Luzerner Stadtratswahlen: Bei der SVP brodelts
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Silvio Bonzanigo will es noch einmal wissen. (Bild: zvg)

Personalie Bonzanigo sorgt für Diskussionen Luzerner Stadtratswahlen: Bei der SVP brodelts

2 min Lesezeit 2 Kommentare 07.01.2020, 07:22 Uhr

Während die FDP gestern die Kandidatur von Martin Merki bekanntgab, traf sich die SVP zur Parteiversammlung. Dabei wurde klar: Einige Mitglieder und die Parteileitung haben das Heu nicht auf der selben Bühne.

Am Ende sprach Dieter Haller, der Präsident der Stadtluzerner SVP von einer «lebendigen» Parteiversammlung, wie er in der «Luzerner Zeitung» zitiert wird. Dabei war er offenbar nahe dran, sein Amt zur Verfügung zu stellen, nachdem verschiedene Votanten die Nomination von Ex-CVPler Silvio Bonzanigo infrage stellten. «Wir hatten bereits bei der Nomination kontroverse Diskussionen, und ich will diese nicht noch einmal führen, denn wir haben abgestimmt – und sonst bin ich der falsche Präsident.»

Laut Bericht hatte Ex-Grossstadtrat Yves Holenweger Bonzanigo mit dessen früherem Abstimmungsverhalten konfrontiert. Bonzanigo soll gesagt haben, dass eine «wertkonservative» Haltung nicht zielführend sei. «Wenn jemand wie er noch vor einem Jahr sagt, wertkonservativ sei nicht zielführend, dann habe ich ein Problem, denn die SVP ist wertkonservativ.»

Wie reagiert die FDP am Dienstagabend?

In der Folge fühlte sich Holenweger bei der Diskussion übergangen, bei der er «nicht mal ausreden» habe dürfen, während der Angegriffene sich wortreich verteidigte.

Grossstadträtin Lisa Zanolla gab Holenweger derweil Rückendeckung und bezeichnete die Nomination Bonzanigos Nomination als «Fehlentscheid». Das bereits angeschlagene Image der SVP erhalte so noch weitere Risse.

Die Uneinigkeit der SVP ist auch der FDP nicht entgangen. Schliesslich war auch ihr Kandidat Martin Merki zugegen, um die Werbetrommel für seine Kandidatur zu rühren. Von der FDP erwartet die SVP die Unterstützung für die Wahl Bonzanigos zum Stadtrat. Dies, weil die SVP umgekehrt am Montagabend ihren Support von Martin Merki als Kandidat fürs Stadtpräsidium bekräftigt hat und dafür Bonzanigo aus dem Stapi-Rennen nimmt. Die FDP trifft sich am Dienstagabend.

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2 Kommentare
  1. Dunning-Kruger, 07.01.2020, 07:37 Uhr

    Ich würde mir nicht allzu viele Sorgen machen. Bonzanigo ist eh chancenlos im rotgrünen Luzern!

    1. CScherrer, 08.01.2020, 11:19 Uhr

      Die Städte sind weitsichtig und deshalb ist ein SVP-Kandidat tatsächlich chancenlos. Das ist gut so, denn Luzern braucht Lösungen und kein Kasperlitheater. Das verkehrspolitische Fiasko haben die Bürgerlichen zu verantworten. Zeit, dass sich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt gegen das hohe Verkehrsaufkommen nachhaltig wehren, denn es kann nicht angehen, dass die Bürgerlichen die Verkehrsproblematik auf Kosten der Quartiere der Stadt lösen wollen. Dazu gesellt sich die hirnrissige Idee der Grünliberalen das Projekt Metro wieder aufleben zu lassen. Mann, Mann.

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