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Manuel Brandenberg als SVP-Ständerat
  • Politik
Will für die Zuger SVP in den Ständerat: Manuel Brandenberg. (Bild: zvg)

Heinz Tännler sagt ab Manuel Brandenberg als SVP-Ständerat

2 min Lesezeit 16.06.2015, 18:48 Uhr

Er sei der richtige Kandidat, um einen Platz zu erobern: Der SVP-Kantonsrat Manuel Brandenberg steigt ins Rennen um die Sitze in Bern. Brandenberg macht im Kantonsrat einen angriffslustigen Eindruck – ob ihm das hilft oder schadet, und ob der Rothsinvest-Skandal noch eine Rolle spielt, sagt der Wahlkampfleiter Daniel Staffelbach.

Die Zuger SVP will einen Ständeratssitz erobern – und jetzt ist klar, mit wem: Manuel Brandenberg soll für die SVP in den Wahlkampf steigen.

Zumindest wenn es nach der Parteileitung geht, die Nominationsversammlung muss ihn am 25. Juni erst noch bestätigen. «Im Gegensatz zu CVP und FDP wird die SVP wie bereits vor vier Jahren wiederum nicht mit einem amtierenden Regierungsrat für die Ständeratswahlen antreten», schreibt die Partei in ihrer Mitteilung.

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Heinz Tännler will nicht

Im Klartext: Landammann Heinz Tännler stellt sich nicht für eine Kandidatur zur Verfügung. «Wir haben ihn angefragt», sagt Wahlkampfleiter Daniel Staffelbach. «Aber er möchte sich auf sein Amt als Landammann konzentrieren.»

Manuel Brandenberg ist SVP-Kantonsrat, war zuvor im Grossen Gemeinderat der Stadt Zug und hat die SVP der Stadt Zug und des Kantons Zug präsidiert. Zudem war er einer von zwei Vertretern der Initianten in der von Bundesrätin Simonetta Sommaruga eingesetzten Kommission zur Umsetzung der Ausschaffungsinitiative. Er hat also schon erste Erfahrungen in der Bundespolitik sammeln können.

«Wähler verzeiht pointierte Aussagen»

Brandenberg ist allerdings wohl nicht der kompromissfreudigste SVP-Politiker im Kantonsrat, seine Voten sind oft pointiert und angriffslustig. Kann er so im bürgerlichen Lager genug Stimmen erkämpfen? «Die Wählerinnen und Wähler verzeihen gewisse pointierte Aussagen», sagt Staffelbach. «Brandenberg ist ein sehr guter Kandidat. Über seine Chancen kann ich aber keine Prognosen abgeben – wer hätte schon gedacht, dass der Stadttunnel mit über 60 Prozent abgelehnt wird?»

Zudem sei Brandenberg jünger als andere SVP-Politiker, «deshalb sind vielleicht seine Aussagen manchmal etwas pointierter.» Er sei die richtige Person für diesen Wahlkampf, sagt Staffelbach, «ob er auch die richtige Person für die Wähler ist, wird sich zeigen.»

Rothinvest-Skandal relevant?

Ob ihm der Skandal um die Firma Rothsinvest schadet, wird sich ebenfalls zeigen: Brandenberg sass im Verwaltungsrat der Zuger Firma, deren Geschäftsleiter wegen Betrugs in Italien verhaftet und verurteilt wurde. Für Staffelbach keine Gefahr: «Wenn Sie das Pech haben, und im Verwaltungsrat einer Firma sitzen, deren Geschäftsleiter kriminell wird, da können Sie nichts dagegen unternehmen. Uns ist keine Involvierung bekannt, die Manuel Brandenberg unwählbar machen würde.»

Ob Brandenberg gegen die Kandidaten der CVP und FDP, Peter Hegglin (neu) und Joachim Eder (bisher) überhaupt eine Chance hat? Immerhin haben sie durch ihre Regierungsratstätigkeit einen Bekanntheitsvorsprung. «Vielleicht helfen ihm seine pointierten Aussagen auch zu mehr Bekanntheit», sagt Staffelbach.

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