Mehr Personal für das Luzerner Contact Tracing
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Das Luzerner Contact Tracing hat derzeit alle Hände voll zu tun. (Symbolbild) (Bild: Unsplash/Pascal Brändle)

Nach Kritik aus dem Kantonsrat Mehr Personal für das Luzerner Contact Tracing

2 min Lesezeit 16.09.2021, 08:55 Uhr

An der Kantonsratsession wurde diese Woche Kritik am Contact Tracing geübt, welches überlastet und darum zu langsam sei. Nun reagiert der Kanton und stellt zusätzliches Personal ein. Die Situation bleibt jedoch herausfordernd.

Mit einer dringlichen Motion forderte SP-Kantonsrat die Luzerner Regierung dazu auf, die Teststrategie an den Schulen zu überarbeiten. Hintergrund dieser Motion waren Berichte von Schulen, wo Schülerinnen teilweise tagelang in Isolation auf ihr Testergebnis warten mussten (zentralplus berichtete).

In der Motion inbegriffen war auch die Kritik am Contact Tracing, welches aufgrund der hohen Fallzahlen in Luzern überlastet ist und darum nicht schnell genug reagieren kann. Diese Kritik kam nicht nur von SP-Seite, sondern auch bürgerliche Parteien im Kantonsrat stimmten zu, dass das Luzern Contact Tracing derzeit zu langsam funktioniere.

Wie David Dürr, Leiter der kantonalen Dienststelle Gesundheit und Sport, gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz» bestätigt, reagiert der Kanton nun auf die Kritik aus dem Parlament. So wurde das Contact Tracing um vier weitere Personen auf nun insgesamt 61 Mitarbeiterinnen aufgestockt.

Wöchentliche eine neue Situation

Doch Dürr führt weiter aus, dass es schwierig sei, eine ideale Anzahl Mitarbeiter im Contact Tracing zu definieren. Die Situation müsse wöchentlich neu eingeschätzt werden, abhängig von der aktuellen Anzahl Corona-Fälle sowie den weiteren Tätigkeiten, die das Contact Tracing erledigen muss.

Denn im Gegensatz zu anderen Kantonen ist das Luzerner Contact Tracing nicht nur für die telefonische Betreuung erkrankter Personen sowie deren Umfeld zuständig. Die Kontaktstelle funktioniert zudem auch als Hotline für Fragen aus der Bevölkerung zu verschiedenen Themen im Zusammenhang mit dem Coronavirus, wie beispielsweise Impfungen oder die Durchführung von Veranstaltungen. Allein in dieser Funktion erreichen das Contact Tracing täglich rund 2’000 Anrufe.

Weil der Kanton derzeit nicht mit einer plötzlichen Abnahme des Ansturms auf das Contact Tracing rechnet, sucht er eine weitere Mitarbeiterin. Allerdings muss diese eine medizinische Ausbildung haben

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