Mehr Arbeitslose im Luzerner Gastgewerbe
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Besonders im Gastgewerbe, aber auch in der Baubranche stiegen die Arbeitslosenzahlen. (Bild: Symbolbild Adobe Stock)

Pandemie schlägt sich in Zahlen nieder Mehr Arbeitslose im Luzerner Gastgewerbe

2 min Lesezeit 10.01.2021, 20:01 Uhr

Die Arbeitslosenquote ist im Kanton Luzern im Dezember gestiegen – stärker als in der gesamten Schweiz. Besonders im Gastgewerbe schlägt sich die Coronapandemie auf die Zahl jener nieder, die auf Jobsuche sind. Bei den Firmenkonkursen hingegen spürte man die Krise 2020 nicht.

Im Kanton Luzern ist die Zahl der registrierten Arbeitslosen zuletzt stärker gestiegen als im gesamtschweizerischen Durchschnitt. Wie Lustat mitteilt, waren in Luzern im Dezember 439 zusätzliche Menschen als arbeitslos gemeldet (insgesamt: 5’880 Personen). Dies entspreche einem Anstieg um 8,1 Prozent – in der Gesamtschweiz betrug die Rate 6,7 Prozent.

Im Vergleich zum Dezember 2019 betrug der Anstieg der Arbeitslosen im Kanton Luzern 45,9 Prozent. In der Gesamtschweiz war der Anstieg mit 39,5 Prozent etwas weniger stark. Insgesamt lag die Arbeitslosenquote im Kanton Luzern mit 2,5 Prozent aber unter dem nationalen Schnitt.

Doppelt so viele wie im Dezember 2019

Mit ein Grund für den Anstieg dürfte sein, dass die Zahl der Arbeitslosen im Gastgewerbe um 17,5 Prozent zunahm. Auch in der Baubranche waren mehr Menschen auf Jobsuche. Beide Bereiche weisen aufgrund saisonalen Schwankungen jeweils in den Wintermonaten deutlich mehr Arbeitslose aus. Das dürfte laut Lustat im Baugewerbe der Hauptgrund für den kürzlichen Anstieg sein.

Der überdurchschnittlich starke Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Gastgewerbe führt das Statistikzentrum hingegen grösstenteils auf die Pandemie zurück. Das veranschaulicht der Vergleich mit dem Dezember 2019: Im Gastgewerbe waren ein Jahr später 98,3 Prozent mehr Arbeitslose gemeldet.

Kurzarbeit zieht wieder an, Konkurse bleiben stabil

Die Gastronomie ist auch einer der beiden Bereichen, wo am meisten Arbeitnehmende in Kurzarbeit sind. Laut Lustat waren es im letzten Oktober 2’443 Angestellte. Noch etwas mehr Kurzarbeit bezogen Angestellte im Bereich der Herstellung von Waren. Ebenfalls substanziell von Kurzarbeit betroffen war der Handel.

Und die Zahl dürfte weiter steigen. Laut Lustat zeigte sich aufgrund der bewilligten Voranmeldungen im November eine deutliche Zunahme der Kurzarbeit – in Luzern um 27 Prozent, schweizweit um 33 Prozent.

Was die Konkurse von Firmen betrifft, machte sich die Coronakrise indes noch nicht zu bemerken. 2020 mussten 157 Unternehmen im Kanton Luzern konkurs anmelden – das sind lediglich sechs mehr als im Vorjahr. «Die Anzahl Konkurse juristischer Personen bewegt sich somit trotz Coronakrise auf dem Niveau von 2019, die befürchtete Konkurswelle blieb bisher aus», stellt Lustat fest.

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