Luzerner SVP befürchtet Massenandrang auf der Ufschötti
  • Politik
Auf der Ufschötti könnte es heuer besonders eng werden. (Bild: Stefan Kämpfen)

Wegen Besucherlimit in den Badis Luzerner SVP befürchtet Massenandrang auf der Ufschötti

2 min Lesezeit 4 Kommentare 20.06.2020, 10:08 Uhr

Der Blick aus dem Fenster verrät es: Der Sommer ist definitiv angekommen. Die nächsten Tage und Wochen dürften die Luzerner auch vermehrt an den See locken. Die SVP will vom Stadtrat deshalb wissen, wie er die Coronavorgaben kontrollieren will.

Die Stadtluzerner Badis sind zwar bereits seit dem 6. Juni wieder geöffnet. Typisches «Badiwetter» erreicht uns aber erst in den nächsten Tagen. Damit die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden können, haben die Badeanlagen Lido, Seebad, Tribschenbad und Zimmereggbad, in Absprache mit der Stadt Luzern, eine maximale Besucherzahl festgelegt (zentralplus berichtete).

Die Umsetzung dieser Regulierungen sorgte bereits für einiges an Diskussionen. Vor allem die Tatsache, dass das Strandbad Lido ein zeitlich gestaffeltes Preissystem eingeführt hat, wurde heiss debattiert (zentralplus berichtete).

Ufschötti und Lidowiese als Ausweichmöglichkeit

Die Stadtluzerner SVP befürchtet nun, dass folglich der Nutzungsdruck auf die eintrittsfreien Badegelegenheiten, wie die Ufschötti oder die ebenfalls regelmässig von Badenden in Beschlag genommene Lidowiese, stark zunimmt.

In einer dringlichen Anfrage will die Partei wissen, wie die Stadt Luzern die Besucherströme bei den eintrittsfreien Bade-Seezugängen überwachen und kontrollieren will. «Bereits an den sonnigen Tagen vorgängig zum Lockdown-Öffnungsschritt vom 6. Juni 2020 waren diese Plätze sehr stark und wohl nicht «coronakonform» von Badenden und Freizeitsportlern belegt», heisst es in der Anfrage.

Spezialtarife auch in anderen Badis?

Zudem will die SVP wissen, ob sich der Stadtrat neue Preismodelle, wie jene des Strandbades Lido, auch bei anderen Badeanlagen vorstellen könnte und ob er solche Massnahmen als praxistauglich einstuft.

Weiter soll der Stadtrat eine Prognose darüber abgeben, wie sich der «eingeschränkte Badesommer» auf die Betriebsrechnungen der Badeanlagen und  auf die städtische Rechnung auswirken.

Die Antwort der Stadtregierung steht noch aus. Die nächste Sitzung des Grossen Stadtrates findet am 25. Juni statt.

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4 Kommentare
  1. Belime, 22.06.2020, 21:00 Uhr

    Ist ja klar. Bei diesen Wucherpreisen im Lido Luzern gehen halt die Leute gratis an den See. Für Familien ist der Luxustempel Lido (Eintritt 12.—)gestrichen. Unser Stadtpräsident von der SP ist in dieser Beziehung nicht Familien freundlich. So wird das Lido zur Geisterbadi.

  2. Michel, 22.06.2020, 09:29 Uhr

    Irgendwo muss man doch noch sein können, überall hetzjagt und tunichtgut, am schluss darf man niergendswo mehr sein, gewöhnt euch daran oder geht aufs land dort kann man schöön ruhig wohnen… Immer dieser neid und hass in der schweiz.

  3. Margrit Grünwald, 21.06.2020, 00:08 Uhr

    Eine heikle Angelegenheit, befindet sich die Ufschötti ja unmittelbar vor den Mehrfamilienhäusern des Tribschenquartiers. Auch im Lidogelände wollen Anwohnende keinen Lärm, der über Mitternacht hinausgeht. Im Sommer bei geöffnetem Fenster schlafen können ist kaum möglich bei soviel Leuten und erheblichem Alkoholkonsum. Vorschlag: Nach 24 Uhr soll die Ufschötti nicht mehr besucht werden. Eine Kontrolle ab Mitternacht sollte gemacht werden.

    1. Hans Gantenbein, 21.06.2020, 13:36 Uhr

      Die Ufschötti war doch lange vor diesen Häusern da.

2021-01-22 00:43:22.351075