Massenkündigung in Kriens: Mieter dürfen bis 2023 bleiben
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Die Häuser an der Krienser Brunnmattstrasse werden nicht vor 2022 saniert. (Bild: jal)

Grössere Fristerstreckung erwirkt Massenkündigung in Kriens: Mieter dürfen bis 2023 bleiben

2 min Lesezeit 2 Kommentare 24.08.2020, 06:57 Uhr

Die Mieter an der Brunnmattstrasse in Kriens dürfen doch viel länger in ihren Wohnungen bleiben als ursprünglich geplant. Um weiteres Ungemacht und ein juristisches Hick-Hack zu verhindern, wurde ihnen von der Vermieterin eine ziemlich lange Fristerstreckung gewährt.

Es war für viele ein Schock und sorgte für einige Empörung, als die Previs Vorsorgestiftung im letzten Aprik bekannt gab, dass sie 94 Mietparteien in der Überbauung an der Brunnmattstrasse in Kriens per Ende Juni 2020 gekündigt hatte. Grund war eine geplante Totalsanierung (zentralplus berichtete).

Gegen das Vorgehen der Vermieterin hatte sich Widerstand formiert, weshalb Previs einer Fristerstreckung zustimmte. Für das eine Haus bis Ende Oktober 2020, für das andere sogar bis Juli 2021. Doch das Komitee Mietern gab sich damit nicht zufrieden und verlangte eine Sistierung der Sanierung oder sie zumindest zu verschieben. Unterstützung gab es vom Mieterinnen- und Mieterverband.

Corona kam Mietern entgegen

Wie die «Luzerner Zeitung» weiss, kommt es für die Mieter aber noch besser. Previs hat ihnen eine Fristerstreckung bis am 30. Juni 2022 für das Haus an der Brunnmattstrasse 20/20a und bis zum 31. März 2023 für den Wohnblock 18/18a gewährt. Dies soll sie bereits im letzten März kommuniziert haben.

«Aufgrund der schwierigen Situation, verursacht durch die Coronakrise, hat Previs Vorsorge die Fristen für die Sanierungsetappen verlängert», sagt Stefan Ernst, Leiter Kommunikation dazu. So hätten die Kündigungsanfechtungen vor der Schlichtungsbehörde abgewendet und die Stimmungslage verbessert werden können. An den Sanierungsplänen wolle man indes festhalten.

Von den jüngsten Entwicklungen können aber nicht alle profitieren. 25 der 42 Mietparteien im Haus 20/20a sind bereits ausgezogen. Im Haus 18/18a sind es bereits 20 von 42. Die leerstehenden Wohnungen in der zweiten Sanierungsetappe werden gemäss «LZ» deshalb wieder zur Vermietung ausgeschrieben. Laut Stefan Ernst werde sich der Mietzins ungefähr im gleichen Rahmen bewegen.

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2 Kommentare
  1. Jörg, 24.08.2020, 09:54 Uhr

    hier Littau ein block ca 36 Wohnungen wurde alles saniert neue Grundrisse Bad zwischen Schlafzimmer gequetscht dadurch Schlafzimmer kleiner die Sanierung wäre ja schön wen da nicht über all Feuchtigkeit Schimmel käme, durch die Isolation aussen und neuen 3 Fach Fenster stockt die Zirkulation in den Wohnungen die Wände wurden gar nicht Schalgedämmt man hört einfach alles unter meinem Schlafraum die Waschküche schlimm die Bauherren Emmi mach nichts ausser die 4 Zimmer wieder von vorne zu sanieren, bei mir billige Backstein Wand zum Nachbar Schlafzimmer meine Seite wurde noch Isoliert die vom Nachbar gar nicht, heute nur noch Pfusch viele Mieter auch ich werfen das Handtuch.

    1. CScherrer, 24.08.2020, 12:28 Uhr

      Satzzeichen?

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