Massentest an Schulen: Zug will an Praxis festhalten
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Alle Oberstufenschüler im Kanton Zug werden zweimal wöchentlich auf Corona getestet. (Bild: Adobe Stock)

Fragen im Parlament Massentest an Schulen: Zug will an Praxis festhalten

2 min Lesezeit 27.04.2021, 19:43 Uhr

Der Kanton Zug will trotz tiefer Werte nicht auf Massentests an Schulen verzichten. Zu unsicher erscheint ihm die aktuelle Lage.

Kantonsrat Peter Letter (FDP) nahm die Corona-Massentests an den Zuger Oberstufen zu Anlass, der Regierung Fragen zu möglichen Lockerungsschritten zu stellen. Letter bezog sich dabei auf die tiefe Positivrate nach der ersten Testwoche. Diese lag bei lediglich 0,5 Promille (zentralplus berichtete). Nun nimmt die Regierung Stellung zur Anfrage und erklärt, weshalb sie nicht am strikten Testsystem rütteln will.

Der Anteil positiver Coronatests sei seit März nur leicht auf etwa 0,8 Promille gestiegen, schreibt die Regierung in Ihrer Antwort auf Letters Fragen. Diese marginale Entwicklung sei grundsätzlich erfreulich: «Durch die repetitiven Testungen können offensichtlich Ausbrüche an Schulen ohne breite Quarantäneanordnungen verhindert werden. Andererseits weisen die Testergebnisse auf das Funktionieren der Schutzkonzepte hin», schreibt die Regierung.

Wann Lockerungsschritte an Schulen ins Aug gefasst werden können, sei jedoch noch nicht absehbar – auch aufgrund der aktuell steigenden Zahlen: «Die Corona-Reihentests dienen in erster Linie dazu, Infektionsketten möglichst frühzeitig zu unterbrechen und damit die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen», argumentiert der Regierungsrat. «Aus Sicht der Bildung sollen Klassenquarantänen verhindert und Schulen offen gehalten werden. Dieses Ziel wird erreicht.»

Kantonsrat schlug sofortiges Ende des Maskentragens am Pult vor

Kantonsrat Letter schlug «sofort keine Maske im Unterricht am Pult sitzend» vor. Sollten sich die Raten in den darauffolgenden Wochen nicht gegen oben wegen, solle das Maskentragen «im ganzen Schulgelände inklusive Gänge und Aufenthaltsräume» wegfallen. Von solch grossen Lockerungsschritten will die Regierung vorderhand absehen. Sie verweist jedoch darauf, dass im Kanton Zug zum Beispiel Berufswahlveranstaltungen – unter Einhaltung entsprechender Schutzkonzepte – durchgeführt werden können. «Auch Betriebe, welche Schnupperlehren anbieten, erhalten mehr Sicherheit», schreibt die Regierung weiter.

Letter wollte zudem wissen, ob sich der Regierungsrat dafür einsetzt, dass an den höheren Schulen wieder Formate mit Präsenzunterreicht erlaubt werden. Dies bejaht die Regierung. Via Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) bringe man sich dahingehend in den Dialog mit dem Bundesrat ein. Mit Einschränkungen ist ein solcher Unterricht mittlerweile wieder möglich (zentralplus berichtete).

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