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Markantes Gebäude in der Stadt Luzern erhält ein Facelift
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Dieses Wohn- und Geschäftshaus hinter der Jesuitenkirche erscheint bald in alten Farben, aber neuem Glanz. (Bild: zar)

Neue Wohnungen und alter Anstrich am Hirschengraben Markantes Gebäude in der Stadt Luzern erhält ein Facelift

2 min Lesezeit 1 Kommentar 06.12.2019, 05:03 Uhr

Das schützenswerte Wohn- und Geschäftshaus am Hirschengraben 7 in Luzern wird fit gemacht für die nächsten 30 Jahre. Zur umfassenden Innen- und Aussensanierung kommt der Bau von drei neuen Attikawohnungen hinzu.

Das Gebäude an der Kreuzung Hirschengraben, Hirschmattstrasse ist keines, das sich dem unbedarften Passanten aufdrängt. Einige mögen es als schlicht bezeichnen, andere gar als unscheinbar. Für Architektur-Experten hingegen ist klar: Das 1954 errichtete siebengeschossige Gebäude ist ein «ausgezeichnetes und qualitativ hochstehendes Beispiel der 1950er-Jahre-Architektur in Luzern» und deshalb schützenswert.

Was schützenswert ist, will gepflegt sein. Das wissen auch die Eigentümer, die Pensionskasse der Credit Suisse (Hirschengraben 7) sowie die Vaudoise Versicherungen (Hirschmattstrasse 1), und wollen deshalb den gesamten Gebäudekomplex von Frühling 2021 bis Herbst 2022 sanieren. Dabei wird nicht nur das Innere sorgfältig erneuert (angepasste Raumaufteilung, zusätzliche Dämmung, neue Gas-Heizung, Lift-Anlage und Fenster), sondern auch das Äussere. Wobei hier das Bewahren Trumpf ist – und die architektonisch wertvolle Fassade zwar einen neuen Anstrich erhält, aber in Anlehnung an die ursprünglichen Farben.

Wohnraum verdrängt Stauraum

Neues entsteht hingegen auf der höchsten Gebäudeebene: Die Estriche und das Gibeldach müssen weichen, neu werden drei Attikawohnungen in Holzbauweise errichtet mit Terrassen gegen den Innenhof. Eine «schlichte Lösung» sei das, hält das Baugesuch fest, das momentan aufliegt.

In diesen Farben wird sich die Fassade des Gebäudes künftig präsentieren. Planausschnitt mit Ansicht auf den Gebäudeteil Hirschmattstrasse 1. (Bild: zvg)

In diesem Dokument steht auch, dass die Umbaupläne in «enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege und der Stadtbildkommission entwickelt» worden seien. Die Baukosten für den gesamten Gebäudekomplex beläuft sich auf rund 10.5 Millionen Franken. Klar ist auch: zumindest der Hirschengraben 7 wird in unbewohntem Zustand umgebaut.

Ein Umstand, der kaum einen Mieter zum Jubeln verleitet. Neben vielen Wohnungen sind derzeit am Hirschengraben 7 unter anderen die Tabac Boutique, Staedler Möbel, ein Coiffeurgeschäft sowie ein Advokaturbüro untergebracht.

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1 Kommentare
  1. vreni, 06.12.2019, 06:29 Uhr

    Was ist an dem Klotz schützenswert? Ein Trick, um günstige Wohnungen dann für das Doppelte teuer zu vermieten, wo bleibt die Schalldämmung? Die Fassade muss ja auch eingekleidet werden, zudem muss behindertengerecht umgebaut werden. Die Wohnungen zum Nachbarn wurden nicht zusätzlich schallgedämmt, die Wohnungen sind sehr hellhörig. Auf den Balkon geht es nur, wenn man über einen blöden Tritt die Füsse hebt. Früher kostete eine 2-Zimmer-Wohnung mit 60 qm 700 Fr, heute nach der Totalkernsanierung 1,300 (inkl. Nebenkosten).