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Luzerner und Zuger Büromarkt leidet unter Corona
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(Bild: bic)

Weniger Firmengründungen, mehr Homeoffice Luzerner und Zuger Büromarkt leidet unter Corona

2 min Lesezeit 02.04.2020, 15:26 Uhr

Bereits vor dem Ausbruch des Corona-Virus standen in den Kantonen Zug und Luzern viele Büroflächen leer. Die aktuelle Situation bringt den Markt nun zusätzlich unter Druck.

An vielen Orten in Luzern und Zug wird kräftig gebaut. Das Geschäftshaus Quadrolith in Baar, das Suurstoffi-Quartier in Rotkreuz oder die Projekte Mattenhof und Schweighof in Kriens sind nur einige von vielen Beispielen, wo neuer Arbeitsraum entsteht. Doch das grössere Angebot bringt den Büromarkt unter Druck.

Gemäss den Zahlen aus dem Büromarktbericht 2020 der Immobilienberatung JLL Schweiz stehen in Zug rund 75000 Quadratmeter und in Luzern rund 42000 Quadratmeter Mietfläche frei. Dies entspricht einer Angebotsquote von 6,1 Prozent in Zug respektive 3,1 Prozent in Luzern. Dies berichtet die «Luzerner Zeitung» am Donnerstag.

Weniger Firmengründungen wegen Corona?

Nun setzen die Auswirkungen des Corona-Virus dem Markt weiter zu. Die Firma Welcome Immobilien AG mit Büros in Emmenbrücke, Luzern und Zug hat eine erste Analyse zu möglichen Folgen der Coronakrise auf den Markt in Zug und Luzern gemacht. «Aufgrund der aktuellen Ereignisse ist davon auszugehen, dass sich die Konkurrenz auf dem Büroflächenmarkt weiter verschärfen wird», zitiert die «Luzerner Zeitung» aus dem Bericht.

Gemäss den Experten sei es möglich, dass insbesondere kleinere Unternehmen die aktuelle Krise nicht ohne Folgen überstehen und folglich weniger Bürofläche nachfragen würden. Zudem dürfte die aktuelle Situation die Anzahl Firmengründungen kurzfristig stoppen. Ausserdem könnte Corona dazu beitragen, dass Homeoffice und digitale Arbeitsformen an Schwung gewinnen und deshalb weniger Büros nachgefragt werden. Denn die Unternehmen könnten versucht sein, ihre Flächeneffizienz aufgrund der jetzt gemachten Erfahrungen zu verbessern.

Entscheidend sei aber, wie lange die herrschende Situation des Stillstandes anhalte, so Marc Furrer von der Welcome Immobilien AG. «Je länger er andauert, desto mehr dürfte die Nachfrage nach zusätzlichen Büroflächen leiden.» Bei der Firma Zug Estates, die das Areal der Suurstoff in Rotreuz bebaut, sagt CEO Tobias Achermann: «Ich rechne damit, dass die Krise den Verdrängungsmarkt bei den Büroflächen mittelfristig verstärkt. »Moderne, attraktive und nachhaltige Bauten wie im Suurstoffi seien jedoch gerüstet. 

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