«Medien sind Überbringer der schlechten News»
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«Bin ich ein News-Junkie? – Gut möglich», sagt MAZ-Direktor Diego Yanez. (Bild: zvg)

MAZ-Chef Diego Yanez über Journalismus in der Krise «Medien sind Überbringer der schlechten News»

12 min Lesezeit 13.04.2020, 17:00 Uhr

Ein Leben für die Medien: Der Luzerner Diego Yanez war Reporter, dann Chefredaktor beim SRF, im Mai tritt er als Direktor des Medienausbildungszentrums MAZ ab. Wie erlebt er den Journalismus in der Corona-Krise?

zentralplus: Diego Yanez, viele Leute, die derzeit rege die Medien nutzen, glauben, die Welt gehe wegen der Corona-Krise bald unter. Wie erlebten Sie die letzten Tage?

Diego Yanez: Die journalistischen Medien zeichnen ein insgesamt differenziertes Bild. Sie bieten nicht nur News-Häppchen, sondern viel Hintergrund und Einordnung an. Das ist in dieser Situation besonders wichtig. Nach einer ersten Phase der fast vollständigen Unterstützung der offiziellen Politik kamen und kommen vermehrt kritische, divergierende Stimmen zum Ausdruck. Auch das ist wichtig. Die Wächterfunktion der Medien gilt in diesen Zeiten erst recht.  

zentralplus: Und nach der Auslegeordnung: Haben Pessimisten Recht?

Yanez: Ob sich eine Weltuntergangsstimmung breitmacht, hängt wohl vom Einzelnen ab. Es ist verständlich, dass sich die Menschen grosse Sorgen machen: um ihre Gesundheit, um ihren Arbeitsplatz, um ihre Zukunft. Die Corona-Krise, die so niemand vorausgesehen hat, trifft unsere Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Hier spielen die Medien den Überbringer der schlechten Nachricht. Über weitere Strecken tun sie dies in meiner Wahrnehmung allerdings verantwortungsvoll und ohne billigen Alarmismus.

zentralplus: Wie hat Corona Ihr Leben verändert?

Yanez: Als Diabetiker gehöre ich zu einer der Risikogruppen. Ich muss also speziell vorsichtig sein. Seit Mitte März arbeite ich im Homeoffice und verzichte auf alle direkten sozialen Kontakte ausserhalb unseres Haushaltes. Es ist, als ob mein «normales Leben» vorübergehend eingefroren worden wäre – ein sehr seltsames Lebensgefühl. 

zentralplus: Wie informieren Sie sich über die Krise; welche Medien nutzen Sie?

Yanez: Über verschiedene News-Portale: Für nationale und internationale Nachrichten primär «Tages-Anzeiger», «NZZ», «Blick», «New York Times» und «El Pais». Für Regionales: «LZ» und Ihr «zentralplus». Und daneben nutze ich auch Radio und TV SRF. Zwischendurch auch Facebook.

zentralplus: Welche Geschichten haben Sie besonders gern?

Yanez: Wichtig finde ich den Blick über die Schweiz und Europa hinaus. Eine Pandemie ist naturgemäss global. Auch wenn mich die Situation in meiner Region unmittelbar betrifft, interessiert mich auch, wie sich die Corona-Krise etwa in Indien, Südafrika oder Venezuela entwickelt. Spannend finde ich auch die Auseinandersetzung innerhalb der Wissenschaft. Einiges ist ja noch unbekannt oder zumindest nicht gesichert. Dies transparent zu machen, gelingt ganz gut, wie ich finde. 

Chefredaktor TV SRF

Diego Yanez wurde 1958 in der Nähe von Valencia in Spanien geboren. Nach dem Berufsstart arbeitete er als Redaktor beim Luzerner Vaterland, dann fast ein Vierteljahrhundert beim Schweizer Fernsehen, heute SRF. Als Reporter, Redaktor und Produzent von Sendungen wie 10vor10 oder Quer, als Autor von langen Formaten, als Jerusalem- und Bundeshaus-Korrespondent, als Nachrichtenchef und zuletzt als Chefredaktor TV und Mitglied der Geschäftsleitung von SRF. Von März 2014 an arbeitete er beim MAZ – Der Schweizer Journalistenschule, das er Ende Mai verlässt. Yanez hat drei erwachsene Kinder und lebt mit seiner Familie in Hochdorf. 

zentralplus: Welche Geschichten haben Sie bislang vermisst?

