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Luzerner Tatort: Asylsuchende im Visier
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Razzia im Drogenmilieu: Liz Ritschard (Delia Mayer, l.) und der Drogenfahnder Franz Hofstetter (Andreas Krämer, r.) (Bild: SRF/Daniel Winkler)

«Schutzlos» mit politischem Thema Luzerner Tatort: Asylsuchende im Visier

2 min Lesezeit 21.05.2015, 15:04 Uhr

In Luzern wird wieder ermittelt. Der neuste Tatort setzt sich mit einem heiklen Thema auseinander, den Vorurteilen gegenüber Asylsuchenden und der harten Realität. Bald ist «Schutzlos» zu sehen. Nicht nur die Wahl des Regisseurs ist vielversprechend.

Der 18-jährige Asylsuchende Ebi Osodi aus Nigeria wird erstochen unter einer Brücke in Luzern aufgefunden. Der Fall konfrontiert Liz Ritschard und Reto Flückiger mit einer dicken Wand von Vorurteilen gegenüber Schwarzafrikanern und einem komplexen Lügenkonstrukt seitens Asylsuchender.

Internationale Schauspieler

Der neuste Tatort trumpft mit internationaler Besetzung auf. Für die Rollen der Asylsuchenden wurden britische und deutsche Schauspieler mit Wurzeln im Irak, Kongo und Kenia verpflichtet. Die Flucht ist hier nicht nur Thema im Film, sondern auch in den Biographien der Schauspieler.

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Regie ist vielversprechend

Der Zürcher Manuel Flurin Hendry schrieb das Buch und hat auch Regie geführt. Mit seinem Erstlingsfilm «Strähl» hat er bereits mehrere Preise in Deutschland gewonnen und ging auch als dreifacher Gewinner des Schweizer Filmpreises hervor. «Schutzlos» ist nicht der erste Tatort von Flurin, der mittlerweile in Berlin lebt.

zentral+ ist schnell am Tatort

Tatort-Fans dürfen sich freuen.

In Zukunft – ab der kommenden Folge am 5. Juli 2015 – wird zentral+ jeweils gleich nach der Ausstrahlung eine Kritik zum Luzerner Tatort veröffentlichen.

In Deutschland hat er bereits drei Tatorte inszeniert und bei den Kritikern gut abgeschnitten. Grotesk und ironisch werden seine Tatorte beschrieben. Einen richtigen Verriss hat Flurin noch nicht kassiert, was bei Tatorten kein einfaches Unterfangen darstellt. Wie sein erster Luzerner Tatort bei den Kritikern abschneiden wird, ist mit Spannung zu erwarten – scheinen doch die Deutschen Kollegen gerade bei den Schweizer- und Österreicher-Folgen besonders kritisch hinzuschauen. Ausgestrahlt wird der Luzerner Tatort «Schutzlos» am 5. Juli 2015.

Neben den Tatorten hat Flurin in Deutschland auch schon bei mehreren SOKO Donau / Köln Folgen Regie geführt. Seit 2004 ist er auch als Dozent für Szenische Regie an der Zürcher Hochschule der Künste tätig.

Zur Story

Ein nigerianischer Jugendlicher wird erstochen unter einer Brücke in Luzern aufgefunden. Die Luzerner Kommissare Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) gehen aufgrund erster Indizien davon aus, dass es sich um eine Abrechnung im Drogenmilieu handelt. Der junge Mann war der Polizei bereits bestens bekannt: Ebi Osodi ist ein sogenannter UMA – ein unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender. Er ist ohne Eltern in die Schweiz gekommen und wurde schon mehrfach beim Dealen erwischt.

Für den neuen Polizeichef Mattmann (Jean-Pierre Cornu) ist klar, dass dieser Fall gleich zu den Akten gelegt werden soll. Schliesslich hätte der straffällige Ebi bei Erreichung der Volljährigkeit sowieso sofort ausgeschafft werden sollen. Je mehr der Polizeichef aber auf Effizienz drängt, umso mehr interessieren sich Reto Flückiger und Liz Ritschard für das Schicksal des Jungen. Und als die dunkelhäutige Jola, ebenfalls eine minderjährige Asylsuchende aus Nigeria, in den Fokus der Ermittlungen gelangt, wird Ritschard und Flückiger klar, dass Jola der Schlüssel zum Fall sein muss.

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