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Luzerner Theater: Das ist das neue künstlerische Leitungsteam
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Das neue Team: Oben von links nach rechts: Lars Gebhardt (Oper), Ina Karr (Intendantin), Katja Langenbach (Schauspiel) Unten von links nach rechts: Lydia Steier (Oper) und Wanda Puvogel (Tanz)

Katja Langenbach wird Leiterin Schauspiel Luzerner Theater: Das ist das neue künstlerische Leitungsteam

2 min Lesezeit 2 Kommentare 22.05.2020, 10:42 Uhr

Das Luzerner Theater nutzt den Wechsel der Intendanz auf die Spielzeit 21/22, um das künstlerische Leitungsteam neu zu besetzen. Man wolle sich eine zukunftsorientiertere Führungsstruktur zu geben.

Das künstlerische Leitungsteam unter der neuen Intendanz von Ina Karr ab der Spielzeit 21/22 ist bestimmt: Die Regisseurin und Dramaturgin Katja Langenbach wird Leiterin der Schauspielsparte. Sie ist zurzeit noch für den Bayerischen Rundfunk und verschiedene Theater (Thalia Theater Hamburg, Landestheater Bregenz, Theater Magdeburg, Theater St. Gallen) sowie in der freien Szene tätig.

Die Regisseurin Lydia Steier – die unter anderem an der Komischen Oper Berlin, der Los Angeles Opera, der Semperoper Dresden, am Staatstheater Mainz, dem Konzert Theater Bern, am Theater Basel und an den Salzburger Festspielen inszenierte – und Lars Gebhardt, der nach Stationen an der Komischen Oper Berlin, am Oldenburgischen Staatstheater, Staatstheater Mainz und der Deutschen Oper Berlin nach Luzern kommt – leiten gemeinsam die Sparte Musiktheater.

Die Tanzdramaturgin Wanda Puvogel – bisher unter anderem Dramaturgin und Managerin des Bern Ballett, Mitarbeiterin des Berufsverbands Danse Suisse sowie Dramaturgin für das Migros-Kulturprozent Tanzfestival Steps – übernimmt die Leitung Tanz.

Neue Führungsstruktur geplant

Gleichzeitig wolle das Luzerner Theater nach eigenen Angaben den Wechsel der Intendanz, um ab der Spielzeit 21/22 eine zukunftsorientierte Führungsstruktur mit einer Geschäftsleitung und vier Direktionsbereichen einzuführen: Künstlerische Direktion, Marketing- und Vertriebsdirektion, Betriebsdirektion und Kaufmännische Direktion.

Intendantin und somit auch Vorsitzende der Geschäftsleitung wird, wie schon im April 2019 bekannt gegeben, Ina Karr (zentralplus berichtete).

Adrian Balmer, bisher Verwaltungsdirektor, wird Kaufmännischer Direktor. Peter Klemm (63) technischer Direktor, wird ab der Spielzeit 2021/22 sein Pensum reduzieren und Spezialaufgaben übernehmen.

Betriebsdirektor wird der Jurist und Musikwissenschaftler Stefan Vogel, aktuell Operngeschäftsführer am Staatstheater Mainz. Stefan Vogel war unter anderem Künstlerischer Betriebsdirektor und Stellvertreter des Intendanten am Theater Heidelberg und anschliessend des Generalintendanten am Oldenburgischen Staatstheater.

Die Anstellung eines Paars? Eine Selbstverständlichkeit

Als «Projektleiter Betriebskonzept für das Neue Luzerner Theater» habe er das Luzerner Theater in den letzten Monaten sehr gut kennen gelernt, so die Mitteilung weiter.

Ina Karr und Stefan Vogel sind Lebenspartner und haben gemeinsam zwei Kinder. «Der Stiftungsrat hat sich eingehend mit der Anstellung des Paars am selben Wirkungsort befasst und sieht darin eine Selbstverständlichkeit», so das Luzerner Theater. Beide seien ausgewiesene Fachleute und seit 14 Jahren gemeinsam in den Führungsebenen des Oldenburgischen Staatstheater und des Staatstheater Mainz tätig. Die Leitung der Marketing- und Vertriebsdirektion ist noch zu besetzen.

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2 Kommentare
  1. Peter Bitterli, 22.05.2020, 18:02 Uhr

    Ach, und dies noch: Es wird sich ja wohl ein Journalist finden, der gegen Zuschanzung eines Journalistenpreises sein ganzes grossjournalistisches Renommée in einen Text einfliessen lassen wird, in welchem solcherlei in der Deutschen Theaterlandschaft verbreiteter Nepotismus (nein, kein „Rassismus“, sondern Fakt) gesundgebetet wird. Schade, dass diese Usanzen jetzt hierzulande auch um sich greifen. Offenbar möchte man nicht nur mit den Deutschen Theatern, sondern auch mit Scala, Bolschoj oder Bastille mithalten.

  2. Peter Bitterli, 22.05.2020, 15:47 Uhr

    Toll! Zuerst tritt man die Stellenausschreibung und alle Bewerbungen in die Tonne und macht der Einfachheit halber gleich ein Jurymitglied zur Intendantin, worauf diese ihr Gspusi zum „Betriebsdirektor“ ernennt. In der Privatwirtschaft nennt man sowas „Heuschrecken“: fliegen in Scharen ein, fressen, verschwinden wieder. Die famose Frau Aufterbeck, Chefin des Stiftungsrates, hat es ja genau so formuliert: eine tolle Chance für eine junge Frau, um von hier abzuspringen und in der grossen Welt Karriere zu machen. Endlich weiss man, wozu das Stadttheater gut ist.

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