Yanez: Wenn es um die Corona-Krise geht, fühle ich mich bis jetzt sehr gut und breit informiert. Ich habe nicht den Eindruck, Wesentliches verpasst zu haben. Es gibt aber wichtige Themen, die zurzeit kaum oder zu wenig Beachtung finden, so zum Beispiel die Flüchtlingstragödie in Griechenland/Türkei und der damit zusammenhängende Krieg in Syrien. Auch wenn die Corona-Pandemie zu Recht im Fokus steht und das bis auf Weiteres so sein wird, scheint es mir wichtig, dass das Leben nicht nur noch auf diese Krise reduziert wird.

zentralplus: Wo häuften sich Fake News?

Yanez: Wie sollte es anders sein, ist man geneigt zu sagen: in den sozialen Medien. Aber das war zu erwarten. Die fehlenden oder ungenügenden Kontrollmechanismen sind für Verschwörungstheoretiker, Propagandisten und Lügner jeglicher Couleur eine Einladung. 

zentralplus: Ist Social Media also gefährlich?

Yanez: Fairerweise muss ich sagen, dass die sozialen Medien gerade in dieser Krise aber auch viel Positives bewirken. Sie schaffen ein Gefühl der Gemeinsamkeit wie kaum ein anderes Medium. So vernetzen sie Menschen, die sich persönlich nicht mehr treffen können und schaffen die Plattform für Kreatives, Überraschendes – und gerade jetzt nicht unwichtig: für Unterhaltendes.

«Medien, besonders die traditionellen, werden zu einer Art Lagerfeuer, an dem sich die Nation im übertragenen Sinn trifft.»

zentralplus: Fast schon totgesagte Medien wie Zeitungen und TV erleben Revivals: Die Medienkonferenzen des Bundesrates verfolgen oft mehr als 600’000 Menschen. Sind das beruhigende Momente in beunruhigenden Zeiten?

Yanez: Vor allem ist es keine Überraschung. In ausserordentlichen Situationen haben die Menschen nicht nur ein gesteigertes Informationsbedürfnis. Sie setzen auf traditionsreiche Medien und Marken, die sie kennen und denen sie vertrauen. In Krisenzeiten wird dieses Phänomen immer wieder beobachtet. Das war bei 9/11 oder Fukushima auch so. Medien, speziell die traditionellen, werden zu einer Art Lagerfeuer, an dem sich die Nation im übertragenen Sinn trifft.  

zentralplus: Doch auch viele haben genug, Zukunftsforscher Georges T. Roos etwa empfiehlt, nur noch zweimal am Tag die Corona-News zu konsumieren.

Yanez: Die Mengenfrage muss jeder für sich beantworten. Das Bedürfnis ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Es gibt kein richtig oder falsch. 

zentralplus: Wie viel Zeit verbringen Sie jeden Tag mit Medienkonsum? Mehr als vor Corona? Sind Sie ein News-Junkie?

Yanez: Mein Medienkonsum war schon immer relativ hoch. In normalen Zeiten dürften es ein bis zwei Stunden pro Tag sein, jetzt deutlich mehr. Ich verfolge das Geschehen hier und in der Welt mit Leidenschaft, seit ich 16 bin. Ich wollte und will unsere Gesellschaft und die Welt verstehen. Mein Medienkonsum hilft mir dabei. Bin ich deshalb ein News-Junkie? Gut möglich.

zentralplus: Der Luzerner Autor Rolf Dobelli brachte vor einem halben Jahr ein Buch unter dem Titel «Die Kunst des digitalen Lebens. Wie Sie auf News verzichten und die Informationsflut meistern» heraus. Darin schrieb er, News bringen nichts mehr. Wie stehen Sie dazu?

