Wohnheim für Schwerbehinderte ohne sauberes Wasser
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Im Wohnhaus Striterhof in Pfaffnau muss das Pflegepersonal derzeit Literweise Wasser abkochen. (Bild: zvg)

Kanton Luzern untersucht Magendarm-Fälle Wohnheim für Schwerbehinderte ohne sauberes Wasser

2 min Lesezeit 23.07.2021, 18:07 Uhr

Seit einer Woche kämpft die Luzerner Gemeinde Pfaffnau mit verunreinigtem Trinkwasser. Und nun leiden einige auch noch unter Magendarm-Erkrankungen. Eine äusserst mühsame Zeit, auch für die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL, die in Pfaffnau eine Wohngruppe betreut.

«Es ist ein brutaler Aufwand!» Der Pfaffnauer Bevölkerung reisst langsam aber sicher der Geduldsfaden (zentralplus berichtete). Seit einer Woche muss die Gemeinde, genauer der Ortsteil Pfaffnau, sämtliches Hahnenwasser abkochen. Der Grund: Durch Hochwasser verunreinigtes Trinkwasser. Am Donnerstag teilte der Kanton dann auch noch mit, dass Pfaffnau unter den drei Gemeinden ist, aus denen auffällig viele Magendarm-Erkrankungen gemeldet wurden. Der Kanton klärt die Ursache ab, vieles deutet aber auf das verunreinigte Trinkwasser hin (zentralplus berichtete).

Nun präzisiert der Kanton gegenüber zentralplus, es handle sich um zwei Fälle mit je rund 10 erkrankten Personen. «Die Magen-Darm-Erkrankungen sind zum Teil sehr stark gewesen und mussten teilweise mit Antibiotika behandelt werden», so eine Sprecherin. Noch immer ist nicht eindeutig geklärt, ob das verunreinigte Trinkwasser zu den Erkrankungen geführt hat.

WG für Schwerbehinderte seit einer Woche ohne sauberes Hahnenwasser

Trotzdem ist die Bevölkerung verunsichert, stellte die Pfaffnauer Gemeindepräsidentin Sandra Cellarius gegenüber zentralplus fest. Davon betroffen sind nicht nur ganze Familien oder Restaurants, sondern auch die Wohngemeinschaft Striterhof der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL. Sieben Personen werden hier betreut. «Für das Personal ist es natürlich ein Mehraufwand. Wir müssen unseren Bewohnenden gut erklären, dass sie beispielsweise kein Hahnenwasser trinken dürfen», so Sprecherin Corinne Schenker zu zentralplus.

Hinzu komme, dass nicht alle Bewohnenden dieselben kognitiven Fähigkeiten aufweisen. «Umso wichtiger ist die Begleitung und Betreuung.» Zwei Mal am Tag muss das Personal Wasser abkochen, dazu kommen täglich 10 bis 15 Liter Mineralwasser, die das Personal fürs Zähneputzen oder Obst waschen anschaffen muss. Das Wasser zum Trinken kommt noch dazu.

Täglich über 15 Liter Mineralwasser muss für das Personal und die Bewohnenden organisiert werden.

«Doch unser Personal ist darauf trainiert. Wir haben Sicherheits- und Hygienekonzepte für solche Situationen.» Es gehöre zum täglichen Brot der Betreuungspersonen, die Bewohner vor Infektionen zu schützen. Ob es auch im Striterhof zu Magendarm-Erkrankungen gekommen ist, darf die SSBL aus Datenschutzgründen nicht sagen.

Fest steht: Die ganze Gemeinde hofft auf ein rasches Ende der Trinkwasser-Notlage. Noch ist unklar, wann dieses sein wird. Spezialisten untersuchen die Wasserleitungen täglich.

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