Besonders Jugendliche haben während Corona den Job verloren
  • Wirtschaft
Martin Bucherer, Geschäftsleiter WAS wira und Regierungsrat Guido Graf bei der Pressekonferenz vom Donnerstag. (Bild: bic)

Kanton Luzern zieht Bilanz Besonders Jugendliche haben während Corona den Job verloren

2 min Lesezeit 1 Kommentar 15.10.2020, 14:57 Uhr

Zurzeit sind im Kanton Luzern rund 9’000 Personen auf Stellensuche. Das sind über 2800 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr.

Jugendliche im Alter zwischen 15 und 24 Jahren, welche sich in einem Praktikum oder in einem temporären Arbeitsverhältnis befinden, sind durch die Corona-Krise speziell von Arbeitslosigkeit betroffen. Denn sie sind häufig in instabilen Arbeitsverhältnissen, die kurzfristig kündbar sind. Derzeit befinden sich rund 1’130 Jugendliche unter den insgesamt 9’035 Stellensuchenden im Kanton Luzern. Bei den Schulabgängern sei die Situation im Sommer 2020 noch entspannt gewesen, das WAS wira Luzern erwartet aber auf den Lehrstellenstart 2021 Schwierigkeiten.

Wie es in einer Mitteilung von WAS wira heisst, verfüge der Kanton Luzern über eine «breite Palette an Arbeitsmarktlichen Angeboten», die gezielt und schnell eingesetzt würden. Sei es beispielsweise die kurze Frist von fünf Tagen bis zum Erstgespräch beim RAV nach der Anmeldung. Direkt gefördert werde auch die eALV-Plattform Seco (elektronische ALV-Plattform), damit Stellensuchende Dienstleistungen vermehrt digital und somit schneller nutzen können.

Projekt Optima: Klienten- statt systemorientiert

Die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV), WAS IV Luzern und die kantonale Sozialhilfe wollen «Synergien mittels bilateraler und interinstitutioneller Zusammenarbeit optimal nutzen», heisst es in einer Mitteilung. Wenn es klare Zuständigkeiten gibt, werden die Arbeitsmarktlichen Massnahmen zur Förderung der Vermittlungsfähigkeit unter den verschiedenen Stellen aufgegleist. Mit dem Projekt Optima soll die Zusammenarbeit neu klienten- statt wie bisher systemorientiert erfolgen.

Konkret bedeutet das: Sobald sich bei einer Klientin oder einem Klienten zeige, dass eine andere als die zuständige Institution über die besseren Kompetenzen verfüge, um die gestreckten Ziele zu erreichen, würden diese beauftragt, die Fallführung sicherzustellen. Alle Personalberatenden würden täglich die neu gemeldeten Stellen mit ihren Stellensuchenden abgleichen, was zu «effizienten und zufriedenstellenden» Ergebnissen bei der Eingliederung führen soll.

Mit dem Projekt Optima sollen vorallem «Stellensuchende mit Mehrfachproblematiken» unterstützt werden, wie es in der Medienmitteilung weiter heisst. Damit gemeint sind Arbeitslose, die auch beispielsweise gesundheitliche, finanzielle oder soziale Probleme haben.

WAS braucht selber viele Leute

Etwas gegen die steigende Arbeitslosigkeit kann der Kanton gleich selber tun. «Wir sind intensiv auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. 20 Stellen haben wir aktuell ausgeschrieben», sagte Martin Bucherer, Geschäftsleiter der Dienststelle am Rande der Presseorientierung vom Donnerstag.

Für die Stellenvermittlung ist man insbesondere auf der Suche nach Leuten aus dem Personalbereich angewiesen. Für die Abwicklung der Kurzarbeitsgesuche werden Mitarbeiter mit einem kaufmännischen Hintergrund benötigt. «Insbesondere im Bereich Personal war es bisher schwierig, da es dort auch aktuell vergleichsweise wenig Stellensuchende gibt«, so Bucherer. Sollte der Engpass anhalten, werde man die Jobprofile voraussichtlich betreffend Anforderungen voraussichtlich nach unten korrigieren und breiter auffächern.

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1 Kommentare
  1. mebinger, 15.10.2020, 20:14 Uhr

    Es fängt wieder von vorne an
    Seit März 2020 kann man beim BAG nachlesen, das nicht zwischen Influenza und Corona unterschieden wird. Schon damals machte mir dieser unsägliche verantwortungsloser Dilettantismus extrem Mühe, aber ich tröstete mich notdürftig damit, dass unsere Gesellschaft eh am Kollabieren sei und den Bezug zur Natur durch Anbetung der Gesundheit als Göttlichkeit so verloren hat, dass sie die Realität nicht mehr zu erkennen vermag. Dieses Festhalten absolut nichtssagenden absoluten Zahlen ohne sie in Relation zu irgend etwas zu setzen war zwar schon damals bedenklich und das völlige Versagen einer Experten-und Regierungshörigen Medienlandschaft erstaunte mich eigentlich am Wenigsten. Jeder, der auch nur einigermassen denken konnte und mit ganz wenig Intelligenz gewappnet war, musste wissen, dass spätestens im Herbst die Zahlen nach oben schnellen werden. Ich ging davon aus, dass nach anfänglicher Hysterie das Denken weder einsetzt und die Vernunft zurückkommt. Ich litt mental unter diesen völlig überflüssigen und absolut schädlichen Massnahmen, wohlwissend, dass ich zwar in meinen Werten enttäuscht werde, aber nicht in meiner Handlungsfähigkeit, da ich Massenveranstaltungen eh meide. Mit erheblichem Aufwand versuchte ich mich psychisch einigermassen über Wasser zu halten. Ich zog meine Konsequenten und beendete alle mein freiwilliges Engagement für diese kranke Gesellschaft. Ich war fest überzeugt, dass spätestens Ende Sommer auch der Letzte Hysteriker merken wird, dass wir komplett überreagieren und diese Massnahmen alles zerstören, aber völlig nutzlos sind. Jetzt muss ich merken, dass die sechs Monate von den Entscheidungsträgern nicht genutzt wurde, um sich mit den allereinfachsten Fakten zu beschäftigen und wieder auf die Virologen reinfallen. Welche nur warnen ohne jegliche Übersicht zu haben und keinerlei Verantwortung für ihr Handeln tragen müssen. Die Kantonsregierungen fangen wieder an die Massnahmen zu verschärfen und ich muss mich fragen, mit wie viel Verantwortungslosigkeit Politiker hantieren dürfen bevor das Volk aufsteht und für Ordnung sorgt. Für mich persönlich gilt es, ich muss mich jetzt schleunigst gegen ein weiteres Tief zu wappnen. Die Corona-Politik und die Unterwürfigkeit der Bevölkerung sowie das Handeln der Politiker hat schon jeglichen Glauben in mir, an die Gesellschaft zerstört. Ich weiss gar nicht, was in mir noch kaputt gehen könnte und wie tief unsre Politiker noch sinken können, bevor sie erwachen und Fakten zur Kenntnis nehmen. Gut ich habe schon viel überlebt, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Ich lasse mich aber nicht durch dieses völlig unverständliche Handeln einer zu tiefst kranken und verängstigten Gesellschaft mein Leben nicht ruinieren, da haben schon andere versucht und das werdet ihr Politiker auch 2020 nicht schaffen. Aber, dass ich Euch Politiker inzwischen verachte, das wird sich wohl nicht mehr ändern

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