Busunfall mit Todesfolge: VBL bietet Chauffeur psychische Unterstützung an
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Der Unfall ereignete sich beim Fussgängerstreifen an der Luzernerstrasse 88. (Bild: Google Maps)

Mann wurde in Littau von Bus überrollt Busunfall mit Todesfolge: VBL bietet Chauffeur psychische Unterstützung an

2 min Lesezeit 16.10.2020, 11:00 Uhr

In Littau ist es am Donnerstag zu einem tragischen Verkehrsunfall gekommen. Ein Fussgänger wurde beim Überqueren der Strasse erst von einem Auto gerammt und dann von einem VBL-Bus überrollt. Was hat das für Folgen für den Chauffeur?

Der Unfall passierte gegen 19.30 Uhr an der Luzernerstrasse in Littau. Ein Fussgänger wurde beim Überqueren des Zebrastreifens von einem Auto erfasst und rund zwanzig Meter nach vorne geschleudert. Damit nicht genug: Kurz darauf wurde er von einem nachfolgenden VBL-Bus überrollt. Der 42-jährige Mann aus Sri Lanka erlitt derart schwere Verletzungen, dass er noch auf der Unfallstelle starb.

Wie die Luzerner Polizei mitteilt, musste die Luzernerstrasse für rund fünf Stunden gesperrt werden. Der Verkehr wurde durch die Feuerwehr umgeleitet. Die Staatsanwaltschaft Luzern untersucht nun, wie es genau zu dem Unfall gekommen ist und wer die Verantwortung dafür trägt.

Was bedeutet das für den Chauffeur?

Unfälle sind immer eine psychische Belastung – nicht nur für die Angehörigen, sondern im vorliegenden Fall auch für den Bus-Chauffeur. Darum bieten die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) allen Mitarbeitern externe psychologische Hilfe an.

Ob und wie lange diese genutzt wird, sei ganz unterschiedlich, erklärte VBL-Mediensprecher Sämi Deubelbeiss zu einem ähnlichen Zwischenfall vor rund einem Jahr (zentralplus berichtete). «Alle Menschen reagieren anders auf solche Ereignisse», sagte Deubelbeiss.

Zusätzlich belastend sei oft die Schuldfrage. Die Chauffeure müssen mit strafrechtlichen Folgen rechnen, wenn sie für den Unfall verantwortlich sind (zentralplus berichtete). Auch hier bietet die VBL ihren Fahrern Rückendeckung. «In solchen Fällen ist immer ein Anwalt und ein Teamleiter auf Platz», erklärt Deubelbeiss auf Anfrage. Beide würden den Betroffenen während längerer Zeit betreuen. So auch bei der Tragödie am Donnerstagabend.

Wie es dem Chauffeur aktuell geht, ist unklar. Während eines laufenden Verfahrens geben weder die VBL noch die Polizei weitere Auskünfte.

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