Luzerner übernimmt Leitung

2 min Lesezeit 29.05.2015, 11:12 Uhr

Der Stadt-Land-Graben – ein Thema, welches immer wieder auftaucht. Wie auch zum Beispiel vor kurzem bei den Luzerner Regierungsratswahlen.

In der Politik auf allen Ebenen sei der Stadt-Land-Graben allgegenwärtig. «Damit das Verhältnis Stadt-Land staatspolitisch nicht zur Belastung wird, braucht es gegenseitiges Verständnis und Dialog», sagte Ueli Haldemann, Präsident des Vereins Stadt-Land-Plattform.ch. Haldemann gibt seinen Posten nun ab. An den Luzerner Charly Freitag.

Professionelles Kompetenzzentrum

Seit 17 Jahren findet jährlich das Eggiwiler Symposium statt und vor drei Jahren wurde der Verein Stadt-Land-Plattform gegründet. «Jetzt ist die Zeit des Aufbaus abgeschlossen, wir brauchen einen Entwicklungsschub, um den Stadt-Land-Dialog vorwärtszubringen», so Haldemann an der GV des Vereins in Luzern.

Dabei geht es um ein professionelles Kompetenzzentrum für den Dialog Stadt-Land unter Einbezug der Agglomeration. Das Kompetenzzentrum müsse das Thema aktiv bewirtschaften und moderieren – mit Fachveranstaltungen, Expertisen, Pilotprojekten, politischen Impulsen und erlebnisorientierten Kommunikationsmassnahmen, so der Plan. Der Verein Stadt-Land-Plattform.ch ist überzeugt, dass die Zeit noch nie so reif war wie jetzt, heisst es in der Mitteilung. «Das Thema liegt in der Luft», so Haldemann.

 Franz Wüest: „Gegensatz omnipräsent“

Der momentan höchste Luzerner – Kantonsratspräsident Franz Wüest – wehrte sich an der GV in einem Gastreferat gegen Klischees wie konservatives Land und linke Stadt, berichtet der Verein. Aber: «Der Gegensatz Stadt – Land ist in der Politik omnipräsent.» Das hätten gerade im Frühling die Luzerner Kantonsratswahlen gezeigt, wo sich fast jeder Kandidat dazu äussern musste. Der Politologe Claude Longchamps habe den Stadt-Land-Graben «als grösste innenpolitische Konfliktlinie» bezeichnet.

zentral+ hat übrigens vor kurzem den Professor dazu befragt.

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