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Mehrere Einsprachen: Bauer Hofer zieht Baugesuch für Schweine-Iglus zurück
  • Gesellschaft
Kaspar Hofer mit Kälbchen Palmina. (Bild: ida)

Nach Krach wegen Gestank in Meggen Mehrere Einsprachen: Bauer Hofer zieht Baugesuch für Schweine-Iglus zurück

2 min Lesezeit 2 Kommentare 20.05.2020, 11:31 Uhr

Die Bauernfamilie Hofer aus Meggen wollte nach dem Krach wegen des Schweinegestanks mobile Schweine-Iglus bauen. Der Kanton hat das Gesuch negativ beurteilt, zudem sind rund zehn Einsprachen eingegangen. Deswegen zieht die Bauernfamilie das Baugesuch zurück.

Der Gemeinderat Meggen verfügte vor einem Jahr, dass die Bauernfamilie Kaspar Hofer die Schweinehaltung im bestehenden Stall an der Allmendgasse in Meggen bis am 31. Mai 2020 stilllegen muss.

Deswegen reichte die Bauernfamilie Hofer vor einem Monat ein Baugesuch für eine vorübergehende Freilandhaltung der Schweine in mobilen Iglus ein. So wollten sie den Tierbestand bis zur geplanten Erstellung eines Neubaus erhalten (zentralplus berichtete).

Gesuch kann nicht bewilligt werden

Die Prüfung des Bauvorhabens durch die kantonalen Fachstellen ergab, dass das Gesuch in der vorliegenden Form nicht bewilligt werden kann, teilt die Gemeinde Meggen am Mittwoch mit. Für die geplante Haltung der Schweine bräuchte es mehr Landflächen, da die temporäre Freilandhaltung bei steilen Hanglagen nicht zulässig sei und die Pausen zwischen den Belegungen genügend lang sein müssten, damit sich der Boden von der Belastung erholen könne.

Zudem sind gegen die geplante Freilandhaltung insgesamt zehn Einsprachen eingegangen, so die Gemeinde Meggen weiter.

Baugesuch wird zurückgezogen

Aufgrund der negativen Beurteilung sowie der Einsprachen hat sich die Familie Hofer entschieden, das Baugesuch für die temporäre Freilandhaltung der Schweine zurückzuziehen. Sie möchte sich auf das langfristige Projekt – nämlich den Bau eines neuen Stalles an einem neuen Standort – konzentrieren. So will die Familie die Zukunft des Hofes sichern.

Schweinestall wird stillgelegt

Weil das eingereichte Baugesuch für die temporäre Freilandhaltung in dieser Form vom Kanton und der Gemeinde nicht bewilligt werden kann, ist ein Erhalt des Tierbestandes auf dem jetzigen Betrieb nicht möglich. Die Bauernfamilie Hofer teilte dem Gemeinderat Meggen mit, dass sie den bestehenden Schweinestall deswegen bis am 31. Mai stilllegt.

Die Familie Hofer bewirtschaftet seit sieben Generationen den Hof Hochrüti in Meggen. Zum Krach kam es, weil Anwohner, die in unmittelbarer Nachbarschaft leben, sich beklagten, dass der Schweinestall stinken würde (zentralplus berichtete).

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2 Kommentare
  1. Anonym_2, 22.05.2020, 17:45 Uhr

    Hr. Hofer hat über Jahre den Stall an mehreren Standorten ohne Bewilligung ausgebaut. Neben den baulichen Veränderungen hat er für die Zuchtschweine auch keine Bewilligung. Durch die sehr einseitige Berichterstattung wird der Bauer als Opfer dargestellt und Werbung für sein Crowdfunding gemacht. Spendet das Geld besser an denjenige, welche sich an das Gesetz halten.

  2. Anonym, 20.05.2020, 15:38 Uhr

    was nicht erwähnt wird: Beklagt haben sich die Nachbarn, weil der Schweinestall augebaut wurde. Vorher hatte er nur 5 Schweine und hat dann ohne Bewilligung auf 20 ausgebaut.

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