Luzerner setzen weniger auf energetische Sanierung

1 min Lesezeit 14.02.2016, 12:45 Uhr

Wer sein Haus energetisch sanieren möchte, wird vom Bund unterstützt. In der Zentralschweiz hat aber die Bereitschaft zu solchen Sanierungen in den letzten Jahren stark abgenommen.

Für die Förderung von Gebäudesanierungen stellt der Bund viel Geld zur Verfügung. Aber: Gerade mal die Hälfte der Gelder wurde im vergangenen Jahr tatsächlich genutzt, wie die Zentralschweiz am Sonntag berichtet. 100 Millionen Franken bleiben liegen. In Luzern wurden 2015 nur noch 317 Gesuche eingereicht. 2010 waren es noch 1591 – also fünfmal mehr. In den anderen Zentralschweizer Kantonen sieht es nicht viel anders aus

Holprige Energiewende?

Für die schwache Nutzung der Fördergelder für Gebäudesanierungen gebe es viele Gründe, erklärt Lorenz Bösch, Generalsekretär der Konferenz Kantonaler Energiedirektoren (EnDK). So haben beispielsweise acht Ölhändler 2014 gegen eine Erhöhung der CO2-Abgabe Beschwerde eingereicht. «Es bestand das Risiko, dass die Mittel für gutgeheissene Gesuche nicht mehr zur Verfügung stehen würden, wenn die Ölhändler Recht bekommen hätten», so Bösch.

Und was passiert mit den Geldern, die übrig bleiben? Was nicht für Gebäudesanierungen ausgegeben wird, werde unter anderem in Form von Krankenkassenprämienverbilligungen an die Bevölkerung zurückbezahlt, so Bösch.

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