Luzerner stoppen den Leader
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Nach Konsultation des VAR entschied sich Spielleiter Fedayi San dazu, Lukas Görtler nicht vorzeitig unter die Dusche zu schicken. (Bild: bic)

Warten auf ersten Saisonsieg geht weiter Luzerner stoppen den Leader

2 min Lesezeit 18.10.2020, 17:55 Uhr

Das Warten auf den ersten Saisonsieg geht weiter: Aber der FC Luzern hat mit einer kämpferischen Leistung den FC St. Gallen nach drei Siegen mit einem 2:2 gestoppt und ihm die ersten Gegentore beigebracht. Seine Probleme liegen weiterhin in der defensiven Arbeit.

Wie wenn sie sich alle Energie und offensiven Absichten für die zweite Halbzeit aufgespart hätten, legten die Luzerner nach der Pause los wie die Feuerwehr. Nachdem Stefan Knezevic aus ähnlicher Position, wie die St. Galler das Führungstor erzielten, verzagte und Louis Schaub seinen Distanzschuss vom gegnerischen Goalie abgewehrt sah, lag das 1:1 förmlich in der Luft.

Und es fiel: Einen von Schaub gefährlich geschlagenen Eckball auf den nahen Pfosten konnten die Ostschweizer nur ungenügend abwehren. Dejan Sorgic reagierte am schnellsten und traf zum Ausgleich.

Aber die Luzerner gerieten ein zweites Mal in Rückstand, dabei war die Situation keine zwingende. In Ermangelung einer Anspielstation drückte Jordi Quintilla auf Höhe des Luzerner Strafraums ab, und dessen Flachschuss liess FCL-Goalie Marius Müller zum 1:2 (59.) passieren. In Topform hätte er den gehalten.

FCL-Siegchance in der 90. Minute

Seine Vorderleute schüttelten sich kurz und suchten wieder ihr offensives Glück: Sieben Minuten später hatte der zuletzt für seine schwachen Vorstellungen arg kritisierte Silvan Sidler einen Geistesblitz: Er lupfte den Ball herrlich in den gegnerischen Sechzehner und Filip Ugrinic schloss mit dem Kopf gekonnt ab.

In der 90. Minuten kamen die St. Galler dank Goalie Zigis Paraden und etwas Glück um die erste Saisonniederlage herum: Erst wehrte der Ostschweizer Schlussmann einen Distanzschuss von Carbonell ab und dann die Nachschüsse von Knezevic und Samuel Alabi.

Doch das Remis ist wohl gerecht in einer Partie, die in der zweiten Halbzeit dank der deutlichen Leistungssteigerung der Luzerner spannend und unterhaltsam wurde.

Spuckte Görtler absichtlich?

Bis zur Spielminute war die Mannschaft von Fabio Celestini die unterlegene Mannschaft. Sie hatte in der Person von Pascal Schürpf in der zweiten Minute ihre beste Chance überhaupt – doch der FCL-Offensivspieler schoss knapp am rechten Pfosten vorbei.

Drei Minuten später stand Schürpf am Ursprung des 0:1, als er sich von Alessandro Kräuchi überlaufen liess. Dessen Hereingabe in den Rücken der Luzerner Abwehr brauchte Victor Ruiz auf Höhe der Fünfmeter-Linie nur noch einzuschieben.

Der Aufreger in dieser intensiven und emotionalen Partie war die Szene in der 21. Minute. Wie die Fernsehbilder zeigen, hat Lukas Görtler nach einem Zweikampf mit Tsiy Ndene in Richtung des Luzerners gespuckt. Die FCL-Fans hinter dem eigenen Tor forderten die Rote Karte, doch Spielleiter Fedayi San kam nach Überprufung des Video Assistant Referee (VAR) offensichtlich zum Schluss, dass man dem St. Galler Hitzkopf keine Absicht belegen kann.

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