Mehrere verletzte Kinder: Stadt Kriens steht wegen Rampe bei Schulhaus in der Kritik
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An dieser Gitterrost-Rampe haben sich mehrere Kinder verletzt. (Bild: Lesereporter)

Schnittwunden und Schürfungen Mehrere verletzte Kinder: Stadt Kriens steht wegen Rampe bei Schulhaus in der Kritik

2 min Lesezeit 2 Kommentare 23.04.2021, 19:00 Uhr

Eine Zugangsrampe beim Schulhaus Kuonimatt hat wiederholt für Blessuren und Ärger gesorgt. Die Stadt Kriens hat Kenntnis von der «Problemrampe» – und prüft mehrere Lösungsansätze.

Kinder legen dann und wann eine Bauchlandung hin. Das liegt in der Natur der Sache. Meistens sind die erlittenen Blessuren mit etwas gutem Zuspruch und einem bunten Pflästerli erledigt. Beim Schulhaus Kounimatt in Kriens hat sich die Kadenz der erlittenen Stürze und Schürfungen aber scheinbar auffällig erhöht.

Leser melden zentralplus, dass sich an einem dort installierten Bodengitter mehrere Kinder Schnittwunden zugezogen hätten, die genäht werden mussten. Die Stadt Kriens bestätigt auf Anfrage, dass es zu Vorfällen gekommen ist. «Wir haben Kenntnis von Fällen, bei denen Kinder auf der Zugangsrampe zum Schulmodul stolperten oder stürzten und sich dabei Schürfungen oder Schnittwunden zuzogen», sagt Benedikt Anderes, Medienbeauftragter der Stadt Kriens.

Gummimatte soll Abhilfe schaffen

Die Vorfälle seien bedauerlich, sagt Anderes. «Wir unternehmen aber viel, um Schul- und Freizeiträume möglichst sicher zu gestalten.» Die Zugangsrampe ist ein Gitterrost, der installiert wurde, um den Niveauunterschied zwischen der oft sumpfigen Wiese und dem Schulhaus barrierefrei zu ermöglichen. 

«Wir haben inzwischen Offerten vorliegen, den Gitterrost mit einer Gummimatte abzudecken.»

Benedikt Anderes, Medienbeauftragter der Stadt Kriens

Gemäss Anderes wurden bereits Abklärungen getroffen, um die «Problemrampe» zu entschärfen: «Wir haben inzwischen Offerten vorliegen, den Gitterrost mit einer Gummimatte abzudecken. Allerdings darf diese Gummimatte dann nicht zu einer erneuten Stolperfalle werden und muss entsprechend fixiert sein. Daran wird zurzeit noch gearbeitet.»

Komplette Neugestaltung wird geprüft

Neben dieser kurzfristigen Lösung stünden auch andere Ansätze im Raum. Diese reichten bis hin zu einer kompletten Neugestaltung des Eingangsbereichs. Um einen besseren Zugang zu erstellen, müsste eventuell ein neues Fundament erstellt werden. «Die Umsetzung dieser Ansätze ist aber von den weiteren Entscheiden in der Schulraumplanung in der Kuonimatt abhängig, die aktuell läuft.»

Wieso aber wurde die Lösung mit dem relativ scharfen Gitterrost, der nun zur schmerzhaften Stolperfalle geworden ist, überhaupt gewählt? «Der Gitterrost ist gebräuchlich und wird oft eingesetzt», sagt Anderes und verweist auf ähnliche Rampen beim Schulhaus Krauer und bei diversen Bergbahnen. «Der Rost hat neben dem behindertengerechten Zugang auch den Vorteil, dass er als Schmutzschleuse wirkt, weil Schmutz an den Schuhen durch den Rost gelöst und vor dem Zutritt ins Schulhaus entfernt wird.»

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2 Kommentare
  1. Kasimir Pfyffer, 23.04.2021, 19:23 Uhr

    Selbstverständlich gibt es Gitterroste von Anfang an auch mit entgrateten Kanten. Das kostet aber etwas. Iiiiiih !!

  2. autsch, 23.04.2021, 19:23 Uhr

    krasser rost. gibt es diesen auch an anderen orten oder ist das die erste rampe dieser art?

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