Migros Luzern macht Blumenläden ab Donnerstag dicht
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Ab Donnerstag gehen in der Migros Schönbühl und andernorts keine Blumen mehr über den Ladentisch. (Bild: leserfoto)

Anordnungen werden endlich umgesetzt Migros Luzern macht Blumenläden ab Donnerstag dicht

2 min Lesezeit 11 Kommentare 18.03.2020, 18:00 Uhr

Laut Anordnung des Bundesamtes für Gesundheit dürfen seit Dienstag nur noch Waren für den täglichen Gebrauch verkauft werden. Doch die Migros in Luzern bot weiterhin Blumen zum Kauf an. Ab morgen Donnerstag ist damit aber definitiv Schluss.

Ein zentralplus-Leser wunderte sich am Mittwochmorgen beim Einkaufen im Schönbühl. Die Migros hatte nicht nur ihren Blumenladen geöffnet, auch kümmerte das Verkaufspersonal das gebotene Social Distancing in Zeiten des Corona-Virus nicht gross.

Dabei gehören Blumen und auch Kleider nicht zu den Waren des täglichen Gebrauchs. Nur wer solche anbietet, darf den Laden offen haben. Das gilt seit Montag um Mitternacht und der vom Bundesrat ausgerufenen Notlage, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen.

Floristenverband fühlt sich verschaukelt

Kleine Blumenfachgeschäfte haben sich an die Anordnung gehalten. Grossverteiler wie die Migros oder Coop hingegen nicht. Das ist dem Schweizer Floristenverband sauer aufgestossen, wie Geschäftsleiter Urs Meier der SRF-Sendung «espresso» sagte: «Wir finden das extrem stossend.» Und er forderte: «Die Grossverteiler sollen sich an die Verordnung des Bundesrats halten und entsprechend die Bereiche mit den Blumen absperren.»

«Blumen und so weiter verkaufen wir ab morgen Donnerstag vorläufig keine mehr.»

Ein Sprecher der Migros

In diesem Bericht entgegnete die Migros, dass man derzeit noch keine einheitlichen Lösungen habe. Man sei aber in engem Kontakt mit den Bundesbehörden und Branchenvertretern.

Einsehen bei der Migros

Am frühen Mittwochnachmittag ergab eine Anfrage von zentralplus bei der Migros Luzern: «Einhergehend mit der Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus des Bundesrates schliessen wir jene Bereiche unserer Supermärkte, die keine Lebensmittel oder Gegenstände für den täglichen Bedarf anbieten.»

Bei der Migros hat man eingesehen, dass die Vorgaben klar seien. «Wir setzen diese loyal um. Blumen und so weiter verkaufen wir ab morgen Donnerstag vorläufig keine mehr.»

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11 Kommentare
  1. Jürg Pfister, 24.03.2020, 20:16 Uhr

    Gerade jetzt wo viele Leute, besonders Aeltere sich zuhause mit Garten und Blumen beschäftigen könnten sperrt man den Verkauf von Garten- und Blumenartikeln. Völlig fraglich!! Das würde vorallem auch die Moral stützten! Und die Leute im gefahrenlosen Bereich frische Luft tanken lassen.

  2. Anna, 21.03.2020, 12:56 Uhr

    Was passiert mit all den Blumen und Pflanzen? Werden diese etwa weggeworfen!!! Jetzt wo sie Farbe und Freude in den düsteren Alltag bringen könnten. Die Grossverteiler verkaufen neben Lebensmittel immer noch Kosmetika, Osterdeko Papierservietten und vieles mehr, das nicht zu den Waren des täglichen Verbrauchs gehören. Das ist doch lächerlich oder etwa Sturheit?

  3. Silvia rose, 21.03.2020, 03:04 Uhr

    Ich will wieder Blumen kaufen ihr könnt uns doch nicht alles nehmen

  4. Margrit Ackermann, 20.03.2020, 14:56 Uhr

    Ich frage mich, warum keine Blumenläden mehr offen sein dürfen. Die könnten ja das gleiche System wie bei den grossen Märkten anwenden. Nicht zuviele Personen im Laden!

  5. lena, 20.03.2020, 07:30 Uhr

    Ich wollte nebst den Lebensmittel meiner Nachbarin 86 eine Freude machen und bekam bei coop keine Blumen mehr bei der Migros nebenan hatte ich Glück- Aber auch da wurde gerade alles zugemacht….schade! Dass der Floristenverband nicht an die sonnigen Momente der Bürger sondern nur an de eigene Situation denkt.. passt nicht in diese nationale Notlage – werde wohl wenn es vorbei ist mal die Floristen nicht besuchen.

  6. Rosa Appelt, 19.03.2020, 13:59 Uhr

    Gerade jetzt wären Blumen sehr nötig wo die meisten Menschen zu Hause sitzen müssen.
    Ich finde das überhaupt nicht recht . Blumen sind wichtig zum aufheitern & sich erfreuen das fehlt jetzt. Auch kranke Menschen brauchen Trost mit Blumen.

    1. Margrit Ackermann, 20.03.2020, 14:57 Uhr

      Das ist genau auch meine Meinung!!!

    2. allyourbasearebelongtous, 20.03.2020, 22:53 Uhr

      Am besten von unwissend infizierten Leuten geschnitten und gesteckt, und dann intensiv dran gerochen.

  7. Remo, 18.03.2020, 23:26 Uhr

    @ Paul Bründler

    Weil das so in der Verordnung steht und nur die Grundversorgung abgedeckt werden darf. Außerdem kommt dann der Baumarkt mit der Argumentation, wenn der darf dann will ich auch…!
    Und ganz ehrlich, wir haben doch aktuell andere Probleme zu lösen als das von ihnen beschriebene!

  8. Paul Bründler, 18.03.2020, 20:30 Uhr

    Das Abdecken von gewissen Regalen wie z.B. bei Landi ist bescheuert.
    Was soll diese Vorschrift bringen?
    Wenn ich im Laden bin und Kartoffeln kaufe, warum darf ich dann nicht ein paar Schrauben mit kaufen, die ja dort lagern unter der Abdeckung.
    Was hilft das?

    1. Fox, 19.03.2020, 01:20 Uhr

      Landi-Angebot verkleinern durch Abdeckung/Absperrung: Die Massnahme dient dazu, dass weniger Leute im Laden verkehren. Nämlich nur jene, die Lebensmittel kaufen wollen. Kommen jene dazu, die Hartwaren oder Pflanzen, Blumen etc. einkaufen gehen, so vergrössert sich die Anzahl der Personen und die Aufenthaltsdauer vor Ort. Verständlich.

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