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Mein Kühlschrank: Früchte, viel Gemüse und kein Alkohol
  • Regionales Leben
Tefik Bajrami bereitet sich derzeit auf seinen Kampf Anfang Oktober im Kosovo vor. (Bild: giw)

Serie Teil 5: Tefik Bajrami, Boxer und Unternehmer Mein Kühlschrank: Früchte, viel Gemüse und kein Alkohol

3 min Lesezeit 22.08.2017, 12:26 Uhr

Neben seiner Profi-Karriere als Boxer führt Tefik Bajrami eine Kampfsportschule und eine Sicherheitsfirma. Der Erfolg des frisch gekührten WBU-Weltmeisters, der im Kosovo geboren wurde und nun in Luzern lebt, kommt nicht von ungefähr: Bereits sein Kühlschrank zeugt von eiserner Ernährungs-Moral.

«Die Migros ist nur ein paar Schritte entfernt von unserer Wohnung in Reussbühl, das ist sehr praktisch. Das heisst, der Einkauf gestaltet sich schnell und unkompliziert. Wir müssen fast nichts wegschmeissen, weil wir unsere Kommissionen immer nach Bedarf erledigen.

Ich koche nicht so oft, meist sind meine kasachisch-deutsche Frau oder meine Schwiegermutter fürs Essen zuständig. Aber wenn ich etwas zubereite, dann sind es meistens gesunde und wenig fettige Gerichte. Das ist sehr wichtig beim Boxen.

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Da jubelt jeder Ernährungsberater: Der Kühlschrank von Tefik Bajrami.

Da jubelt jeder Ernährungsberater: Der Kühlschrank von Tefik Bajrami.

(Bild: zvg)

 

Abnehmen für den Wettkampf

Bereits befinde ich mich in der Vorbereitung für meinen nächsten Wettkampf am 7. Oktober in meiner kosovarischen Heimat. Ich trainiere derzeit täglich. Vor Wettkämpfen reduziere ich schwere Mahlzeiten mit viel Teig auf ein Minimum und auch Brot esse ich wenig. Dafür viel Fleisch und Teigwaren. Denn ich muss von meinen üblichen 93 Kilo auf das Kampfgewicht von maximal 90,7 Kilo kommen.

Deshalb ist auch mein Kühlschrank voll mit frischen Früchten und Gemüsen. Bananen mag ich besonders gern. Ausserdem finden sich viele Joghurte, etwas Fleisch und Magerquark in unserem Kühlschrank.

Die Kühlschrank-Reihe von zentralplus

Du bist, was du isst: In diesem Sinne steckt zentralplus seine neugierige Nase in die Kühlschränke von Zuger und Luzerner Persönlichkeiten. In einer losen Reihe fragen wir nach kulinarischen Vorlieben und Abgründen. Dabei ist Authentizität Ehrensache: Vor unserem Besuch ist Aufräumen tabu.

Persönlich hat es mir besonders die thailändische Küche sehr angetan. Die ist relativ leicht und bekömmlich. Manchmal macht meine Frau eine Borschtsch, eine Randensuppe die unter anderem in Russland verbreitet ist. Oder wir bereiten ein kosovarisches Gericht wie Laknur, eine Teigtasche gefüllt mit Käse und Spinat. Ansonsten essen wir sehr schweizerisch, beispielsweise Rösti, Zürcher Geschnetzeltes oder Raclette.

Nüsse und Rosinen zum Naschen

Wir essen oft im Kreis der Familie, also ich, meine Frau und meine fünfjährige Tochter. Das ist mir sehr wichtig. Eigentlich gibt es in meinem Kühler nichts, wofür ich mich schämen würde. Was wir nicht haben im Haushalt ist Alkohol und Schweinefleisch. Nicht ausschliesslich aus religiösen Gründen, auch weil ich es ungesund finde. Nur selten sitze ich vor dem Fernseher, aber wenn ich dann etwas naschen will, sind es meistens Nüsse und Rosinen.

Neben dem Boxen betreibe ich ein Kampfsport-Dojo und eine Sicherheitsfirma. Weniger bekannt ist hingegen, dass ich derzeit auch ein Studium an einer Fernuniversität im Kosovo absolviere. Seit früher Kindheit interessiere ich mich für Politik und absolviere seit 2011 einen Bachelor in Politikwissenschaften.

Der Sport hält einem im Kopf fit, doch leider komme ich derzeit nicht so schnell voran mit meiner Ausbildung, weil ich sonst viel um die Ohren habe. Nächstes Jahr möchte ich aber endlich abschliessen. Ich bin nun 40 Jahre alt und in Topform. Wenn ich mal aufhöre mit Boxen, kann es durchaus sein, dass ich mich vielleicht noch für eine gute Sache engagiere.»

Tefik Bajrami

Der 40-jährige Kosovare Tefik Bajrami feierte im April 2017 seinen bisher grössten Erfolg als Boxer: «The Hurrican» gewann in Kriens mittels technischem K.o. und wurde damit der neue World-Boxing-Union-Weltmeister (WBU) im Cruisergewicht. Er lebt zusammen mit seiner kasachischen Frau und seiner Tochter in Reussbühl. Neben seiner Karriere führt er in Luzern zusammen mit seinem Bruder Xhavit Bajrami eine Kampfsportschule und ist Geschäftsführer einer Sicherheitsfirma. Neben Deutsch spricht er vier weitere Sprachen fliessend. Nächstes Jahr möchte er seinen Bachelor in Politikwissenschaften abschliessen

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