Luzerner Stadtrat sieht in Gender-Strassenschildern eine «Piratenaktion»
  • Politik
So sehen die Genfer Schilder aus. (Bild: zvg)

Keine rechtliche Wirkung Luzerner Stadtrat sieht in Gender-Strassenschildern eine «Piratenaktion»

1 min Lesezeit 3 Kommentare 08.09.2020, 11:12 Uhr

Die Stadt Genf hat’s der ganzen Schweiz vorgezeigt: Die klassischen Verkehrsschilder mit Männern drauf wurden durch solche ersetzt, auf denen Frauen oder gleichgeschlechtliche Paare zu sehen sind. In Luzern will man von einer solchen Aktion nichts wissen.

Weltweit machte die Stadt Genf im Januar Schlagzeilen. Grund dafür waren die Verkehrsschilder der Stadt. Wo sonst männliche Figuren das korrekte Verhalten vorgeben, waren plötzlich Frauen und gleichgeschlechtliche Paare zu sehen. Dafür gab es zum grossen Teil Applaus.

Maria Pilotto und Yannick Gauch von der SP/Juso-Fraktion wollten, dass die Stadt Luzern mitzieht. In einem Postulat forderten sie den Stadtrat dazu auf, zu prüfen, ob auch die hiesigen Strassenschilder mit Sujets ergänzt werden können (zentralplus berichtete).

In seiner Antwort findet der Stadtrat aber klare Worte: «Dieses Thema soll nicht mit einer Art ‹Piratenaktion› lanciert werden, sondern muss in eine Revision der Verkehrsschilder einfliessen.» Zwar könne er das Anliegen «gut nachvollziehen». Es sei jedoch nicht sinnvoll, eigene Schilder «ohne gesicherte rechtliche Wirkung im Strassenraum zu platzieren». Zudem bestehe die Gefahr, dass «ein immer nur unvollständig mögliches Abbild der Vielfalt wiederum zu ungewollten Vereinfachungen und Ausgrenzungen» führen könne.

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3 Kommentare
  1. Jason, 14.09.2020, 08:14 Uhr

    Mich persönlich wundert ja wie man auf die Idee von einem gleichgeschlechtlichen Paar kommt. Ich habe schliesslich noch nie ein Fussgängerschild gesehen, wo ein nicht gleichgeschlechtliches Paar darauf zu erblicken ist. Aber da haben wir sie wieder. Die Doppelmoral der Linken.

    1. Dunning-Kruger, 14.09.2020, 11:44 Uhr

      Die Linken haben nicht nur eine Doppelmoral sondern auch gleich noch Doppeldenk in ihrem Repertoire!

  2. CScherrer, 08.09.2020, 11:50 Uhr

    @Redaktion Zentralplus: Sind es nun Gender-Schilder oder Genfer Schilder?

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