Mehrere Luzerner Gemeinden planen Tempo 30 auf Kantonsstrassen
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Auf der Bernstrasse ist Tempo 30 geplant. (Bild: giw)

Wie sicher ist das? Mehrere Luzerner Gemeinden planen Tempo 30 auf Kantonsstrassen

2 min Lesezeit 2 Kommentare 02.09.2020, 08:02 Uhr

In Adligenswil wird schon bald eine 30er-Zone durch das Dorf führen. Es ist nicht die einzige Luzerner Gemeinde, die das Tempo drosseln will.

Um die Sicherheit und den Lärmschutz zu verbessern, will Adligenswil noch in diesem Jahr auf der Durchfahrtsachse Tempo 30 einführen. Die Bewilligungsgesuche lagen bis am Dienstag auf (zentralplus berichtete). Die Gemeinde ist damit zwar Vorreiterin, doch andere sind bereits auf den Geschmack gekommen.

Selbst die Stadt Luzern erwägt die Einführung von Tempo-30-Strecken auf Kantonsstrassen. Als Beispiel nennt Roland Koch vom Tiefbauamt gegenüber der «Luzerner Zeitung» die Bernstrasse mit ihrer relativ schmalen Fahrbahn und den Velostreifen. Auch die Trottoirs sind nicht überall breit. «Aus Sicht der Stadt Luzern drängt sich hier Tempo 30 aus Gründen der Verkehrssicherheit auf», sagt Koch. Die Umwelt- und Mobilitätsdirektion der Stadt hat beim Regierungsrat bereits 2019 einen entsprechenden Antrag gestellt (zentralplus berichtete). Weitere Strassenabschnitte in der Stadt Luzern, auf denen laut dem Stadtrat Tempo 30 Sinn ergeben würde, wären die Zürichstrasse, die Haldenstrasse und die Baselstrasse.

Tempo 30 auf Kantonsstrassen birgt auch Gefahren

Schon länger ein Thema ist Tempo 30 auf der Luzernerstrasse in Oberkirch. In Malters ist eine Geschwindigkeitsreduktion auf der Luzernerstrasse, der Schwarzbergstrasse und der Hellbühlstrasse bereits in Planung. Der Kanton muss derzeit auch Gesuche aus Vitznau und Schongau prüfen. Zudem möchte Rothenburg eine 30er-Strecke einrichten, und zwar im Flecken, wo ohnehin eine Strassensanierung geplant ist.

Die Temporeduktion auf Kantonsstrassen müssen aber wohlüberlegt sein, findet der TCS. Einerseits könne es zu schweren Unfällen kommen, wenn lediglich die 50er-Schilder durch 30er-Tafeln ausgetauscht würden und auf bauliche Massnahmen verzichtet werde. Gleichzeitig könnte der Verkehr vermehrt auf Quartierstassen ausweichen.

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2 Kommentare
  1. Seifenspender aus Messing, 03.09.2020, 06:03 Uhr

    Danke sehr gut

  2. Andreas Peter, 02.09.2020, 09:23 Uhr

    Was daran auch gefährlich ist: Mit den 25 km/h E-Bikes auf den Strassen, dauern Überholvorgänge mit dem Auto in 30er Zonen „ewig“, wenn man sich an das Tempolimit hält. Das führt zwangsläufig zu brenzligen Situationen und Stress insbesondere bei den meistens noch verengten Strassen.
    Mit Verkehrssicherheit soll mir da niemand kommen, das ist nur gefährlich und schikanös für alle Verkehrsteilnehmer.

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