Yanez: Diese Haltung empfinde ich in dieser radikalen Form als polemisch und abgehoben. Klar kann man sich beispielsweise in ein buddhistisches Kloster im Himalaya zurückziehen und sich von allem Irdischen abnabeln. Für einen solchen Menschen spielt es vielleicht keine Rolle, wer in den Gemeinderat gewählt wird, ob in der Schweiz eine AHV-Revision gelingt oder eben nicht. Oder ob in Afghanistan die Taliban Schritt für Schritt die Macht übernehmen oder Trump während der Corona-Krise beliebt wie selten zuvor ist. Es gibt viele Wege zum Glück. Wenn jemand ohne News ein erfülltes Leben führen kann und will, ist das prima. Wenn sich jemand einzig mit Büchern informieren will, auch. Daraus aber eine Grundsatzfrage für alle zu machen, scheint mir falsch. 

zentralplus: Dobelli sagt «News sind im besten Fall unterhaltsam, bleiben aber im Übrigen nutzlos.» Weshalb hat er, gerade in diesen Tagen, Unrecht?

Yanez: In unsicheren Zeiten, wie wir sie jetzt erleben, ist ein Urbedürfnis, zu verstehen, was geschieht und warum es geschieht. Hierzu braucht es Journalistinnen und Journalisten, die berichten, verifizieren, erklären und einordnen. Mehr denn je.  

zentralplus: Es gibt noch andere Kritiker: Der schwedische Arzt Hans Rosling (1948–2017) zeigt in seinem Buch «Factfulness», wie falsch das Bild von der Welt ist, das wir uns aufgrund der Medienberichte über sie machen. Rosling hat auf der ganzen Welt jahrelang Menschen über ihr Bild von der Welt befragt. Das Resultat ist erschütternd: Schimpansen würden die Multiple-Choice-Fragen über die Welt besser beantworten. Weshalb nutzen viele die Medien offenbar falsch?

Yanez: Diese Kritik an der Medienrealität ist ernst zu nehmen. Nicht alles, aber vieles ist in den vergangenen Jahrzehnten tatsächlich besser geworden auf der Welt: Die Kindersterblichkeit hat global abgenommen, ebenso die absolute Armut oder die Zahl der in Kriegen getöteten Menschen; parallel dazu ist der Anteil der Analphabeten weltweit rasant zurückgegangen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Über diese erfreuliche Entwicklung wird klar zu wenig berichtet.

«Journalismus muss auf die wunden Punkte hinweisen. Aber es ist gefährlich, wenn Medien ein Bild zeichnen, das nicht komplett ist.»

zentralplus: … der deutsche «Spiegel» hatte jede Woche eine solche Geschichte mit «Good News» …

Yanez: Ja, aber darum geht es nicht. Ab und zu Good News zu verbreiten wird dem Defizit nicht gerecht. Heute wird oft ein verzerrtes Bild gezeichnet. Ich plädiere nicht dafür, Probleme wie etwa die Klimaerwärmung zu unterschlagen. Im Gegenteil. Journalismus muss auf die wunden Punkte hinweisen. Aber es ist gefährlich, wenn Medien ein Bild zeichnen, das nicht komplett ist.   

zentralplus: Nochmals Rolf Dobelli, im Detail erklärt er: «News sind für den Geist, was Zucker für den Körper ist. News sind appetitlich, leichtverdaulich und gleichzeitig höchst schädlich. Die Medien füttern uns mit kleinen Häppchen trivialer Geschichten, mit Leckerbissen, die unseren Hunger nach Wissen aber keineswegs stillen. Anders als bei Büchern und langen, gut recherchierten Artikeln stellt sich beim News-Konsum keine Sättigung ein. Die Nebenwirkungen zeigen sich – wie beim Zucker, Alkohol, Fast Food oder Rauchen – erst mit Verzögerung.» Starker Tobak – stimmt das?

