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Trotz des guten ersten Halbjahrs: Metall Zug Gruppe zittert nach dem Brexit

2 min Lesezeit 22.08.2016, 07:22 Uhr

Es läuft gut für die Metall Zug Gruppe. Das Unternehmen erzielte im ersten Halbjahr 2016 mit über 440 Millionen Franken einen knapp 3,5 Prozent höheren Bruttoumsatz als noch im Jahr zuvor. Jetzt wurde auch das Konzernergebnis erhöht. Aber für das zweite Halbjahr ist noch einiges unklar.

Erneut gibt es positive Meldungen von der Zentralschweizer Wirtschaft. Nachdem letzte Woche schon die Hochdorf Gruppe ein gutes erstes Halbjahr vermeldete (zentralplus berichtete), zieht nun auch die Metall Zug Gruppe nach. Im ersten Halbjahr 2016 habe man den Bruttoumsatz auf gut 440 Millionen Franken steigern können, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Das sei im Vergleich mit dem Vorjahr einen knapp 3,5 Prozent höheren Bruttoumsatz.

Eurokrise überwunden?

Alle Geschäftsbereiche hätten ihren Bruttoumsatz steigern können. Das Betriebsergebnis der Gruppe liegt bei gut 31 Millionen Franken. Stand die Vorjahresperiode ganz im Zeichen der Aufhebung des Euro-Mindestkurses, so konn­ten im ersten Halbjahr 2016 in allen Geschäftsbereichen operativ und strategisch erfreuliche Fortschritte erzielt werden, schreibt die Metall Zug Gruppe in einer Mitteilung.

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Der Geschäftsbereich Haushaltapparate habe seine Marktstellung in der Schweiz gefestigt und parallel dazu die Internationalisierung vorangetrieben. Der Geschäftsbereich Infection Control habe nebst der nach Plan verlaufenden Restrukturierung mit Investitio­nen in die Marktentwicklung das Fundament für das künftige Wachstum gelegt. Der Geschäftsbereich Wire Processing habe seine Supply Chain optimiert und verzeichne weitere Fortschritte im Projektgeschäft, so das Unternehmen.

Invesititionen in die Zukunft

Im zukünftigen Technologiecluster Zug sollen Synergien geschaffen und Know-how gebündelt werden, um den Produktionsstandort von V-ZUG in Zug und den Industriestandort Zug zu stärken. Ein erster Teil des neuen Montage- und Logistikgebäudes «Mistral» am Standort Zug habe bereits den Betrieb aufgenommen, wie das Unternehmen mitteilt.

Weiter sei geplant, für das Segment Spülen gemeinsame Forschungs- und Testlabors für V-ZUG, Gehrig und Belimed einzurichten. Damit sei bereits ein Grundstein für den Technologiecluster Zug gesetzt. Unterstützt werde dieses Bestreben auch mit dem «Kompetenzzentrum industrielle Bildung» (KiB), einer Kooperation von V-ZUG mit Siemens zur Ausbildung junger Fachkräfte in acht verschiedenen Berufen, so die Gruppe.

Brexit, Arealverkauf: Noch sind nicht alle Unsicherheiten geklärt

Das Unternehmen schätzt, dass auch das zweite Halbjahr 2016 Marktunsicherheiten beinhalten dürfte. Noch sind die Auswirkungen des Brexit auf das wirtschaftliche Umfeld und damit auf das Wachstum im EU-Raum und in der Schweiz unklar. Dieser könnte aber Einfluss auf die Gruppe haben. Zudem musste das Areal von Belimed in Ballwil verkauft werden.

Falls sich das wirtschaftliche Umfeld und die Währungssituation nicht wesentlich verändern und keine ausserordentlichen Ereignisse eintreten, erwartet die Metall Zug Gruppe für das gesamte Jahr 2016 ein über dem Vorjahr liegendes Betriebsergebnis (EBIT). Das Finanzergebnis für das Jahr 2016 hänge dagegen von der weiteren Entwicklung der Finanzmärkte und der Währungskurse ab.

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