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Luzerner soll 15-Jährige vergewaltigt haben

2 min Lesezeit 06.04.2016, 15:12 Uhr

Ein angeblicher Model-Agent aus dem Kanton Luzern soll eine 15-Jährige vergewaltigt haben. Er versprach ihr eine grosse Modelkarriere. Nun muss er vor Gericht.

Im September 2009 rief der heute 35-jährige Beschuldigte aus dem Kanton Luzern eine damals 15-jährige St. Gallerin an. Er gab sich unter falschem Namen als Model-Agent aus. Es kam zum Treffen und der Beschuldigte versprach dem Mädchen eine Model-Karriere. Bei einem zweiten Treffen gab der Beschuldigte dann vor, mit seinem Auftraggeber Peyman zu telefonieren. Dem Mädchen sollte weis gemacht werden, dass es sich um den bekannten deutschen Modelagenten Peyman Armin handle, bekannt aus «Germany’s Next Topmodel».

Nach dem Telefonagespräch geb er dem Mädchen die Vertragsbedingungen bekannt. Entweder sie schlafe mit ihm oder mit Peyman. Das Mädchen weigerte sich, wie «20 Minuten» diesen Mittwoch berichtet. Nach Rücksprache mit dem angeblichen Auftraggeber stellte er dem Mädchen ein Modelhonorar von 1,1 Millionen Franken in Aussicht. Das Mädchen willigte daraufhin zu Petting ein. Dabei drang der Angeklagte ohne Ankündigung in sie ein.

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Dem Angeklagten drohen drei Jahre Gefängnis

Bei diesem einen Fall blieb es aber nicht. Kurz darauf soll der Angeklagte auch in Basel eine 15-Jährige gleich zweimal vergewaltigt haben. Die Masche mit dem Model-Agenten war allerdings frei erfunden: «Selbstredend war alles, was der Beschuldigte bezüglich Modelagentur, Modelvertrag etc. von sich gab, vollkommen frei erfunden und ohne jegliche reale Grundlage», heisst es  in der Anklageschrift.

Diesen Donnerstag muss sich der Beschuldigte deshalb vor dem Kreisgericht St. Gallen verantworten. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Verurteilung wegen Schändung, mehrfacher Vergewaltigung, mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind. Ihm drohen drei Jahre Gefängnis. Deren Vollzug sei zugunsten einer stationären Massnahme aufzuschieben. Das Opfer tritt als Privatklägerin auf und fordert eine Genugtuung von mindestens 18’000 Franken. Die Verhandlung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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