Yanez: Bei aller Kritik an den Medien, oft auch berechtigter Kritik: Das journalistische Angebot ist derart gross, dass jeder, der relevante und intelligente Information sucht, fündig wird. Dobellis Analogien sind gar simpel und zeugen von einem Menschenbild, das ich nicht teile. Wo bleibt der mündige Bürger? 

zentralplus: Gute Gegenfrage. Sie scheinen einer zu sein. Frage also an den Fachmann zur Medienzukunft: Viele Verlagshäuser haben Kurzarbeit beantragt, die «Weltwoche» sieht schon ein «Blutbad» wegen der Entlassungen voraus: Was sagt Ihnen das?

Yanez: In der gegenwärtigen Krise würde ich weder von Blutbad noch Krieg sprechen. Bei aller Dramatik scheint mir jegliche Kriegsrhetorik unangebracht. 

zentralplus: Dennoch schütten grosse Medienhäuser weiter Dividenden und Boni aus (zentralplus berichtete). Das frustriert einen engagierten Journalisten doch, oder?

Yanez: Der Frust ist nachvollziehbar. Die kritisierte Haltung entspringt einer Gedankenwelt, die den Eigennutz in den Vordergrund stellt. In diesen Tagen und Wochen wird zwar viel von Solidarität und Verantwortung gesprochen. Das gilt offenbar nicht für alle Aktionäre und Top-Manager.

zentralplus: In einem TV-Bericht erzählten Chefredaktoren von 85 Prozent Inserate-Einbussen in den Printmedien vom Februar auf April. Kommt die Zeit für Onlinemedien wie «Republik» und «zentralplus» durch Corona jetzt schneller?

Yanez: Dass sich die ohnehin schon dramatische Medienkrise jetzt beschleunigt zuspitzt, ist traurige Realität. Ich glaube aber nicht, dass dadurch Onlinemedien automatisch besser dastehen. Wenn die Werbeeinnahmen verstärkt wegbrechen, dann wandern diese Gelder wie bisher primär zu den grossen ausländischen Plattformen wie Google oder Facebook ab. Davon profitieren weder «zentralplus» und schon gar nicht die «Republik», die sich ja einzig über den Lesermarkt finanzieren … 

zentralplus: … wir von «zentralplus» verdanken unser Newsmagazin zum Grossteil einem Mäzen …

Yanez: Okay, aber dennoch: Vielleicht trifft es die Online-Medien weniger stark, weil deren Abhängigkeit vom Werbemarkt insgesamt weniger stark ist. Aber hier müsste man jeden Fall gesondert anschauen. 

zentralplus: Was halten Sie von Postgebühren-Erleichterungen für Printverlage oder Unterstützungen vom Staat, was jetzt viele fordern?

Yanez: Die Posttaxen-Verbilligung ist heute politisch unbestritten. Das war schon vor Corona so. Ich kann verstehen, dass Medien – ob traditionelle oder «neue» Medien – nach staatlicher Unterstützung rufen. Eine Demokratie, erst recht eine direkte Demokratie, braucht ein funktionierendes Mediensystem. Die Posttaxen-Verbilligung darf allerdings nicht dazu führen, dass Geld für andere berechtigte Anliegen fehlt.

zentralplus: Zum MAZ: Mit was für Gefühlen hören Sie dort als Direktor im Mai auf?

Yanez: Auch wenn es altmodisch tönen mag: mit einem Gefühl der Dankbarkeit. Eine Schule zu leiten, die Journalistinnen und Journalisten ausbildet, ist eine sehr befriedigende und sinnvolle Arbeit. 

Ist dankbar: MAZ-Direktor Diego Yanez. (Bild: zvg)

zentralplus: Was macht die Medienjobs für junge Menschen immer noch so sexy?

Yanez: Die Motivation ist wohl die gleiche wie zu meiner Zeit: Indem ich als Journalist die Welt beschreibe, nehme ich in einer speziellen, direkteren Form daran teil. Als Journalistin, als Journalist mit der eigenen Arbeit Öffentlichkeit herzustellen, ist ein Privileg und Teil der Faszination des Berufes.   

