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Marc Unternährer gewinnt den Kunst- und Kulturpreis  2020
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Der Tubist Marc Unternährer gewinnt den Kunst- und Kulturpreis 2020. (Bild: Ralph Kuehne)

Stadt Luzern ehrt drei Kulturschaffende Marc Unternährer gewinnt den Kunst- und Kulturpreis 2020

4 min Lesezeit 18.05.2020, 09:35 Uhr

Der Luzerner Stadtrat würdigt das Schaffen des Luzerner Musikers, Veranstalters und Kulturvermittlers Marc Unternährer mit dem Kunst- und Kulturpreis 2020. Die zwei Anerkennungspreise gehen an die Tänzerin und Choreographin I-Fen-Lin und an die Künstlerin Anita Zumbühl.

Der Kunst- und Kulturpreis 2020 geht an den Musiker Marc Unternährer. «Marc Unternährer überzeugt als ausserordentlicher und begnadeter Musiker mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. In seinem umfangreichen musikalischen Schaffen kommen seine Virtuosität und Kreativität, seine einzigartige Experimentierfreudigkeit und Ausdruckskraft als Tubist zum Ausdruck», begründet der Stadtrat seine Wahl. Vorgeschlagen werden die Preisträger jeweils von einer eigenen Kommission zuhanden des Stadtrates.

Marc Unternährer ist in den verschiedensten musikalischen Stilrichtungen unterwegs, sei dies im klassischen Bereich in verschiedenen Orchestern in der Schweiz (Tonhalle Orchester Zürich, LSO usw.) oder in vielen freien musikalischen Projekten in arrivierten Formationen für Neue Musik, improvisierte Musik, neue Volksmusik und Jazz (Albin Bruns NAH-Trio, Ensemble Le Rex, usw.).

Gute Beziehungen in die USA

Er engagiert sich im Forum für Neue Musik Luzern, ist Veranstalter der Reihe «Jazz am Dienstag» im Kleintheater Luzern, Programmleiter der Stanser Musiktage und Mitbegründer des Mullbaus, welcher insbesondere der Improvisation und experimentellen Künsten ein Dach bietet.

Seit seinem Aufenthalt in Chicago im Atelier der Städtepartnerschaft Luzern im Jahr 2002 ist der Austausch und die Vernetzung mit Musikern aus Chicago ununterbrochen am Wachsen. Als engagierter Musikschaffender setzt er sich auch unbeirrt für kulturpolitische Anliegen ein. Er ist Dozent für Improvisation an der HKB Bern sowie der HSLU Musik Luzern.

Anerkennungspreise für Tänzerin und Naturkünstlerin

Die Anerkennungspreise gehen dieses Jahr an die Tänzein und Choreographin sowie an die Künstlerin Anita Zumbühl. «I-Fen-Lin verfügt über eine brillante Tanztechnik und fällt in der Szene durch ihr grosses kreatives Potenzial auf», schreibt der Stadtrat.

Nach einer erfolgreichen Karriere als Kompanietänzerin im In- und Ausland und choreographische Assistentin (FTS Folkwang Tanzstudio und Folkwang Universität der Künste, Essen) konzentriert sie sich als Tänzerin seit einigen Jahren auf ihre eigenen Projekte. Sie wechselt zwischen den verschiedenen Rollen in Konzept-, Regie-, und Choreographiearbeiten sowie Tanz hin und her und ist sehr interessiert an Vernetzung und spar- tenübergreifenden Projekten.

Tänzerin und Choreographin I-Fen-Lin (Bild: Anne-Sylvie Bonnet).

«Die Künstlerin verfügt über ein grosses Selbstverständnis, Souveränität und Klarheit und ist in einem kompetitiven Umfeld sehr erfolgreich und unaufdringlich», würdigt die Stadt Luzern die Tänzerin. Sie verfüge über organisch fliessende, raumgreifende Bewegungsqualitäten, die sehr sauber, technisch perfekt und daher gut lesbar sind. «Sie wechselt scheinbar mühelos zwischen verschiedenen Tempis, Raumrichtungen und Raumebenen», heisst es aus dem Stadthaus. Im Herbst 2020 feiert ihr zweites Projekt «findet Jetzt statt» Premiere im Südpol Luzern.

Das Atelier in der freien Natur

Die Künstlerin Anita Zumbühl arbeitet in der Natur und in Kollaboration mit der Natur. Sie denkt visuell und in unterschiedlichsten Medien über ihre Umwelt nach. Die Natur und unser Verhältnis zu ihr sind der Kern ihres Schaffens. Das Atelier wird nach Draussen verlegt, das Wetter führt den Pinsel ihrer Malereien: Für ihre Malereien mit dem Titel «Färbungen», werden Naturereignisse wie Regen, Wind oder Sonnenlicht einbezogen, um physikalische oder chemische Reaktionen auf den Textilien auszulösen.

In einem weiteren künstlerischen Strang geht Zumbühl in den Performances des Kollektivs «Salon Liz» der menschlichen Natur nach. Dabei sind Verkleidung, Rollenspiel und Parodie ein wichtiger Bestandteil. Die Settings des «Salon Liz» werden erst durch das Publikum belebt und komplettiert. Im starken Einbezug des Zufalls, des Publikums und der Natur – durch diese vielfältigen Kollaborationen – werden in Zumbühls Arbeit Fragen nach Autorschaft und künst- lerischer Genialität subtil reflektiert und geschickt ausgehebelt, beschreibt cie Kommission Zumbühls Schaffen.

Künstlerin Anita Zumbühl (Bild: Sabina Oehninger).

Insgesamt 45’000 Franken

Der Stadtrat hat sich diesen Begründungen angeschlossen. Er verleiht den mit 25’000 Franken dotierten Kunst- und Kulturpreis 2020 an Marc Unternährer in Würdigung seines künstlerischen Schaffens.

In Anerkennung des künstlerischen Wirkens verleiht er je einen mit 10’000 Franken dotierten Anerkennungspreis an die Tänzerin und Choreographin I-Fen-Lin sowie an die Künstlerin Anita Zumbühl.

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