Mangel bei Anmelde-Tool: Zug impft 70 ausserkantonale Personen
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70 Personen werden im Kanton Zug geimpft, obwohl sie nicht dort wohnen. (Bild: Unsplash/National Cancer Institute)

80 Termine wurden storniert Mangel bei Anmelde-Tool: Zug impft 70 ausserkantonale Personen

2 min Lesezeit 04.02.2021, 08:44 Uhr

Weil bisher nicht angegeben werden musste, wo man wohnt, haben sich im Kanton Zug rund 150 Personen ohne Wohnsitz in Zug für einen Impftermin angemeldet. 70 von ihnen bekommen die Impfung, dem Rest wurde der Termin storniert.

Das Anmelde-Tool für Coronaimpfungen, das vom Bund bereitgestellt wird und in zahlreichen Kantonen verwendet wird, wies bisher einen Haken auf: Weil nicht gefragt wurde, wo man wohnt, konnten sich auch Personen anmelden, die nicht im Kanton wohnhaft sind. Das geschah auch im Kanton Zug. Rund 150 ausserkantonale Impfwillige haben sich so für einen Termin eingeschrieben, erklärt Aurel Köpfli, Sprecher der Zuger Gesundheitsdirektion, der «Zuger Zeitung». Und stellt klar: «Das war ja nicht verboten.» Es wird jedoch geraten – gerade im Hinblick auf die Lieferengpässe – sich im Heimatkanton impfen zu lassen.

Der Kanton Zug hat nun auch reagiert. Insgesamt wurden 80 Termine wurden storniert, die Betroffenen wurden informiert und darauf hingewiesen, sich im Wohnkanton impfen zu lassen. Bei 70 Personen kam die Reaktion jedoch zu spät: Sie haben die erste Dosis bereits erhalten. Deshalb werden sie nun auch für die Zweitimpfung im Kanton Zug zugelassen.

Ausserkantonale können sich erst bei genügend Dosen in Zug impfen lassen

Gleichzeitig wurde das Anmeldeverfahren angepasst. Neu muss angegeben werden, wo man wohnt. Das gelte auch für bekannte Persönlichkeiten. «Die einzige Ausnahme bilden Mitarbeitende des Gesundheitswesens, die im Kanton Zug arbeiten, aber ausserhalb wohnen. Unter gewissen Umständen erhalten diese bereits jetzt Impfungen, da nach Betriebsschluss des Impfzentrums teilweise Restdosen übrig sind, welche noch am selben Abend verimpft werden müssen», erklärt Köpfli. Es handle sich jedoch um wenige Dosen.

Sobald genügend Impfstoff vorhanden ist, können sich auch Nicht-Zuger im Kanton impfen lassen. Wann dies sein wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht absehbar.

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