«Das Unternehmen MAZ ist kerngesund und steht nach wie vor schuldenfrei da.»

zentralplus: Wird das MAZ sich jetzt auch gesundschrumpfen müssen, weil nach Corona ein Grossteil der Medienschaffenden auf der Strasse steht oder sich neu orientieren muss?

Yanez: Es ist noch verfrüht, die langfristigen Folgen jenseits von Spekulationen abzuschätzen. Aber es ist klar, dass auch für das MAZ anspruchsvolle Jahre anstehen. Im Gegensatz zu vielen Medienhäusern konnte das MAZ aber in den vergangenen Jahren die Reserven weiter aufbauen. Das Unternehmen ist kerngesund und steht nach wie vor schuldenfrei da.  

zentralplus: Wenn Bekannte Sie um Rat fragen, ob ihre Kinder die Karriere in der Medienbranche starten sollen, was antworten Sie?

Yanez: Wenn die Leidenschaft gegeben ist und sich die junge Person über die schwierige Zukunft der Medien bewusst ist, also weiss, auf was sie sich einlassen will, würde ich mit gutem Gewissen antworten: Go for it! Es gibt nach wie vor kaum einen faszinierenderen Job. Wie auch immer die Entwicklung sein wird, eine demokratische Gesellschaft ist ohne kompetenten und verlässlichen Journalismus undenkbar. Wir erleben nicht eine Krise des Journalismus per se, sondern eine Krise des bisherigen Businessmodells.  

zentralplus: Details, bitte!

Yanez: Die Nachfrage nach journalistischen Produkten ist nach wie vor gross, nicht nur jetzt. Die Konsumgewohnheiten verändern sich zwar, weg vom Print hin zum Digitalen. Doch das Bedürfnis, sich zu informieren, nimmt nicht ab. Es braucht also auch in Zukunft Journalistinnen und Journalisten. Nur kann sich der Journalismus im Digitalen meist nicht refinanzieren. Deshalb braucht es neue Finanzierungsmodelle respektive neue Businessmodelle.

zentralplus: Noch ein bisschen Human Touch: Worum geht es in diesem Leben?

Yanez: Uff, eine grosse Frage. Letztlich geht es vielleicht um Treue. Treue zu mir und allen Menschen gegenüber, die mir nahestehen.   

zentralplus: Leben Sie ein bedeutungsvolles Leben?

Yanez: Mein bisheriges Leben empfinde ich über weite Strecken als spannend, reich und intensiv. Aber bedeutungsvoll? Ich weiss nicht. 

zentralplus: Was steht auf Ihrer Bucketlist für die nächsten Jahre?

Yanez: Zuoberst steht eine gähnend leere Agenda. Davon träume ich seit Jahren. Alles andere wird sich ergeben. 

zentralplus: Haben Sie sich genug angestrengt?

Yanez: Im Beruf glaube ich schon. Als Vater muss ich rückblickend eingestehen, auch wenn es schmerzt: zu wenig.

zentralplus: Woran glauben Sie? 

Yanez: Ganz ehrlich: Ich weiss es nicht.

«Angst vor dem Tod? Nein, höchstens vor dem Akt des Sterbens.»

zentralplus: Haben Sie Angst vor dem Tod?

Yanez: Nein, höchstens vor dem Akt des Sterbens. 

zentralplus: Wenn Sie auf dem Totenbett liegen, woran erinnern Sie sich?

Yanez: Gute Frage, die Sie mir besser erst stellen, wenn es so weit ist.

zentralplus: In welchen Momenten erleben Sie die grössten Gefühle?

Yanez: Auf langen Wanderungen, wenn der Kopf endlich aufhört zu denken und Landschaft und Himmel verschmelzen. 

zentralplus: Was schmerzt Sie besonders?

Yanez: Selbstgerechtigkeit.

zentralplus: Welche Tugend schätzen Sie am meisten? 

Yanez: Loyalität.

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