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Mantra-Chef und früherer Pickwick-Chef spannen zusammen
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Murat Bozay (links) und Alfredo Godenzi wollen der Pilatusstrasse neuen Glanz verleihen. (Bild: sib)

Neue Zuger Bar will mit Degustations-Menüs punkten Mantra-Chef und früherer Pickwick-Chef spannen zusammen

4 min Lesezeit 28.02.2019, 19:03 Uhr

Ende März wird an der Pilatusstrasse in Zug eine neue Bar inklusive Restaurant eröffnen. Die Besonderheit: Die Gäste werden nicht genau wissen, was sie serviert bekommen werden. Hinter dem Vorhaben stehen zwei bekannte Gesichter aus der Zuger Gastroszene.

Kabel hängen von der Decke, Bohrer liegen auf dem Boden und Handwerker wuseln durch die Räume. So sieht es aktuell an der Pilatusstrasse 1 in Zug aus. Wo über Jahre die Schule Talentia beheimatet war (sie ist inzwischen nach Steinhausen gezogen), kehrt nun neues Leben ein.

Neues Leben mit in Zug bestens bekannten Gesichtern. Denn den Zuschlag für das Lokal in unmittelbarer Bahnhofsnähe haben Alfredo «Alfie» Godenzi und Murat Bozay bekommen. Godenzi war bis im Dezember Geschäftsführer des Mr. Pickwick (zentralplus berichtete). Davor war der Steinhauser gut ein Jahr lang Barchef im Pier 41. Murat Bozay kennt man in der Stadt als Besitzer der Mantra-Bar an der Alpenstrasse.

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Ein «kuriozes» Konzept

Das Konzept, mit welchem Godenzi und Bozay die Zuger in ihr neues Lokal mit dem Namen «Kurioz» locken wollen, lässt aufhorchen. Während es im vorderen Teil einen klassischen Barbetrieb für das Feierabendbier und einen kleinen Happen zu Essen geben wird, müssen die Restaurantgäste eine gute Portion Offenheit mitbringen.

«Wir schreiben nur die Hauptzutaten pro Gang auf die Karte.»

Alfredo Godenzi, Geschäftsführer des «Kurioz»

Godenzi erklärt: «Es wird ein Menü geben, bei welchem man zwischen vier und sechs Gängen auswählen kann. Jedoch schreiben wir nur die Hauptzutaten pro Gang auf die Karte.» «Degustations-Menüs» nennt sich dies. Sollte jemand eine Allergie haben, könne man dies im Vorfeld selbstverständlich sagen und die Köche würden eine Lösung finden, so Godenzi.

Ende März soll es so weit sein

Kombiniert soll es drinnen fast 100 Plätze geben, davon 24 im Restaurantteil. Im August bekamen sie den Zuschlag für die Räumlichkeiten, welche eigentlich als Büro ausgeschrieben waren. Die Baubewilligung für das Gebäude liegt seit November vor. Seither wird mit Hochdruck am «Kurioz» gearbeitet, denn der Zeitplan ist straff. «Ende März wollen wir aufmachen», gibt Godenzi die Marschrichtung vor.

Hier werden schon bald die Restaurantgäste sitzen.

Hier werden schon bald die Restaurantgäste sitzen.

(Bild: sib)

Obwohl noch einige Dinge geliefert werden müssen und man viel Vorstellungskraft braucht, um zu erahnen, wo dereinst Hochtische und Bartheke, Lounge-Möbel und Küchengarnitur stehen sollen, ist Godenzi zuversichtlich, dass die Eröffnung nächsten Monat erfolgen wird.

Keine Angst vor der Konkurrenz

Wenn es darum geht, welche Kunden man mit dem «Kurioz» ansprechen will, gibt sich Godenzi offen. «Die Degustations-Menüs werden einen gewissen Preis haben, weswegen dies nicht alle ansprechen wird», ist er sich bewusst. Für die Bar denkt er vor allem an die umliegenden Geschäfte. «Aber wir legen den Fokus nicht spezifisch auf eine Gruppe, welche wir ansprechen wollen.»

«Wir würden alle davon profitieren, wenn wir hier eine kleine Ausgangsecke etablieren könnten.»

Alfredo Godenzi

Die Konkurrenz in unmittelbarer Umgebung fürchtet Godenzi nicht. Seinen ehemaligen Arbeitgeber, das Mr. Pickwick, sieht er nicht als direkten Konkurrenten an, zu unterschiedlich ist das Konzept. Und zu den Besitzern des Café Glücklich an der Alpenstrasse pflege er einen sehr guten Kontakt (zentralplus berichtete). «Wir würden alle davon profitieren, wenn wir hier eine kleine Ausgangsecke etablieren könnten», ist er überzeugt.

Sieben Tage pro Woche geöffnet

Der Steinhauser ist sich bewusst, dass er an der Pilatusstrasse nicht auf Laufkundschaft zählen darf. Jedoch seien er und Murat schon lange in der Zuger Gastroszene unterwegs und entsprechend gut vernetzt. So setzt er beim «Kurioz» denn auch auf Mund-zu-Mund-Propaganda.

Sollte doch jemand per Zufall daran vorbeilaufen, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass er auf offene Türen stösst. Denn das Lokal wird sieben Tage die Woche geöffnet sein, jeweils von 11.30 bis 24 Uhr.

«Die Küche wird den Nachmittag über schliessen, das Restaurant wird von Dienstag bis Samstag am Abend geöffnet sein», erklärt Godenzi. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch Sonntagsbrunches angeboten werden.

Die Gunst der Stunde genutzt

Alfredo Godenzi kann sich auch vorstellen, Unplugged-Konzerte zu organisieren, zu laut soll es nicht werden. Er habe die musikalische Komponente während seiner knapp drei Jahre als Geschäftsführer im Pickwick-Pub stark gefördert.

Wo heute noch eine Vertiefung im Boden ist, wird die Bar hinkommen.

Wo heute noch eine Vertiefung im Boden ist, wird die Bar hinkommen.

(Bild: sib)

Warum hat er überhaupt den sicheren Hafen «Mr. Pickwick» verlassen, um sich selbstständig zu machen? «Das ‹Pickwick› war eine super Schule und ich hatte dort eine gute Zeit. Ich musste mir den Wechsel gut überlegen.»

Doch: Mit Murat Bozay habe er nun einen Partner, der hier in Zug gut verankert ist. Zudem hätten das Lokal und die finanziellen Faktoren gepasst und es sei Zeit gewesen, in die Selbstständigkeit zu gehen. Was dies bedeutet, sieht man bereits an diesem sonnigen Nachmittag vor Ort. Immer wieder wird er zu sich gerufen, Godenzis Rat ist gefragt. Denn noch gibt es viel zu tun an der Pilatusstrasse 1.

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