine Drohne des Typs ADS-95 kollidierte nördlich des Ägerisees mit einem Berg. (Bild: Schweizer Luftwaffe )

Kollision mit Berg – Unfallursache noch unklar Militärdrohne im Gebiet Ägerisee abgestürzt

2 Min 20.03.2018, 17:26 Uhr

Im Rahmen einer Trainingsmission kollidierte am Dienstagnachmittag eine Militärdrohne des Typs ADS-95 mit einem Berg nördlich des Ägerisees.

Am Dienstagnachmittag verunfallte eine Drohne der Schweizer Armee im Gebiet nördlich des Ägerisees. Es handelt sich dabei laut Militärjustiz um die Region leicht nordwestlich des Gottschalkenberg. Das Absturzgebiet ist bewaldet und unbesiedelt.

Entsprechend schwierig gestalte sich die Bergung. «Das Gebiet ist zu Fuss nur schwer zugänglich. Deshalb ziehen wir eine Bergung per Helikopter in Betracht», sagt Militärsprecher Daniel Reist. Diese soll ab Mittwoch stattfinden. Abgesehen von ein paar abgebrochenen Ästen sei an der Absturzstelle nicht viel zu sehen, lässt die Militärjustiz auf Anfrage verlauten. Eine vorläufige Beweisaufnahme durch einen militärischen Untersuchungsrichter sowie eine Flight Safety Investigation wurden eingeleitet. 

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Die abgestürzte Drohne ist 4,61 Meter lang und hat eine Spannweite von 5,70 Metern. Das Flugobjekt wiegt 275 Kilogramm. Die Einsatzhöhe liegt im Idealfall zwischen 1’000 und 3’000 Metern über Boden.

Unfallursache unklar

Reist erklärt auf Anfrage, dass man noch nichts genaues zur Unfallursache sagen könne. Derzeit seien die Spezialisten der Militärjustiz vor Ort und untersuchten den Fall. Es sei indes nicht das erste Mal, dass ein solches unbemanntes Flugzeug verunfallt. «Solche Drohnenabstürze gab es bereits in der Vergangenheit, doch sind sie extrem selten», so der Sprecher. So seien diese unbemannten Drohnen als ähnlich sicher einzustufen wie Flugzeuge. «Sie werden von ausgebildeten Piloten gesteuert. Auch wenn diese vom Boden aus arbeiten», so Reist.

Die Drohnen der Schweizer Armee seien nicht immer in unbewohntem Gebiet unterwegs, erklärt uns Reist. «Insbesondere werden sie in Grenzgebieten verwendet, um illegale Grenzeintritte zu erkennen. Oder aber bei grossen Menschenansammlungen.»

Verantwortung bei der Luftwaffe

1995 hatte die Luftwaffe für 450 Millionen Franken das unbemannte Aufklärungs-Drohnen-System (ADS) beschafft, das unter anderem 28 Drohnen umfasste. Die Schweizer Armee hat heute 23 Drohnen, neun davon sind nicht in Betreib. Der Wert einer Drohne beläuft sich auf mehrere 100’000 Franken.

Die Zuger Polizei bestätigt den Absturz. Man sei als erste Instanz benachrichtigt worden und auch vor Ort, doch die Verantwortung liege klar bei der Schweizer Luftwaffe. Deshalb dürfe die Polizei auch keine Auskunft geben.

 

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